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Corona-Krise: Bald Maskenpflicht auch an Schulen
Aus 10vor10 vom 27.10.2020.
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Schule und Sport Kinder geraten in den Fokus der Maskenpflicht

Erst der öffentliche Verkehr, dann die Geschäfte – jetzt wird die Maskenpflicht in immer mehr Klassenzimmern Tatsache. Und auch der Sport wird angesichts der zweiten Welle infrage gestellt – dabei hiess es ja lange, Kinder spielten keine Schlüsselrolle bei der Verbreitung des Coronavirus.

Je schneller aber die Corona-Infektionszahlen steigen, umso grösser wird der Druck auch auf die Schulen. Mittlerweile gilt die Maskenpflicht an der Oberstufe – auch im Unterricht – in über einem Dutzend Kantone.

Gewöhnungsbedürftige Umstellung

Auch im Kanton Bern ist sie bereits Realität: die obligatorische Maskenpflicht in der Oberstufe für Schülerinnen und Schüler. Sogar beim Pingpong spielen in der Pause müssen sie eine Maske tragen. Für viele Schülerinnen und Schüler der Gemeinde Walkringen im Emmental ist es gewöhnungsbedürftig.

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Schülerin: «Es ist schwieriger, sich zu konzentrieren»
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Einer Schülerin fällt die Konzentration schwerer. Andere wiederum scheinen sich recht schnell daran zu gewöhnen und vergessen sie auch teilweise.

Französischvortrag mit Maske ist viel schwieriger.
Autor: Christina NievergeltLehrerin

Aber nicht nur für die Schülerinnen und Schüler, auch für die Lehrerin ist es eine Umstellung, die sich bemerkbar macht. Für Kristina Nievergelt ist die Maske störend. Vieles sei schwieriger, auch Vorträge in Fremdsprachen, welche die Kinder halten müssen.

Forderung nach absoluter Maskenpflicht

Mittlerweile gilt die Maskenpflicht an der Oberstufe – auch im Unterricht – in über einem Dutzend Kantone, nebst Bern unter anderem auch in den Kantonen Waadt, Schwyz, Basel-Stadt, Luzern oder Zug.

Je rasanter die Infektionszahlen steigen, umso grösser wird der Druck auch auf die Schulen. Epidemiologin Olivia Keiser der Universität Genf forderte nun eine absolute Maskenpflicht: «Wir müssen sofort die Maskenpflicht in den Schulen einführen, auch bei Primarschülern. Ich sehe keine andere Lösung.»

Wir müssen sofort die Maskenpflicht in den Schulen einführen, auch bei Primarschülern.
Autor: Olivia KeiserEpidemiologin

Doch es gibt auch Gegenstimmen. Christoph Berger ist Kinderarzt am Zürcher Kinderspital und Professor für Infektiologie an der Universität Zürich. Er hält gar nichts von einer Maskenpflicht für Primarschülerinnen und Primarschüler. Kinder seien nicht gefährdet, am Coronavirus zu erkranken. «Kinder geben das Virus auch nicht primär stark weiter, denn auch wenn sie mal erkranken, haben sie wenige Symptome.»

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Christoph Berger: «Kinder unter 12 Jahren sollten keine Masken anziehen müssen»
Aus 10vor10 vom 27.10.2020.
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Epidemiologin Olivia Keiser widerspricht dieser Ansicht. Sie meint, dass es bald mehr brauchen könnte als die Maskenpflicht. «Ich weiss nicht, ob eine generelle Maskenpflicht an Schulen überhaupt noch reicht, oder ob nicht doch teilweise Schulschliessungen nötig wären», so Keiser.

Für Christoph Berger zielt das am Alltag der Kinder vorbei: «Das ist eine epidemiologische Forderung, welche die Kinder und ihre Welt nicht berücksichtigt.» Die Kinder seien seit Anfang nicht von der Pandemie betroffen und es sei wichtig, dass sie ihren gewohnten Alltag hätten.

Auch Sportvereine unter Druck

Die Masken-Diskussion betrifft nicht nur das Schulumfeld. Im Kanton Bern sind inzwischen auch sämtliche Team- und Amateursportaktivitäten mit Körperkontakt verboten – auch für Kinder und Jugendliche.

Bei der FCZ-Academy in Zürich befürchtet man, dass solche Verbote schweizweit folgen könnten. Mit fatalen Folgen. Für viele Kinder sei der Sport das Wichtigste. «Für die Jungen bedeutet das, dass man ihnen ein zentrales Anliegen wegnehmen würde», so Trainer Heinz Russheim.

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Heinz Russheim: «Für viele Jugendliche ist der Fussball das Wichtigste»
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Die Sportverbände, die Schulen und die Kantone – sie alle schielen gespannt auf den Bundesratsentscheid: Es geht um verschärfte Massnahmen im Kampf gegen Covid-19.

