Zum Inhalt springen

Header

Video
Viola Amherd telefoniert nicht verschlüsselt
Aus Tagesschau vom 18.01.2020.
abspielen
Inhalt

Smartphone der Bundesrätin VBS: Darum kam Amherds «Krypto-Handy» noch nie zum Einsatz

Die VBS-Chefin telefoniert unverschlüsselt – gegen die Richtlinien verstosse sie damit nicht, so ihr Kommunikationschef.

«Ich telefoniere eigentlich fast nur mit dem iPhone» – das sagte Verteidigungsministerin Viola Amherd in einem lockeren Gespräch mit Schülern in der Sendung «10vor10» und sorgte damit für Verwunderung bei einem Experten für Informationssicherheit.

Renato Kalbermatten, Informationschef des Verteidigungsdepartementes, nimmt nun gegenüber der «Tagesschau» Stellung zu Amherds Aussagen, wonach sie ihr verschlüsseltes «Krypto-Handy» noch nie gebraucht habe und meistens mit dem iPhone telefoniere.

Geheime Diskussionen werden nicht am Telefon, sondern in bilateralen Gesprächen und Sitzungen geführt.
Autor: Renato KalbermattenKommunikationschef VBS

«Für die Nutzung der Telefone gibt es klare Richtlinien», sagt Kalbermatten. Auf dem iPhone sei die Verschlüsselungs-App «Threema» installiert. Damit könnten Telefongespräche bis zur Stufe «vertraulich» geführt werden. Daneben stehe das von Bundesrätin Amherd erwähnte verschlüsselte Telefon zur Verfügung.

Video
VBS-Sprecher Kalbermatten: «Es gibt klare Richtlinien für die Nutzung der Telefone»
Aus News-Clip vom 18.01.2020.
abspielen

Es sei allerdings eine Tatsache, so Kalbermatten, dass jedes technische Gerät gehackt werden könne. «Aus diesem Grund werden geheime Diskussionen nicht am Telefon, sondern in bilateralen Gesprächen und Sitzungen geführt. Die Handys bleiben dabei ausserhalb des Raumes in Kisten mit Störsendern, damit das Abhören via diese Geräte unmöglich ist», betont der VBS-Kommunikationschef. Auch bei den wöchentlichen Bundesratssitzungen würden die Handys auf diese Weise weggesperrt.

Spezialfall: Geheime Informationen

Bundesrätin Amherd hatte in der Sendung «10vor10» gesagt, das «Krypto-Handy» sei für Spezialfälle gedacht. VBS-Kommunikationschef Kalbermatten erklärt: «Ein solcher Spezialfall können geheime Informationen sein, die von der Armee oder vom Nachrichtendienst kommen. Oder eben geheime Informationen, die unter den Bundesräten ausgetauscht werden.»

Im ersten Amtsjahr von Bundesrätin Amherd hätten solche Informationen immer in direkten Gesprächssitzungen überbracht werden können. Deshalb sei das «Krypto»-Handy noch nie zum Einsatz gekommen.

Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

21 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

Mehr aus SchweizLandingpage öffnen

Nach links scrollen Nach rechts scrollen