Schweiz verbietet Verkauf manipulierter VW-Fahrzeuge

Der Bund wird in der Abgas-Affäre aktiv: Als Sofortmassnahme will er den Verkauf der betroffenen VW-Konzernfahrzeuge verbieten. Zudem wird eine spezielle Arbeitsgruppe eingesetzt, wie das Bundesamt für Strassen (Astra) mitteilt.

VW-Auto hinter Zaun Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Das Astra nennt die Zahl von rund 180‘000 Fahrzeugen in der Schweiz, die potenziell betroffen sein könnten. Keystone

Der Bund greift in der Abgas-Affäre durch: Die Fahrzeuge der betroffenen VW-Marken dürfen vorübergehend nicht mehr verkauft werden. In einer Mitteilung ist vom vorsorglichen Entzug der Typengenehmigung die Rede.

Mit dieser Massnahme verhindere das Astra, dass weitere potenziell betroffene Fahrzeuge für den Schweizer Strassenverkehr zugelassen werden, schreibt das Bundesamt für Strassen. Nicht betroffen von der Verfügung sind bereits in Verkehr gesetzte Fahrzeuge. Diese Wagen dürfen also weiterhin fahren.

Das Astra geht davon aus, dass in der Schweiz rund 180‘000 Fahrzeuge potenziell betroffen sein könnten. Es sind Modelle aus dem Volkswagenkonzern der Marken Audi, Seat, Skoda und Volkswagen der Baujahre 2009 bis 2014 (ausschliesslich Ausführungen Euro5), welche mit Dieselmotoren in den Ausführungen 1,2TDI, 1,6TDI und 2.0TDI ausgerüstet sind. Eueo6-Motoren der laufenden Produktion sind nicht betroffen.

Als nächster Schritt klärt das ASTRA ab, ob und falls ja, welche dieser Fahrzeugtypen tatsächlich mit manipulierter Software ausgestattet sind.

Sendungsbeiträge zu diesem Artikel

  • Neuer VW-Chef

    Aus Tagesschau vom 25.9.2015

    Der bisherige Porsche-Chef Matthias Müller wird neuer Chef des VW-Konzerns. Unterdessen teilte Umweltminister Alexander Dobrinth mit, dass in Deutschland 2.8 Millionen Autos vom Abgas-Skandal betroffen sind.

  • VWs Imageschaden – auch einer für Wolfsburg

    Aus Tagesschau vom 25.9.2015

    Die Stadt Wolfsburg gehört zu den jüngsten Städten der Bundesrepublik und wurde eigentlich nur gebaut, um dem VW-Konzern und dessen Angestellten ein Zuhause zu geben. Entsprechend hart trifft die VW-Krise die Wolfsburger selber.