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Rochade im Wahljahr 2019 Schon über 30 Parlamentarier haben ihren Rücktritt erklärt

  • Alle Bundesratsparteien verlieren einflussreiche Persönlichkeiten.
  • Die Rücktritte im Ständerat sind überdurchschnittlich.
  • Die Rochade im Nationalrat könnte vergleichsweise klein ausfallen.
  • Den Überblick über alle Rücktritte bietet die Infografik.
Legende: Video Aus dem Archiv: Das Wahljahr im Ständerat abspielen. Laufzeit 02:18 Minuten.
Aus Tagesschau vom 06.01.2019.

Die beiden SVP-Schwergewichte Adrian Amstutz (BE) und Peter Föhn (SZ) haben diese Woche bekannt gegeben, nicht mehr bei den Erneuerungswahlen am 20. Oktober anzutreten.

Doch alle Bundesratsparteien verlieren einflussreiche Persönlichkeiten. Schon über 30 National- und Ständeräte haben ihren Rücktritt angekündigt.

Die grosse Erneuerung zeichnet sich im 46-köpfigen Ständerat ab: Laut Daten der Bundeskanzlei haben bisher 15 Mitglieder offiziell Ihren Rücktritt erklärt, und von mindestens vier weiteren Bisherigen ist bekannt, dass sie wohl nicht mehr zur Verfügung stehen. Vor vier Jahren traten nur 11 Ständeräte nicht mehr an.

Im Nationalrat (200 Mitglieder) haben 17 Bisherige offiziell ihren Rücktritt erklärt. Damit zeichnet sich eine eher kleinere Erneuerung ab. Einige traten allerdings schon während der laufenden Legislatur zurück und machten einem Nachfolger Platz.

Alle Bundesratsparteien sind mit Rücktritten von sehr bekannten und einflussreichen Parlamentariern konfrontiert, eine Übersicht:

SVP: Wenige, aber prominente Abgänge

SVP-Politiker Ulrich Giezendanner im Nationalrat.
Legende: Der Aargauer Nationalrat und Fuhrhalter Ulrich Giezendanner gab schon früh bekannt, dass er 2019 nicht mehr antritt. Potentieller Nachfolger ist sein Sohn Benjamin. Keystone

Bei den letzten Wahlen kam es im Nationalrat zur grossen personellen Erneuerung, doch bis jetzt treten wenig Nationalräte zurück. Die meisten Sitze wird die Partei wohl halten können. Im Ständerat dürfte die SVP-Vertretung schwach bleiben, prognostiziert Politologe Lukas Golder von gfs.bern. Deshalb seien die Rücktritte schmerzhaft.

Rücktritte

Nationalrat
Ständerat
Adrian Amstutz (BE)
Roland Eberle (TG)
Sylvia Flückiger-Bäni (AG)
Peter Föhn (SZ)
Ulrich Giezendanner (AG)
Alice Glauser-Zufferey (VD)

SP: Ständeratssitze gefährdet

Die Aargauer Ständerätin Pascale Bruderer.
Legende: Die Aargauer Ständerätin Pascale Bruderer gab vor einem Jahr ihren Rücktritt bekannt. Die SP muss befürchten, den Ständeratssitz zu verlieren. Keystone

Die Hälfte der SP-Fraktion im Ständerat tritt nicht mehr an. Der SP wird es kaum gelingen, alle diese Sitze zu halten. «Die SP politisiert linker und hat linkere Köpfe», analysiert Politologe Lukas Golder. So sei es schwierig, Mehrheiten für die Ständeratssitze zu holen.

Im Nationalrat sind einige prominente Köpfe wie Susanne Leutenegger Oberholzer schon während der Legislatur gegangen. Die Partei wird die Sitze in der grossen Kammer wohl in etwa halten können.

Rücktritte

StänderatNationalrat
Didier Berberat (NE)
Bea Heim (SO)
Pascale Bruderer Wyss (AG)
Jacques-André Maire (NE)
Anita Fetz (BS)
Margret Kiener Nellen (BE)
Claude Hêche (JU)
Silvia Schenker (BS)
Liliane Maury Pasquier (GE)
Manuel Tornare (GE)
Géraldine Savary (VD)
Silva Semadeni (GR)

FDP: Erneuerung könnte gelingen

Ständerat Philipp Müller
Legende: Der ehemalige FDP-Präsident und Ständerat Philipp Müller (AG) gab im letzten Herbst den «definitiven Rücktritt aus der Politik» bekannt. Keystone

Trotz des Skandals um Pierre Maudet in Genf kann die Partei ihre Sitze wohl halten oder sogar ausbauen. Im Aargau hat sie den Ständeratssitz trotz prominentem Abgang fast auf sicher. «Eine Aufbruchstimmung ist spürbar in der FDP», stellt Politologe Lukas Golder fest. Die Erneuerung im Nationalrat könnte gelingen.

