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Staatsratswahlen Waadt SP-Kandidatin Rebecca Ruiz wird neue Staatsrätin

  • Die SP-Kandidatin Rebecca Ruiz schafft den Einzug in die Waadtländer Regierung in stiller Wahl.
  • Am Mittag ist die Frist für die Listeneinreichung abgelaufen.
  • Die anderen Kandidaten, darunter Pascal Dessauges von der SVP, haben auf einen zweiten Wahlgang verzichtet.
Legende: Video Aus dem Archiv: SP-Kandidatin schneidet am besten ab abspielen. Laufzeit 01:32 Minuten.
Aus Tagesschau vom 17.03.2019.

Dessauges wurde am Sonntag Zweiter, deutlich hinter Ruiz. «Mit fast 13'000 Stimmen Rückstand sind unsere Chancen auf einen Erfolg fast Null», erklärte der 54-Jährige vor den Medien. «Ich werfe nicht einfach das Handtuch, aber ich muss konsequent und pragmatisch sein. Ich übernehme meine Verantwortung und habe beschlossen, auf die Ausgabe von mehr als einer halben Million Franken zu verzichten», sagte der 54-Jährige.

Schwache Konkurrenz

Ruiz hatte am Sonntag 46.6 Prozent der Stimmen erreicht. Die 37-jährige SP-Nationalrätin konnte dabei auf die Unterstützung der Grünen zählen.

SVP-Konkurrent Dessauges erzielte mit 37,6 Prozent deutlich weniger Stimmen als erwartet. Insbesondere die angestrebte Mobilisierung der FDP-Wählerschaft misslang, obwohl die Parteileitung der Freisinnigen zur Unterstützung des bürgerlichen Kandidaten aufgerufen hatte.

CVP-Kandidat Axel Marion, der als Drittplatzierter 6 Prozent der Stimmen erhalten hatte, kündigte bereits am Sonntag an, dass er nicht an der Stichwahl teilnehmen werde.

Jean-Michel Dolivo von der Linksaussenpartei Ensemble à Gauche (4,1 Prozent) und Anaïs Timofte von der Linksaussenpartei POP (3,3 Prozent) scheiterten an der 5-Prozent-Hürde für den zweiten Wahlgang.

Höchster Frauenanteil

Der Kanton Waadt steht mit der Wahl von Ruiz vor einem historischen Moment: Wenn die SP-Frau Anfang Mai in den Staatsrat einzieht, wird der Frauenanteil in der Regierung 71,4 Prozent betragen. Das ist soviel wie bisher noch in keiner Schweizer Kantonsregierung.

Mit vier von sieben Regierungsratssitzen liegt der Frauenanteil in der Waadt schon heute bei vergleichsweise hohen 57,1 Prozent. Spitzenreiter war bisher der Kanton Thurgau mit 60 Prozent Frauen. Derzeit liegt der Kanton Zürich gemäss Angaben des Bundesamts für Statistik mit einem Frauenanteil von 42,9 zusammen mit dem Kanton Bern auf Rang drei.

Der gesamtschweizerische Frauenanteil in den Kantonsregierungen beträgt 24 Prozent. Den Schnitt nach unten drücken Kantonsregierungen, die ganz ohne Frauen auskommen: Luzern, Appenzell Ausserrhoden und Graubünden.

Linksgrüne Mehrheit

In der Waadtländer Regierung herrscht seit 2011 eine linksgrüne Mehrheit. SP und FDP stellen je drei Sitze, die Grünen haben ein Mandat. SVP und FDP unternahmen bei diesen Wahlen den mittlerweile dritten Versuch, die Mehrheit ins bürgerliche Lager zurückzuholen.

Rebecca Ruiz wird die laufende Frühlingsession noch beenden. Ihr Nachfolger im Nationalrat wird der Waadtländer SP-Grossrat Nicolas Rochat.

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15 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Bolliger  (jolanda)
    In Regionen, in denen beim grossen Teil der Bevölkerung der Slogan gilt: "Der Staat muss - der Staat soll", ist die Wahl einer SP-Frau eine ganz logische (natürliche) Folge (Realität)! Jetzt sind die guten (solventen) Steuerzahler(innen) besonders gefragt und verpflichtet!
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  • Kommentar von Max Wyss  (Pdfguru)
    Es spricht für Herrn Dessauges, das Geld für einen höchstwahrscheinlich erfolglosen zweiten Wahlgang (mit Wahlkampf etc.) für sich und für den Kanton zu sparen. Aus Sicht der Partei kann das Geld nun zielführender eingesetzt werden. Und für Kanton und Gemeinden ist nicht ausgegebenes Geld nicht unerwünscht…
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  • Kommentar von Rolf Bolliger  (jolanda)
    "De Gschieter get no", sagte mein Vater öfters, wenn wir unter den Geschwistern Unstimmigkeiten hatten. So verhielten sich im Kanton Waadt auch die im ersten Wahlgang mit aussichtslos weniger Stimmen erhaltenen Kandidaten. Gratulation an die nun in "stiller Wahl" gewordene Regierungsrätin Ruiz! Die "fehlende" Unterstützung aus den bürgerlichen Parteien für Dessauges soll einen deutlichen Wink sein, was bei den eidg. Wahlen im Herbst in anderen Kantonen an der Urne zu tun ist!
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    1. Antwort von jean-claude albert heusser  (jeani)
      Genau sie sagen es weder SVP noch SP ist zu wählen!
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    2. Antwort von Steff Stemmer  (Steff)
      Ja Herr Bolliger, die SVP ist wahnsinnig gescheit(ert) unterwegs in der Westschweiz...
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    3. Antwort von Dani Lindenmann  (Dani Lindenmann)
      @Jolanda:
      Das Problem ist wenn man(n) jedem Esel nachgeben würde hätten wir wohl heute noch kein Frauenstimmrecht etc. in der Schweiz.
      Aber ich bin mit Ihnen einig was die Wahlen im Herbst angeht:
      je weniger rechtspopulistische Esel desto besser, dann bleibt auch wenig stehen ;-)
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