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Schaffhauser Geschäfte erzielen mehr Umsatz als vor der Pandemie
Aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 01.04.2021.
abspielen. Laufzeit 02:44 Minuten.
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Shoppen in Corona-Zeiten Nach dem Shutdown: Wo die Leute shoppen – und wo nicht

Seit einem Monat haben Läden in der Schweiz wieder geöffnet. Wie lief das Geschäft seither?

Egal ob Jeans, Turnschuhe, Bücher oder Kopfhörer: Seit dem 1. März dürfen Kundinnen und Kunden in der Schweiz wieder nach Herzenslust shoppen, nachdem die Läden anderthalb Monate geschlossen waren. Die Geschäfte sind dankbar – nicht in allen Städten fällt die Bilanz aber positiv aus.

Zürich: Touristinnen und Touristen fehlen

Das Frühlingswetter lockt derzeit viele Passanten in die Zürcher Bahnhofstrasse. Ein Augenschein zeigt: Bepackt mit Einkaufstaschen flanieren sie durch die Einkaufsmeile.

Eine Frau kauft ein
Legende: Gewisse Geschäfte erzielen Umsätze wie vor der Pandemie, andere nicht. SRF / Luca Fuchs

Dennoch zieht die «City Vereinigung Zürich» einen Monat nach der Wiedereröffnung eine durchzogene Bilanz. «Bei Warenhäusern, Blumenhändlern, Möbelcenter oder Sportartikelgeschäften in der Innenstadt lief das Geschäft nicht schlecht», sagt Präsident Milan Prenosil. Ihre Umsätze seien vergleichbar mit der Zeit vor der Corona-Pandemie.

«Der Fachhandel in der städtischen Frequenzlage, an den Bahnhöfen und am Flughafen leidet aber nach wie vor». Ihnen fehlten etwa die tausenden Arbeitnehmer, die im Home-Office seien. Und die Touristinnen und Touristen.

Basel: Zwanzig Prozent weniger Kundschaft

Auch die Stadt Basel ist derzeit weniger frequentiert als vor der Corona-Krise: Unter den Wochentagen seien zwanzig Prozent weniger Kundinnen und Kunden unterwegs, heisst es beim Verein «Pro Innerstadt Basel». Am Wochenende aber herrsche fast Normalzustand, sagt Geschäftsführer Mathias Böhm. «Gerade an den ersten Samstagen war die Stadt richtig gut gefüllt». Gesamthaft würden die Geschäfte so gute Umsätze erzielen.

Shopping
Legende: Soll es eine neue Hose sein? Seit dem 1. März können Schweizerinnen und Schweizer wieder shoppen. Keystone

Was sich in Basel zeigt: Das Einkaufsverhalten der Bevölkerung ist aufgrund der Corona-Situation sehr unterschiedlich. Gewisse Kunden – gerade auch jüngere Personen – hätten ein grosses Bedürfnis, einzukaufen. «Sie haben richtig Freude am Shoppen», sagt Böhm. Andere Passantinnen und Passanten seien vorsichtig und hielten sich möglichst kurz in den Läden auf.

Luzern: Sonnenschein lockt zum «Lädele»

Gut gestartet! So fällt das Shopping-Fazit in Luzern aus. «Das Wetter hat uns in den letzten zwei Wochen zusätzlichen Schub gegeben», bilanziert Josef Williner, Präsident der «City Vereinigung Luzern».

Stadt Luzern
Legende: Das Frühlingswetter zieht die Luzernerinnen und Luzerner in die Stadt. Noch sind allerdings weniger Leute unterwegs als vor der Pandemie. SRF / Lars Gotsch

Der Ansturm bei der Wiedereröffnung fiel hingegen weniger stark aus als nach dem ersten Shutdown 2020. Die «City Vereinigung Luzern» führt dies zum einen auf die geschlossenen Restaurants zurück. «Zu einem Einkaufserlebnis in der Stadt gehört auch die Gastronomie», sagt Josef Williner.

Zudem verweist er auf die Schutzmassnahmen. Heute dürfen sich weniger Kunden gleichzeitig in den Einkaufsläden aufhalten. «Dadurch entsteht ein gewisser Stau vor den Geschäften», bilanziert Williner, «und das müssen die Kunden in Kauf nehmen». Die Schutzmassnahmen seien aber wichtig, damit die Geschäfte geöffnet bleiben dürfen.

Schaffhausen: Das Geschäft läuft besser als zuvor

Über den Detailhandel kann sich Schaffhausen nicht beklagen. Die Läden erzielten im März deutlich mehr Umsatz als vor der Pandemie. «Momentan sind wir über normalen Niveau», sagt Christian Preisig von «Pro City Schaffhausen» zufrieden.

Eine Frau in einem Geschäft
Legende: Geschäfte in Schaffhausen profitieren von den Einschränkungen in Deutschland. Keystone

Diese Entwicklung hin zu mehr Umsatz hat auch mit der Corona-Krise zu tun. Weil die Massnahmen in Deutschland strenger sind, fällt der Einkaufstourismus weg. «Wir merken, dass die Leute in der Region einkaufen», sagt Preisig. Jeans, Turnschuhe, Bücher oder Kopfhörer werden also in Schaffhausen in den Warenkorb gelegt – statt in Deutschland.

Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 01.04.2021, 17.30 Uhr;

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Daniel Grob  (DaGro)
    Das ist doch gar nicht die Frage - viel mehr völlig unverständlich und daneben ist es, dass die Restaurant-Terrassen geschlossen bleiben - währenddem Tausende irgendwohin fliegen, sich dort eine Virusvariante holen und sie nachher hier brav verteilen. DAS müsste gestoppt werden! Um einen Espresso trinken zu gehn in der Beiz, muss ich offenbar nach Mallorca fliegen - wie logisch und konsequent ist das denn!
    1. Antwort von Ursula Nyfffenegger  (Ursunyff)
      Da bin ich ganz Ihrer Meinung! Ich bin sonst für all die Massnahmen zu haben, aber das mit den Restaurants kann ich nicht nachvollziehen. Wenigstens die Terrassen. Wäre das schön, wenn man jetzt in diesen schönen Tagen irgendwo schnell ein Käfeli hätte nehmen können oder sich an einem dessert erfreuen........
      Wünsche allen trotzdem schöne Ostertage!
  • Kommentar von Sascha Ehring  (MountainmanSG)
    Also sollen wir jetzt einkaufen gehen oder zu Hause bleiben?
  • Kommentar von André Escher  (Kritikus)
    Das deutsche Wort für „shoppen“ heisst übrigens „(ein)kaufen“. Schoppen gibt man den bébé.
    1. Antwort von Peter Sprecher  (b8ilys)
      Daumen hoch;)
    2. Antwort von Esther Jordi  (ejejej)
      Kleiner Sprachexkurs:
      "Shoppen" ist halt Neudeutsch. :-) Schoppen siehe hier:
      https://de.wiktionary.org/wiki/Schoppen
      Und wenn man "bébé" vom Französischen ins Deutsche übersetzen lässt, wird daraus ein Baby. Auch Neudeutsch. Säugling wird unterschlagen.