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Reisen, Konzerte, Clubbing So kommen Sie ungeimpft zum Covid-Zertifikat

Welche Tests sind in der Schweiz gültig – und welche im Ausland? Die Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Welchen Test braucht es für Veranstaltungen? In der Schweiz brauchen Sie aktuell ein gültiges Covid-Zertifikat für Grossveranstaltungen mit mehr als 1000 Personen sowie für alle Discos, Clubs und Tanzveranstaltungen. Ohne Impfung und ohne durchgemachte Infektion erhalten Sie das Zertifikat automatisch mit einem negativen Coronatest (Testzentren, Apotheken, Ärzte...). Es gelten sowohl Schnell- wie auch PCR-Tests. Unterschiede gibt es bei der Gültigkeitsdauer (Schnelltest: 48 Stunden, PCR-Test: 72 Stunden). Einige Veranstalter und Clubbetreiber bieten Möglichkeiten für Schnelltests vor Ort an.

Das gilt für Kinder

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Kinder unter 16 Jahren brauchen in der Schweiz kein Zertifikat. Sie können also zum Beispiel ungeimpft und ohne negatives Testresultat an zertifikatspflichtigen Grossveranstaltungen teilnehmen.

Anders sieht die Sache beim Reisen aus. In der EU etwa verlangen viele Staaten für Kinder über 12 Jahren ein Zertifikat, teilweise gar für Jüngere. Für ungeimpfte Kinder heisst das, sie brauchen einen negativen Test. Für die länderspezifischen Regeln konsultieren Sie reopen.europa.eu.

Kinder werden nicht überall getestet – meist nur in grossen Testzentren.

Und für Reisen? Für Reisen in die Länder der EU genügt ab dem 9. Juli im Prinzip ein gültiges Schweizer Covid-Zertifikat – für Ungeimpfte und Nicht-Genesene ist das gleichbedeutend mit einem negative Schnell- oder PCR-Test. Der Teufel liegt aber im Detail: So ist etwa die akzeptierte Gültigkeitsdauer der Tests von Land zu Land verschieden. Eine Übersicht der länderspezifischen Einreisevorschriften gibt die Website reopen.europa.eu. Für alle anderen Länder informieren sie sich am besten bei der entsprechenden Botschaft.

Gibt es genügend Testkapazitäten? Weil in einigen Kantonen die Sommerferien schon begonnen haben und sie in vielen bald beginnen, hat die Testaktivität bereits stark zugenommen. Das zeigt auch unten stehende Grafik.

Insbesondere wenn Sie einen PCR-Test für eine Reise benötigen, sollten Sie sich deshalb rechtzeitig einen Termin sichern. Auch bei Schnelltests kommt es aber an und vor den Wochenenden wegen grosser Nachfrage zu Engpässen. Apotheken in den Städten testen Partygänger teilweise bis spät nachts. Falls es keine freien Termine gibt, lohnt es sich, die Websites der Testorte wiederholt zu besuchen, die Kapazitäten werden teilweise laufend aufgestockt. SRF machte die Probe aufs Exempel und versuchte in verschiedenen Schweizer Städten einen Testtermin zu bekommen. Dabei war es immer möglich, in den nächsten zwei Tagen online einen Termin für einen Schnelltest zu buchen.

Was kosten diese Tests? Für Schnelltests für ein Covid-Zertifikat übernimmt der Bund die Kosten – seit Anfang Juli kann man sich sogar täglich gratis testen und ein Zertifikat ausstellen lassen. PCR-Tests für Reisen müssen aber immer selber bezahlt werden. Die Kosten sind sehr unterschiedlich, im Testzentrum in der Stadt Zürich zum Beispiel 137 Franken. Am Flughafen Zürich werden Express-PCR-Tests für 380 Franken angeboten.

Steigen die Fallzahlen, weil mehr getestet wird – auch wegen des Zertifikates? Dazu sagt SRF-Wissenschaftsredaktorin Katrin Zöfel: «Natürlich steigt mit der Menge an Tests die Wahrscheinlichkeit, dass bisher übersehene Fälle erfasst werden. Wenn dieser Effekt des «immer mehr Aufdeckens» aber wirklich gross wäre, müsste das die Positivitätsrate nach unten treiben. Die Positivitätsrate ist der Wert, der angibt, wie gut in einem Land das Infektionsgeschehen erfasst wird. Diese steigt aber eher. Umgekehrt treiben neu auftretende Infektionen zu Beginn einer Welle die Anlässe für Tests nach oben, weil abgeklärt wird, ob Infizierte nahe Kontakte angesteckt haben oder nicht. Das heisst, steigende Fallzahlen treiben die Testzahlen nach oben, nicht umgekehrt.»

Steigende Fallzahlen treiben die Testzahlen nach oben, nicht umgekehrt.
Autor: Katrin Zöfel SRF-Wissenschaftsredaktorin

Wieso genügt der Selbsttest nicht für ein Covid-Zertifikat? Die Antigen-Selbsttests sind zwar richtig angewandt ähnlich zuverlässig wie diejenigen in den Testzentren, eine Selbstdeklaration reicht aber für ein Covid-Zertifikat nicht aus. Vor einer Familienfeier zum Beispiel können Selbsttests aber weiterhin Sinn ergeben.

