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Weniger Trinkgeld wegen kontaktlosem Bezahlen
Aus Espresso vom 15.06.2020.
abspielen. Laufzeit 03:58 Minuten.
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Servicepersonal betroffen Weniger Trinkgeld wegen kontaktlosem Bezahlen

Mit Karten und Apps kann man schnell kontaktlos bezahlen. Dabei geht offenbar häufig das Trinkgeld vergessen.

Wegen der Coronakrise wurde die Limite für kontaktloses Bezahlen mit der Karte auf 80 Franken erhöht. Man braucht nur noch die Karte an einen Terminal zu halten und schon ist die Rechnung bezahlt. Auch diverse Apps wie Apple Pay oder Twint ermöglichen es, schnell und kontaktlos zu bezahlen.

Das ist praktisch für die Kunden. In Restaurants hat dieser Trend aber Folgen für das Servicepersonal. Das kontaktlose Bezahlen geht so schnell, dass viele dabei schlicht vergessen, etwas Trinkgeld für Bedienung oder Küche draufzulegen. Teilweise fehlt auch die Möglichkeit, den Rechnungsbetrag um ein Trinkgeld zu erhöhen.

Ihre Meinung ist gefragt

Restaurantgast bezahlt
Legende:SRF

Wie handhaben Sie es mit dem Trinkgeld, wenn Sie kontaktlos bezahlen? Geben Sie seltener Trinkgeld, als wenn Sie bar bezahlen oder noch die PIN eingeben müssen? Schreiben Sie es uns in einem Kommentar, gleich unter diesem Artikel.

Gewerkschaft bestätigt Eindruck

Wer für den Bezahlvorgang noch seine PIN eingeben muss, denkt offenbar öfter dran, noch ein Trinkgeld zu geben. Eigene Beobachtungen sowie eine kleine, nicht repräsentative Umfrage von «Espresso» unter Serviceangestellten ergab: Weil mehr Kunden kontaktlos bezahlen, gibt es weniger Trinkgeld.

Wer bar bezahlt, rundet oft fast gewohnheitsmässig mindestens auf den nächsten Franken auf. Aber nach dem elektronischen Bezahlen extra noch Bargeld aus dem Portemonnaie zu klauben, ist anscheinend vielen Gästen zu mühsam.

Angela Thiele, bei der Gewerkschaft Unia zuständig für das Gastgewerbe im Kanton Graubünden, bestätigt diesen Eindruck: «Nach Rücksprache mit Mitgliedern bei uns kann ich dies bestätigen.» Das kontaktlose Zahlen mache die Zahlungsweise einfacher. «Leider leidet da aber das Trinkgeld darunter. Und das geht zulasten der Mitarbeiter im Gastgewerbe.»

Wirteverband: «Trinkgeld ist inbegriffen»

Der Wirteverband Gastro Suisse schreibt «Espresso», es lägen keine Zahlen zur Entwicklung des Trinkgelds vor. «Im Gastgewerbe ist das Trinkgeld im Preis inbegriffen; die Abgabe eines sogenannten Overtips ist eine freiwillige Angelegenheit», so Gastro Suisse weiter. Allerdings sind die Löhne im Gastgewerbe tief, so dass für das Personal das zusätzliche Trinkgeld durchaus von Bedeutung ist.

Espresso, 15.06.20, 08:13 Uhr

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61 Kommentare

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  • Kommentar von Matthias Sommer  (abcdef)
    Kenne viele Leute mit guten Löhnen, die im Gegensatz zu mir mit Karte zahlen - Honi soit qui mal y pense?
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  • Kommentar von Willi Fetzer  (wi)
    Gerade am Wochenende sind doch so viele auf die Strasse gegangen, trotz Corona-Virus und haben für mehr Solidarität protestiert! Wieso klappt das denn dann nie um solche Parteien zu unterstützen, die genau dies fordern und immer wieder Anträge im Parlament stellen? Ich begreiffe es nicht warum das nicht gemacht wird !
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  • Kommentar von Remo Kucera  (Remo Kucera)
    Weil ich ungern Klimpergeld im Portmonaie habe, runde ich gerne auf.
    Wenn ich im Restaurant sitze, dann zahle ich den Betrag und hinterlege noch Klimpergeld (bis 1.-) wenn ich da was habe und davon habe ich immer wieder mal was.

    Trinkgeld gebe ich ungern mit der Karte, finde das als Millennial unpersönlich und ein Danke sollte ja was persönliches sein.
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