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Legende: Video Auslieferung der Ruag-Minenwerfer verzögert sich abspielen. Laufzeit 02:18 Minuten.
Aus Tagesschau vom 24.04.2019.
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Schwierigkeiten bei der Ruag Schweizer Armee bekommt neue Minenwerfer ein Jahr verspätet

  • Armasuisse bestätigt, die Einführung der neuen Minenwerfer verzögere sich um rund ein Jahr.
  • Der Präsident der ständerätlichen Sicherheitskommission hat das Thema für die nächste Sitzung traktandiert und will Verteidigungsministerin Viola Amherd dazu befragen, wie er der «Tagesschau» sagte.
  • Grund für die Verzögerung sind Schwierigkeiten beim Bundesbetrieb Ruag, der den «Mörser 16» für die neuen Minenwerfer entwickelt.
Legende: Video Hammerich: «Technische Probleme hatten die Zeitverzögerung zur Folge» abspielen. Laufzeit 00:19 Minuten.
Aus News-Clip vom 24.04.2019.

Zeitungen des Tamedia-Verlags hatten heute über die Verzögerung berichtet. So musste die Ruag bereits eine Konventionalstrafe von 726’000 Franken an die Mowag bezahlen. Die Thurgauer Firma liefert die Piranha-Radpanzer, auf welche die Ruag-Cobra-Mörser montiert werden sollen.

Probleme bei der Datenübertragung ans Geschütz

Armasuisse, welche für die Armee die Beschaffung durchführt, bestätigte auf Anfrage der «Tagesschau», erste Truppenversuche mit den neuen Minenwerfern könnten erst diesen Sommer stattfinden – statt wie geplant letzten Sommer. Die Einführung des Systems bei der Truppe verzögere sich ebenfalls entsprechend. Ruag-Informationschefin Kirsten Hammerich sagt, das Unternehmen kämpfe mit technischen Problemen – «zum Beispiel bei der Datenübertragung ans Geschütz.»

Sicherheitspolitiker nicht informiert

«Ich bin überrascht und erstaunt über diese Verzögerungen», sagt FDP-Ständerat Josef Dittli, Präsident der ständerätlichen Sicherheitskommission. «Ich hätte erwartet, dass wir in solchen Fällen informiert werden.» Er habe das Thema darum sofort für die nächste Sitzung traktandieren lassen.

Legende: Video Dittli: «Die Ereignisse haben sich gehäuft» abspielen. Laufzeit 00:21 Minuten.
Aus News-Clip vom 24.04.2019.

Ungern sieht Dittli auch, dass mit der Ruag ein Bundesbetrieb involviert ist. «Ruag macht zwar grundsätzlich eine gute Arbeit, aber bei ihr haben sich jetzt grad ein paar Ereignisse gehäuft. Ruag muss sich fragen, ob sie ihre Prozesse überprüfen müsste.» Ruag kam unter anderem in die Schlagzeilen mit Misserfolgen im Cyber-Bereich.

Überhasteter Beschaffungsentscheid?

Legende: Video Glättli: «Nicht die grösste Überraschung» abspielen. Laufzeit 00:12 Minuten.
Aus News-Clip vom 24.04.2019.

Für den grünen Sicherheitspolitiker Balthaser Glättli ist die Verzögerung bei den Minenwerfern Folge eines überhasteten Beschaffungsentscheides. Nach dem Volks-Nein zum Kampfjet Gripen hätten Armee und Bürgerliche alles daran gesetzt, doch noch jährlich 5 Milliarden Franken für die Armee auszugeben. Wegen des Zeitdrucks sei die Beschaffung der Minenwerfer zu wenig sorgfältig vorbereitet worden.

Minenwerfer.
Legende: Die Einführung des «Mörser 16», oder auch «Cobra-Mörser», verzögert sich um ein Jahr. Ruag
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40 Kommentare

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  • Kommentar von martin blättler (bruggegumper)
    Auch wenn sie für andere Aufgaben gedacht sind:Ist es sinnvoll,funktionierende Festungsminenwerfer zu verschrotten,bevor die neuen Systeme funktionieren?
    Soll niemand glauben,auch Herr Glättli nicht,wir seien von Freunden umzingelt.
    Unter Freunden würde eine ,die Einzige,echte Demokratie anders behandelt.
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  • Kommentar von Bendicht Häberli (bendicht.haeberli)
    Interessant: Bin grade pensioniert worden nach 45 Jahren beim Militär. Ich staune, was Leute alles zu glauben wissen, die noch nie mit dem Militär zusammengearbeitet haben. Frau Bundesrätin Viola Amherd empfehle ich, alle Berater (inkl Herrn Claude Nicolier) zu entlassen und sich nur noch an Herrn NR Baltasar Glättli zu wenden. Der weiss alles, genial!!
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  • Kommentar von Harry Francke (Harry Francke)
    Wieso überhaupt Minenwerfer? Ich dachte diese sind verpönt bzw. geächtet. Da wären doch Minenräumer eher gefragt um die Sünden der Kriegsführung zu humanisieren.
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    1. Antwort von Thomas Leu (tleu)
      @ Harry Francke: Vermutlich waren Sie nie in der Armee. Sie verwechseln Minenwerfer mit Landminen. Die Landminen sind geächtet, weil sie auch nach Kriegsende unsichtbar im Boden bleiben und man sie nicht mehr findet, wenn man vorher keinen Plan gemacht hat.
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    2. Antwort von Alex Terrieur (Imfeld)
      Genau, Minenwerfer sind Kuscheltiere, im Gegensatz zu den nicht gePLANten bösen Landminen!
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    3. Antwort von Jonas Baumgartner (J. Baumgartner)
      Bei einem Minenwerfer werden entgegen des Namens keine Minen "geworfen" sondern Granaten abgeschossen. Das Wort Mörser ist in dieser Hinsicht wohl die bessere Wortwahl. Diese Granaten werden in hohem Bogen bis zu 8km weit (so war es zumindest beim alten System) durch die Luft geschossen und schlagen am Zielort mit Splitterwirkung auf. Sie decken ca. einen Einschlagskreis von 50m mit Splittern ab. Ziel ist es den Gegner in die Deckung zu zwingen und den Vormarsch von Bodentruppen zu unterstützen.
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