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Petra Gössi: «Wir müssen vor allem kämpferischer werden»
Aus Tagesschau vom 11.01.2020.
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Rentenalter 66 bis 2032 Mutterpartei sichert Jungen bei Unterschriftensammlung Hilfe zu

Das Problem mit den Renten ist allen bekannt, doch Lösungen – wie etwa die Erhöhung des Rentenalters – sind unpopulär. Nun nimmt sich die FDP Schweiz dem Thema an.

An der Delegiertenversammlung in Schindellegi (SZ) beschlossen sie einstimmig, ihrer Jungpartei (JFS) beim Unterschriftensammeln für eine Volksinitiative zu helfen. Diese fordert, das Rentenalter 66 bis in 12 Jahren einzuführen.

Signal seitens der Mutterpartei

Patrick Eugster vom Komitee der Renteninitiative, sagt, dass zuerst das Rentenalter der Frauen erhöht werden müsse. «Dann muss das Rentenalter 65 fallen», sagt er. Das Rentenalter soll in Zweimonatsschritten langsam erhöht werden, sodass es 2032 bei 66 Jahren liegt. Danach soll es, je älter die Bevölkerung wird, weiter steigen.

Grundsätzlich unterstützen die FDP-Delegierten die Rentenerhöhung. Ein Ja zur Initiative der Jungfreisinnigen sei das zwar noch nicht, aber ein starkes Signal seitens der Mutterpartei, so der Präsident der JFS Matthias Müller.

FDP will Diskussionsbeitrag leisten

Für ihn sei es wichtig, bei der Unterschriftensammlung breit abgestützt zu sein, sodass die Initiative möglichst schnell zustande käme. «Es ist auch wichtig für die Bevölkerung zu wissen, dass eine Bundesratspartei hinter dem Anliegen steht», so Müller.

Gössi wünscht sich kämpferische FDP

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Gössi wünscht sich kämpferische FDP

FDP-Präsidentin Petra Gössi will, dass die Freisinnigen kämpferischer und emotionaler werden. Sie forderte eine stärkere Mobilisierung und vermehrte Mitgliederbefragungen und Referenden, um die Diskussionen zu fördern.

Die FDP Schweiz hat am Samstag in Schindellegi ihre erste Delegiertenversammlung der neuen Legislatur durchgeführt. Rund 330 Delegierte nahmen teil. Die FDP habe in den eidgenössischen Wahlen im Herbst verloren, sagte Gössi. Mit der Stärkung der Umwelt- und Klimapolitik habe die Partei aber Schlimmeres verhindern können. Der FDP sei es indes nicht gelungen, im Wahlkampf eigene Themen zu setzen.

Keine andere Bundesratspartei thematisiert das Rentenalter so stark, wie die FDP. Präsidentin Petra Gössi ist überzeugt, dass ihre Partei so einen Diskussionsbeitrag leiste. «Die Diskussion, dass man mehr Geld in die AHV schieben muss, wird nicht zielführend sein», sagt sie. Weil die Bevölkerung immer älter werde, müsse man das Thema breiter diskutieren, als das bisher geschah.

Ein Massnahmenpaket schnüren

Aber auch unter Freisinnigen ist das Thema nicht unumstritten. An der Delegiertenversammlung gibt ein St. Galler Mitglied zu bedenken, dass den Leuten so auch länger eine Beschäftigungsmöglichkeit geboten werden muss. «Die Wirtschaft ist gefordert, dass man denjenigen noch Arbeit gibt.»

JFS-Präsident Müller begegnet, dass die Arbeitslosigkeit bei über 55-Jährigen statistisch tief sei, aber es Härtefälle gäbe. «Für diese Leute müssen wir ein Massnahmenpaket schnüren.» Dabei sei aber das Parlament gefragt. Die Jungfreisinnige hätten – aufgrund der Einheit der Materie – nur den Grundsatz regeln können, dass das Rentenalter erhöht werden müsse, so Müller. «Ich bin zuversichtlich, dass die Leute länger arbeiten wollen.»

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51 Kommentare

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  • Kommentar von Hans König  (Hans König)
    Die Altersgrenze für alle auf 65. Altersjahr festlegen. Der Vorschlag von der FDP ist unsozial, denn bereits heute arbeiten viele Kleinlohnbezüger in Berufen, wo von der Gesundheit alles abverlangt wird.
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  • Kommentar von Marlies Artho  (marlies artho)
    Warum kommt keinen Vorschlag, dass die AHV Rente nicht mehr Versteuert werden muss?
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    1. Antwort von Stefan Huwiler  (huwist)
      Ganz eifach weil man nicht Geld ausgeben kann das gar nicht da ist. Zumindest nicht ohne Schulden zu machen.
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    2. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      Es gibt in der Schweiz viele vermögende Rentner, die die AHV problemlos versteuern können und es gibt auf der anderen Seite Werktätige, die nur mit größter Mühe ihre Steuern bezahlen können. Richtig wäre, die unteren Einkommensschichten zu entlasten.
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    3. Antwort von Marlies Artho  (marlies artho)
      St. Huwiler gebe Ihnen recht, dass man nicht mehr Geld ausgeben kann als man hat. Ist dies in allen Bereichen so? So bin ich einmal mehr froh, dass es die Schuldenfalle gibt. Denke bei der Steuerbefreiung eher ab einem bestimmten Guthaben z.B. wer nicht mehr als 100 000 Fr. hat wird die Steuer nicht verrechnet, geht dies nicht? Reicht das Geld wirklich nicht? SNB könnte sicher von diesem Miard. Gewinn, leider teils auch von den Sparern abgenommen, mit 0% Zinsen nun da stehen.
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  • Kommentar von Ivo Schmucki  (Jetzt oder nie)
    Bei den Franzosen möchte man das Rentenalter von 62 auf 64 anheben, man sieht nun, was das für Proteste auslöst. Und wir Schweizer/Innen sollen nun bis 66 Arbeiten? Die Finanzierung ist das kleinste Problem: Nationalbank-Milliarden, ein oder zwei Prozent mehr Abzüge beim Lohn (skaliert auf das Jahreseinkommen), Erhöhung der MWSt. Es gibt so viele Möglichkeiten, aber man muss die schlechteste davon nehmen. War nicht anders zu erwarten, von Menschen,die keine schwere körperliche Arbeit kennen.
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