Zum Inhalt springen

Header

Audio
Wer wird Nachfolger oder Nachfolgerin von SVP-Präsident Albert Rösti?
Aus Heute um Vier vom 10.01.2020.
abspielen. Laufzeit 01:07 Minuten.
Inhalt

Nachfolge von Albert Rösti Ex-Nationalrat Baader soll die Richtige oder den Richtigen finden

  • Die Parteileitung der SVP hat in Horn (TG) formell eine Findungskommission für die Neubesetzung des Präsidiums eingesetzt.
  • Präsident der Findungskommission wird Caspar Baader, Jurist und ehemaliger Fraktionschef der Partei im Bundeshaus.
  • Die Kommission soll geeignete Kandidatinnen und Kandidaten für die Nachfolge von Albert Rösti vorschlagen, wie die SVP mitteilte.
Caspar Baader
Legende: Caspar Baader führt Findungskommission für Rösti-Nachfolge an. Keystone

Baader galt während seiner sechzehn Jahre im Nationalrat als Hardliner. Der Baselbieter war rund zehn Jahre lang Fraktionschef der SVP. In diese Amtszeit fielen auch turbulente Ereignisse wie die Abspaltung der BDP und die Abwahl seines Vertrauten Christoph Blocher als Bundesrat.

Als Favoriten gelten derzeit der Schwyzer Nationalrat und Landwirt Marcel Dettling und der Zürcher Nationalrat und Banker Thomas Matter. Beide wollten erst das Treffen am Bodensee abwarten und erst dann entscheiden, ob sie für eine Kandidatur zur Verfügung stehen. Als interessiert gilt auch die Baselbieter Nationalrätin Sandra Sollberger.

Zahlreiche Verzichtserklärungen

Dafür hagelte es seit Röstis Rücktrittsankündigung im Dezember Verzichtserklärungen. Als vorerst letzter der bisher genannten Kandidaten mit Chancen hat sich der junge St. Galler Nationalrat Mike Egger aus dem Rennen genommen.

Er könne die für das Amt nötige Zeit aktuell nicht aufbringen und wolle sich auf sein Nationalratsmandat, seine berufliche Tätigkeit beim Fleischverwerter Micarna sowie auf seine Weiterbildung konzentrieren, teilte Egger mit.

Martullo-Blocher will auch nicht

Kein Thema ist das SVP-Präsidium auch für die Bündner Nationalrätin Magdalena Martullo-Blocher und Fraktionschef Thomas Aeschi (ZG). Abgewinkt hat auch die Thurgauer Nationalrätin und Unternehmerin Diana Gutjahr. Sie stehe für eine Kandidatur nicht zur Verfügung und wolle sich auf die Führung ihres Stahl- und Metallbauunternehmens gemeinsam mit ihrem Mann sowie das Präsidium der Stahlpromotion Schweiz konzentrieren.

«Gute Beziehungen zu Herrliberg»

Die Luzerner Nationalrätin Yvette Estermann hat sich zwar Gedanken gemacht über eine Kandidatur, wie sie auf Anfrage mitteilte. Sie sei aber zum Entschluss gekommen, «dass es offenbar jemand sein muss, der gute Beziehungen zu Herrliberg hat». Und das sei «garantiert» nicht sie.

Für Kommentatoren geht es an der Tagung am Bodensee nicht nur um eine reine Personalie, sondern um die Konsolidierung des Machtgefüges in der Partei. Die Wahl des neuen Präsidenten oder der neuen Präsidentin wird an der Delegiertenversammlung vom 28. März erfolgen.

Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

20 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Marlies Artho  (marlies artho)
    F. Waeber Ihre Vorhersage mag vielleicht stimmen, jedoch nicht nur die SVP musste Verluste hinnehmen auch SP und BDP. Trotzdem bis anhin ist die SVP noch die stärkste Partei. Was meinen Sie warum dies so ist? Üben z.B. Parteien nicht auch einmal Selbstkritik, oder Verunglimpfen sie einfach immer wieder diese Partei, oft mit Äusserungen die nicht immer ganz der Wahrheit entsprechen. Wären sie bereit für eine angenehmere ausgewogener Zusammenarbeit auf Augenhöhe, ohne Vorverurteilung?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von marlene Zelger  (Marlene Zelger)
    Die engagierten Parteileitenden sind nicht diejenigen, die partout das Amt übernehmen wollen, sondern jene, die nicht5 unbedingt danach streben, aber das Zeug dazu hätten.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Franz Giger  (fjg)
    Interessant, dass sich die erbitterten SVP-Gegner um deren Parteipräsidium Sorgen machen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      Es ist so gut wie sicher, dass wieder ein Hardliner erkoren wird. Das macht Sorgen.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Marlies Artho  (marlies artho)
      A. Planta genau solche Vorverurteilungen finde ich sehr daneben. Was meinen Sie bei der SP, wenn 2 von der JUSO das Präsidium übernehmen wollen? Diese 2 sind auch Hardliner, jedoch auf einer anderen Linie. Wird da auch so viel spekuliert und vor verurteilt? Muss nicht jede Partei selber entscheiden wer sie als Präsidenten möchten, ob dies nun den einen passt oder nicht. Später wird sich zeigen, ob ein Präsident zum Erfolg führen kann, oder nicht.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen