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WEF-Präsident Klaus Schwab winkt ab – Nidwalden und Luzern sind enttäuscht
Aus Regionaljournal Zentralschweiz vom 07.12.2020.
abspielen. Laufzeit 03:48 Minuten.
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Singapur statt Bürgenstock Absage an die Schweiz: Das WEF geht für ein Jahr nach Singapur

  • Das WEF wird im nächsten Mai in Singapur stattfinden, teilt das Weltwirtschaftsforum mit.
  • Ursprünglich haben die Verantwortlichen geplant, einen kleineren Anlass auf dem Bürgenstock und in Luzern durchzuführen.
  • Die Corona-Situation in Europa sei jedoch zu heikel. Die Gesundheit der Teilnehmenden habe höchste Priorität, heisst es in der Mitteilung.

Die Anzeichen hatten sich in den letzten Tagen verdichtet, nun ist es offiziell: Das WEF 2021 findet nicht in Davos, aber auch nicht in der Zentralschweiz statt. Der Anlass zügelt 2021 vorübergehend nach Singapur.

Der «beste Ort» für das WEF 2021

«In Anbetracht der aktuellen Situation mit den Covid-19-Fällen ist entschieden worden, dass Singapur der beste Ort ist, um das Meeting durchzuführen», schreibt das WEF in einer Mitteilung.

Es sei sehr wichtig, das Forum durchzuführen, gerade nach dem Corona-Jahr 2020, wird WEF-Präsident Klaus Schwab zitiert: «Die öffentlich-private Zusammenarbeit ist notwendiger denn je, um wieder Vertrauen aufzubauen.»

Bedauern in Nidwalden und Luzern

Nur passiert das nun nicht auf dem Bürgenstock (NW) und in der Stadt Luzern. Er sei über diesen Entscheid «sehr enttäuscht», sagt Othmar Filliger, Volkswirtschaftsdirektor des Kantons Nidwalden – auch wenn es sich in den letzten Tagen abgezeichnet habe.

Die Kantone Nidwalden und Luzern hatten in den vergangenen Wochen bereits mit den Vorbereitungen für den Anlass angefangen. «Die Arbeit war trotzdem nicht für die Katze», betont Filliger, «diese Planungen können wir auch für die Zukunft brauchen.» Denn es habe sich gezeigt, dass Nidwalden und Luzern Anlässe in dieser Grössenordnung stemmen könnten.

Die Arbeit war trotzdem nicht für die Katze.
Autor: Othmar FilligerVolkswirtschaftsdirektor Nidwalden

Auch im Luzerner Regierungsgebäude bedauert man die Absage. «Das WEF ist eine weltweit beachtete Bühne, wo Problemstellungen in Lösungsansätze überführt werden wollen. Die Standorte Bürgenstock-Luzern hätten dafür einen äusserst passenden und sicheren Rahmen setzen können», sagt Regierungspräsident Reto Wyss.

Das WEF hätte Aufbruchstimmung signalisiert.
Autor: Marcel PerrenDirektor Luzern Tourismus

Speziell ärgerlich ist die Absage für den Tourismus. «Es wären rund 5000 Personen in die Region gekommen», sagt der Luzerner Tourismusdirektor Marcel Perren. Das hätte nicht nur Geld gebracht, sondern «es hätte auch Aufbruchstimmung signalisiert.» Das wäre gerade für die von Corona gebeutelte Hotellerie wichtig gewesen, findet Perren: «Nun müssen wir sonst schauen, wie wir neue Projekte in unsere Region bringen können.»

Regionaljournal Zentralschweiz, 07.12.2020, 17:30 Uhr;

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45 Kommentare

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  • Kommentar von Kari Raeschter  (K. Raeschter)
    Somit ist das WEF endgültig weg aus der Schweiz. Denn dieser Klaus Schwab wird künftig immer Gründe finden, nicht mehr in die Schweiz zurückkommen zu müssen. Wir in der Schweiz sparen damit viel Geld. Die europäischen Grünen werden dafür Mühe haben, mit dem Zug nach Singapur zu reisen, um dort zu demonstrieren oder mitzureden.
    1. Antwort von Monika Mitulla  (momi)
      Die "Grünen" sind heute nicht mehr vorne dabei bei den WEF-Gegnern, sondern gehören zu den Mächtigen, s. "Green-Deal". WEF-Gegner protestieren meistens aus sozialökonomischen und freiheitsrechtlichen Gründen. Das sind klassisch linke Parteien - und vor allem deren Jungmitglieder.
  • Kommentar von Alex Schneider  (Alex Schneider)
    WEF? Produziert viel heisse Luft und ist teuer für die Steuerzahlenden in der Schweiz!
  • Kommentar von Kobi Fischer  (Kobeli)
    Gut so, WEF abschaffen und Deville auch gerade.