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Schmähpreis Wasser aus Grönland-Gletschereis in der Kritik

  • Der Detailhändler Manor hat für ein Mineralwasser aus grönländischem Gletschereis den Schmähpreis «Teufelsstein» der Alpen-Initiative erhalten.
  • Das Mineralwasser heisst «Berg» und stammt von einem kanadischen Hersteller.
  • Die Warenhauskette Manor stellte sich der Kritik und nahm den Schmähpreis in der Konzernzentrale in Basel entgegen.
Audio
Aus dem Archiv: Durst auf Import-Mineralwasser
03:38 min, aus Echo der Zeit vom 30.03.2016.
abspielen. Laufzeit 03:38 Minuten.

Ausschlag für den Preis hatte das Mineralwasser «Berg» der Getränkereihe «Eaux du monde» im Sortiment gegeben, wie der Verein Alpen-Initiative mitteilte.

9600 Kilometer lange Reise

Das Wasser aus geschmolzenem Gletschereis aus Grönland müsse über eine Strecke von 9600 Kilometern transportiert werden, um in die Regale von Manor zu gelangen. Dabei werde mehr CO2 als das Eigengewicht des Produkts ausgestossen, teilten die Verantwortlichen der Kampagne mit. Zudem wirke die Herstellung des Mineralwassers in Anbetracht der schmelzenden Polarkappen «besonders zynisch».

Eine Manor-Sprecherin sagte, das Unternehmen habe schon im Frühjahr beschlossen, dieses und andere Mineralwasser aus dem Ausland bis Ende des Jahres aus dem Sortiment zu nehmen: «Wir nehmen das Feedback der Öffentlichkeit und der Kundinnen und Kunden sehr ernst.»

Resultat einer Online-Abstimmung

Fast 6000 Menschen hatten sich an einer Online-Abstimmung über den absurdesten Preis beteiligt. Nominiert waren unter anderem auch Granatapfelkerne aus Peru, die zur Verarbeitung per Schiff nach Ägypten gebracht werden, dann per Luftfracht in die Schweiz kommen und dort mit Lastwagen in die Läden gefahren werden.

SRF 4 News, 29.09.2020, 13 Uhr;

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Alex Volkart  (Lex18)
    Wasser aus Grönland-Gletschereis in die Schweiz zu bringen ist eine ziemlich absurde Idee. Mann könnte sich aber generell fragen warum es Wasser aus dem Ausland in der Schweiz zu kaufen gibt, wenn man bedenkt wie viele einheimische Marken es gibt.
  • Kommentar von Samuel Müller  (Samuel Müller)
    Wahrscheinlich gibt es auch dafür irgend ein Gesetz, dass wenn 2% der Ware aus dem Ursprungsland kommt es als Herkunftsland angegeben werden kann ... ;-)
  • Kommentar von Katharina Dubach  (KatharinaD)
    Das Traurige ist doch, dass Waren mit derart absurder Herkunft bzw. CO2-Bilanz offensichtlich gekauft werden, sonst würden sie sehr schnell aus den Regalen wieder verschwinden. Wenn wir uns alle bei der eigenen Nase nehmen würden und beim Einkauf darauf achteten, dass die Waren saisongerecht und aus möglichst regionaler Produktion stammen, statt nur das Billigste zu nehmen, wäre schon viel gewonnen!