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Daniel Koch: «Es könnte für Kuster schon eine riesige Umstellung gewesen sein»
Aus News-Clip vom 23.09.2020.
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Rücktritt von Stefan Kuster Daniel Koch: «Vielleicht kam die Umstellung zu plötzlich»

Die Nachricht vom Rücktritt seines Nachfolgers kam auch für Daniel Koch überraschend. Kommt jetzt «Mr. Corona» zurück?

Es war eine kurze Zeit als Nachfolger von Daniel Koch: Nach nur 175 Tagen als Leiter der Abteilung Übertragbare Krankheiten beim Bundesamt für Gesundheit (BAG) gibt Stefan Kuster seinen Rücktritt bekannt. Die Nachricht kam überraschend, auch sein Vorgänger Daniel Koch erfuhr es erst heute Abend.

Kuster hatte das Amt mitten in der Corona-Pandemie übernommen und stand sofort im Rampenlicht. «Ich kann mir vorstellen, dass das eine enorme Umstellung war, die ein bisschen plötzlich kam», sagt Koch in der SRF-Sendung «Gredig direkt» zu Kusters Rücktritt.

Pannen während Kusters Amtszeit

Koch selber sei bei Ausbruch der Corona-Pandemie schon jahrelang im Amt gewesen. «Ich hatte schon mehrere Krisen durchgemacht und bin quasi in diese Rolle hinein gewachsen», sagt Koch. Kuster hingegen war sich die Aufmerksamkeit kaum gewohnt – er war zuletzt als Leitender Arzt der Klinik für Infektionskrankheiten und Spitalhygiene am Universitätsspital Zürich tätig.

Stefan Kuster während einer Medienkonferenz.
Legende: Stefan Kuster wirkte bei Medienkonferenzen stets souverän. Keystone

Kuster selber hat sich zu seinem Rücktritt bisher noch nicht geäussert. Das BAG bestätigte jedoch, dass der 43-Jährige das Amt auf eigenen Wunsch abgibt. Bei seinem Amtsantritt im April wurde er von vielen als richtige Wahl bezeichnet.

Während Kusters Amtszeit gab es dann einige Kommunikationspannen. So vermeldete er an einer Medienkonferenz fälschlicherweise den Tod eines jungen Mannes ohne Vorerkrankungen. Zudem lieferte das BAG auf Anfrage von SRF falsche Zahlen zu den Ansteckungsorten.

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Daniel Koch: «Ich weiss es nicht, es wäre völlig verfrüht»
Aus News-Clip vom 23.09.2020.
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«Es wäre völlig verfrüht, mich dazu zu äussern»

Den Nachfolger von Stefan Kuster kennt man noch nicht. Ist es denkbar, dass sein Vorgänger Koch wieder übernimmt? «Es wäre völlig verfrüht, wenn ich mich jetzt dazu äussern würde», sagt Koch. Er wisse es selber noch nicht. «Ich glaube, momentan ist das eher kein Thema.»

Mehr dazu in «Gredig direkt»

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Logo «Gredig direkt»

Talkmaster Urs Gredig empfängt dreimal pro Monat donnerstags um 22.25 Uhr auf SRF 1 eine bekannte Persönlichkeit. «Gredig direkt» porträtiert den Menschen hinter der bekannten Person.

SRF 4 News vom 23.09.2020, 17:30 Uhr;

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40 Kommentare

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  • Kommentar von Michel Koller  (Mica)
    @Ogi: Leider sagt eine akademische Bildung nicht mehr besonders viel aus. Auch im eigenen Umfeld ist mir dies schmerzlich aufgefallen. Ich würde bei dem Bildungsgrad durchaus die Fähigkeit voraussetzen, dass man das Gesamtbild erfassen und Äußerungen von Personen im zeitlichen Kontext bewerten kann. Erfahrungsgemäß können sich Viele aber nur noch genau in ihrem Themengebiet bewegen. Tut mir also leid, wenn mich die akademischen Titel nicht beeindrucken und sie für mich kaum mehr etwas aussagen.
  • Kommentar von Michael Ogi  (Michi gegen die KenJebsenisierung des Abendlandes)
    Ich würde an dieser Stelle gerne anmerken dass es ebendieser Daniel Koch war, der seit Jahren genau dafür angestellt war, unser Land auf eine derartige Kriese (Pandemie) vorzubereiten. Und für diesen Umstand geschahen zu viele Fehler. Normalerweise wird man dafür entlassen, hier in der Schweiz wird man zum Helden der Nation. Ich erinnere daran, dass bereits nach SARS-1 umfassende Studien von diversen Behörden wir der WHO genau zum Risiko einer Pandemie mit neuen Coronaviren angefertigt wurden.
  • Kommentar von Marc Schlatter  (Marc Rafael)
    Koch war bei seinem Abgang so ehrlich, zuzugeben, die Schulschliessungen hätten seiner Ansicht nach vermutlich an sich nichts gebracht, seien aber dienlich gewesen, der Bevölkerung den Ernst der Lage vor Augen zu führen (R lag da ohnehin schon fast bei eins, item). Statt sich einmal Gedanken über die Tragweite dieser Äusserung zu machen, lässt man sich bereitwillig einreden, der BR und das BAG habe gelogen, als die Maske als nutzlos und gefährlich bezeichnet worden ist. Nun Maske in den Schulen.