10 vor 10; 28.10.2020; 21:50 Uhr;

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79 Kommentare

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  • Kommentar von Mathias Wyss  (Bergbauer80)
    Wenn Frau Keiser keine andere Lösung mehr sieht als auch noch den kleinen Kindern den ganzen Tag eine Maske aufzusetzen, dann beginne ich mir echte Sorgen zu machen. Wenn der weitere Verlauf der Pandemie von solchen Massnahmen abhängt, dann steht es wirklich schlimm.
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  • Kommentar von Bobby Senn  (Hardcorehansi)
    ach die armen kinderchen...wie kann man nur???beschränkter können die komentare wohl kaum noch ausfallen!!!! fakt ist, kinder sind wie alle anderen menschen auch potenzielle träger.... liebt es oder hasst es!!!!
    wenn schon immer die rede davon ist, die ansteckungen finden vor allem zuhause statt....wie denkt ihr, kommen die dinger nach hause???? kinder unter 12 jahren sind die einzigen die sich nicht schützen....das darf einem ruhig zu denken geben!!!
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    1. Antwort von Fabian Neunstöcklin  (FabNeun)
      Kinder unter 12 Jahren belegen weder Intensivbetten noch sterben Sie!
      Kinder von unter 12 Jahren von der Risikogruppe fernzuhalten oder nur geschützt Kontakt haben lassen ist einiges sinnvoller als pauschal Maske aufzusetzen. Haben Sie immer noch nicht erkannt, wer das Risiko für das Gesundheitssystem darstellt, bei allen anderen ist eine Herdeniummunität die sich offensichtlich Gefahrlos entwickeln kann besser als Experimentimpfstoffe!
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    2. Antwort von Franz Giger  (fjg)
      ja wissen sie, ich lebe mit meiner 9-jährigen Tochter zusammen, bin mittlerweile 65-jährig und habe mich in dieser ganzen Zeit nicht angesteckt. Gut, ich hatte auch nie Angst davor.
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    3. Antwort von Michelle Oclaire  (Moc)
      Lassen sie die Kinder ein einigermassen normales Leben führen und schützen sie sich selber. Das nennt man Eigenverantwortung.
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    4. Antwort von Mathias Wyss  (Bergbauer80)
      Als Vater von 6 schulpflichtigen Kindern würde ich gerne mal mit Ihnen direkt reden. Dann müsste ich nicht so nett sein wie hier!
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    5. Antwort von Stephan Maggiulli  (Ste Maggi)
      Ein solcher Kommentar ist wirklich unglaublich und eine Schande. Ich denke nicht, dass sie Kinder haben und diese nur im Geringsten verstehen. Genau wie diese Epidemiologin. Wahnsinn nur schon allein der Gedanke daran.
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    6. Antwort von Astrid Meier  (Swissmiss)
      Es ist sehr wichtig, dass Kinder nicht traumatisiert und gut beschult werden. So kann sichergestellt werden, dass auch die nächste Generation die Regeln der Grammatik und Interpunktion gut beherrscht.
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    7. Antwort von Bobby Senn  (Hardcorehansi)
      bleibt doch sachlich.....es geht hier net um emotionen sondern um tatsachen.....es wird nach selbstverantwortung geschriehen, aber kaum geht es um u12 j. kinder will niemand mehr was davon wissen. und überhaupt, wieso soll ein 11j. kind durch maske traumatisiert werden, ein 13j. kind jedoch nicht?
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  • Kommentar von Jimmy Rüedi  (JimmyRu)
    Man scheint ja schnell zu vergessen..
    Aus einer SRF Sendung:
    https://www.youtube.com/watch?v=BYpkT1dIw3c
    Aussage von Peter Jüni bei 3:52 und fortlaufend
    bei 5:12 "die blöde Maske si e Schiinlöösig"
    oder habe ich etwas verpasst und alle können nun richtig umgehen damit?
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    1. Antwort von Sinisa Markovic  (Mr. Markovic)
      Genau an das kann ich mich auch noch erinnern. Auch an den Bundesrat, der bei der ersten Welle behauptete, dass die Masken nichts nützen. Was ist jetzt die Wahrheit? Kann der Bund für alle Masken auch jeweils den Hygienenachweis erbringen? Niemand redet von Kurzarbeit bei Beamten (Lehrer, Ämter, u.s.w.), dort könnte der Bund Geld momentan viel sparen. 30% Kurzarbeit bei Beamten/Lehrern, heisst nur 6% Lohneinbusse für diese Gilde aber mindestens 200 Mio. CHF für den Staat und Spitäler in drei M
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    2. Antwort von Nico Stäger  (Nico Stäger)
      Unser Corona-Koch sagte sogar richtigerweise, dass Masken von nicht geschulten Personen sogar die Übertragung begünstigen können. Tatsächlich ist ein Grossteil der Menschen nicht in der Lage, eine Maske guter Qualität (siehe Kassensturz) zu kaufen und diese richtig zu tragen.
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