Schweizerin erliegt Schweinegrippe-Virus

Die Touristin hielt sich im Nordwesten Indiens auf. Hier grassiert das Grippevirus H1N1. Sie verstarb in einem Spital.

Inder mit weissem Mundschutz stehen im Jahr 2009 vor einem Spital Schlange für einen Untersuch auf H1N1-Viren Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Wie 2009 (Archivbild) stehen Inder auch derzeit vor Spitälern Schlange, um sich auf das H1N1-Virus testen zu lassen. Reuters

Eine 70-jährige Schweizer Touristin ist im Nordwesten Indiens an einem Grippevirus gestorben. Sie hatte sich mit dem Virus H1N1 angesteckt, das sich durch die Spanische Grippe im Jahr 1918 etabliert hat.

Die Schweizerin fühlte sich während ihrer Indien-Ferien nicht wohl und suchte das Spital von Jodhpur (Bundesstaat Rajastan) auf. Dort sei sie gestorben und positiv auf den Influenzavirus H1N1 getestet worden, sagte ein Spitalarzt. Eine Unterart dieses Virus ist die Vogelgrippe.

Das Virus H1N1 grassiert derzeit in dieser Region. Das indische Gesundheitsministerium meldete, seit Beginn des neuen Jahres seien im Land 407 Personen daran gestorben seien. Über 5000 Ansteckungen wurden bisher diagnostiziert.

Abkömmling der Spanischen Grippe

Der Influenza-A-Virus H1N1 kann laut Wikipedia Menschen, Enten und Schweine wie auch weitere Säugetiere infizieren. Der Krankheitserreger hatte sich durch die Spanische Grippe vom Jahr 1918 etabliert.

Ein zuvor unbekannter Subtyp von H1N1, das so genannte Schweinegrippevirus, breitete sich 2009 in Nordamerika aus und verursachte eine Pandemie.

Seit 1979 dominieren bei europäischen Schweinen H1N1-Viren, die direkt von Vögeln übertragen worden sind. Sie erwiesen sich als eng verwandt mit H1N1-Viren von Enten. In Europa hatten diese aus dem Vogelreich stammenden Viren die klassische Schweineinfluenza innerhalb weniger Jahre verdrängt.