Rücktritte

Ständerat
Nationalrat
Fabio Abate (TI)
Bruno Pezzatti (ZG)
Raphaël Comte (NE)
Fathi Derder (VD)
Joachim Eder (ZG)
Corina Eichenberger-Walther (AG)
Philipp Müller (AG)
Walter Müller (SG)

CVP: Es bleibt eine Zitterpartie

CVP-Ständerat Konrad Graber.
Legende: Er wurde als Nachfolger von Bundesrätin Doris Leuthard gehandelt, gab kurz vor Leuthards Rücktritt aber sein Ausscheiden aus der Politik bekannt: Der Luzerner Ständerat Konrad Graber. Keystone

Ständerat Konrad Graber galt als einer der einflussreichsten Parlamentarier überhaupt. Aber der Sitz in der CVP-Hochburg Luzern ist kaum gefährdet. Schwieriger wird es im Nationalrat. «Solange die Partei ihren Wähleranteil nicht ausbauen kann, tut jeder Rücktritt in der grossen Kammer weh», meint Politologe Lukas Golder.

Rücktritte

Ständerat
Nationalrat
Ivo Bischofberger (AI)
Géraldine Marchand-Balet (VS)
Konrad Graber (LU)
Dominique de Buman (FR)
Jean-René Fournier (VS)
Karl Vogler (OW)

Guillaume Barazzone (GE)

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16 Kommentare

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  • Kommentar von Daniele Röthenmund  (Daniele Röthenmund)
    Meine Kriterien sind klar. Ich wähle die sich auch mal gegen die eigene Partei stellen, die Mut haben auch eine andere Meinung zu Akzeptieren, solche die in wenigen VR sitzen. Doch am wichtigsten sind mir die, die Positiv an die Sachen ran gehen und nicht die ewig Gestrigen die nur an der Vergangenheit haften bleiben und nicht offen sind für neues. Alter und Geschlecht sind da Sekundär. Gewiss ist nur das ich die Grüne Liste nehme, auf der aber auch Platz für Politiker anderer Couleur ist.
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    1. Antwort von Jürg Häusermann  (Ebenda)
      Puhhhh!
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  • Kommentar von M. Roe  (M. Roe)
    Ich hoffe, dass vor allem bei der FDP, BDP und CVP einige gemerkt haben, dass sie "links" sind +nicht "bürgerlich" wie sie es eigentlich wollten. Das haben sie den obersten Führern dieser drei Parteien zu verdanken. Ganz unbemerkt, haben die das Steuer gegen links gedrückt.Eigentlich sollten alle BDP +CVP-ler zur SVP übertreten. Denn da sind die Bürgerlichen welche unser Land erhalten wollen! In den Fraktionen können nicht die einzelnen Mitglieder bestimmen was sie sagen, sondern der Parteichef.
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    1. Antwort von Jürg Häusermann  (Ebenda)
      BRAVO, Herr Roe. Die CVP fragt sich sei Jahren, warum sie stetig an Wählern verliert. Und die BDP steht kurz vor dem Verschwinden. Tja, dafür legt die SVP zu. 3x darf man raten, wohin die Wähler abwandern. Viele in der CH lassen sich je länger je weniger vom SVP Bashing beeindrucken. Sie haben verstanden, wer ihre Interesen letztenendes konsequent wahrnimmt.
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    2. Antwort von Michel Koller  (Mica)
      Es gibt nicht nur die eine bürgerliche Politik. Links von der SVP gibt es jede Menge Platz ohne wirklich links zu sein.
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  • Kommentar von jean-claude albert heusser  (jeani)
    Es wäre an der Zeit unser Parlament zu verjüngen und 2019 haben wir die grosse Chance dies zu tun! Also wählen wir "junge Köpfe" welche noch Visionen haben!
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