Video
Aus dem Archiv: EU anerkennt Schweizer Zertifikat
Aus 10 vor 10 vom 06.07.2021.
abspielen

SRF 4 News, 08.07.21, 17.00 Uhr

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23 Kommentare

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  • Kommentar von Hanspeter Zaugg  (rägetag)
    Ferien in der Schweiz alles andere sollte man vergessen oder sonst nicht jammern wer nicht verzichten kann muss halt geduld haben.
    Allen Kranken und alleingelassenen Kraft und Mut
  • Kommentar von Astrid Meier  (Swissmiss)
    Ein Bekannter ist zwar seit Monaten zweimal geimpft, kommt aber nicht an ein Zertifikat. Er hat bei der Registrierung versehentlich eine ungültige Emailadresse als Benutzername gewählt, und sein Passwort verlegt. VacMe teilt ihm mit, er könne das Zertifikat herunterladen, aber er nicht einloggen. „Benutzername vergessen“ veranlasst VacMe ihm den Link zur nicht existierenden Adresse zu schicken, „Passwort vergessen“ schickt ihm ein neues Passwort an diese Email. Kafkaeske Situation ohne Lösung..
    1. Antwort von Jörg Trachsel  (Jörg Trachsel)
      Dann soll er doch die Impfhotline anrufen und dort sein Problem schildern. Dann wird er sein Zertifikat mit Sicherheit erhalten. Ich sehe da kein Problem.
    2. Antwort von Astrid Meier  (Swissmiss)
      Die Sachbearbeiter in der Gesundheitsdirektion sind mit der. Situation überfordert. Mein Bekannter meint, es sei deutlich einnfacher, für einen gestohlenen Pass oder eine verlorene ID Ersatz zu bekommen. Aber mit Pass und ID kann er ja nicht reisen, und auch kein Konzert versuchen. Vielleicht hätten wir die elektronische ID doch Privaten überlassen sollen… denn jetzt haben wir eine, und verantwortlich dafür sind die Gesundheitsdirektionen.
    3. Antwort von Werner Vetterli  (KlingWe)
      Die Verantwortung trägt aber nicht das Impfzentrum.
      Und ein Papierausdruck hat diese Person auch erhalten. Das genügt.
    4. Antwort von Esther Jordi  (ejejej)
      Herr Vetterli, ich glaube nicht, dass eine seit Monaten vollständig geimpfte Person einen Papierausdruck des Zertifikats erhalten hat. Die muss im VacMe-Portal heruntergeladen werden.
    5. Antwort von Astrid Meier  (Swissmiss)
      Er hat eine Bestätigung der Impfung, aber diese genügt keineswegs, weder um ins Konzert Einlass zu finden, noch um an das Zertifikat zu kommen, das er ja hat, aber nicht runterladen kann. Die Impfhotline sieht durchaus ein Problem, und weiss nicht, wie es zu lösen ist. Mir scheint, es ist ein Fall für die IT-Abteilung, nicht für Sachbearbeiter.
    6. Antwort von Mike Steiner  (M. Steiner)
      So ein Problem kann man seiner Rechtschutzversicherung überlassen...
    7. Antwort von Werner Vetterli  (KlingWe)
      @Meier: Bitte hören Sie auf mit Unterstellungen gegenüber den Ämtern. Die Fakten sind eindeutig, der Fehler liegt beim Geimpften.
    8. Antwort von Christian Kunz  (CK124)
      Falsche Emailadresse UND Passwort vergessen!
      No comment!
  • Kommentar von Andrea Esslinger  (weiterdenken)
    Der PCR-Test ist teuer und nur ein paar Tage gültig. Da ist es doch schlauer, sich bei einer positiv getesteten Person zu infizieren und dann den Antikörpertest (genesen) zu machen. Der ist dann auch ein halbes bis ein Jahr gültig.
    1. Antwort von Tobias Flückiger  (Töbu)
      Die Antigen-Schnelltests sind gratis.
    2. Antwort von Jörg Trachsel  (Jörg Trachsel)
      Ams schlauesten ist es, sich impfen zu lassen. Das ist gratis. Dann braucht man keine Tests mehr, ausser wenn man Symptome hat. Aber dann soll man auch nicht mehr verreisen oder Anlässe besuchen.
    3. Antwort von Patrick Berchtold  (pbe)
      Ich hatte mich schon gewundert wie lange es dauert, bis jemand mit dieser Idee kommt.
      Schlau wäre es natürlich nicht, aber eben zweckmässig. Statt 2 oder 3 Tage hätte man dann ein Zertifikat, das ein halbes (oder ganzes?) Jahr gültig ist. Dumm nur wenn man schwer erkrankt und/oder Langzeitfolgen davonträgt. Ausserdem trägt man damit noch mehr zur weiteren Verbreitung bei.
      Impfen ist genauso zweckmässig und dürfte wesentlich sicherer sein.
    4. Antwort von Christian Rusch  (Ch.U.R.)
      Das würde ich sofort machen. Aber ich kenne keine positiv getestete Person.
    5. Antwort von harald keller  (pragmatiker)
      ...und das alles nur um eine bestens organisierte, einfache, gratis Impfung zu machen? Wo sind wir nur gelandet...
    6. Antwort von Valentin Haller  (VH)
      Frau Esslinger:

      Wenn „weiterdenken“ zur Folge hat, dass man Ideen entwickelt, die problemlos als heisse Anwärterinnen für den nächsten „Darwin Award“ qualifizieren, dann hat man definitiv zu weit gedacht.

      Dass über 100 Personen eine solche Idee auch noch für zustimmungswürdig halten, ist tragisch und erschreckend zugleich.