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Statistik des Bundes Frauen verdienen drastisch weniger als Männer

  • Eine vom Bundesamt für Statistik (BFS) veröffentlichte Statistik zeigt, dass Führungskräfte und Menschen mit einem Hochschulabschluss klar am meisten verdienen.
  • Dabei ist es lukrativer in einem Angestelltenverhältnis zu sein als selbstständig.
  • Der Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen bleibt drastisch.
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Aus dem Archiv: Die Lohnungleichheit zwischen Männern und Frauen
Aus SRF News vom 25.06.2019.
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Der Medianlohn von angestellten Führungskräfte liegt bei 106'000 Franken pro Jahr, unabhängig vom Beschäftigungsgrad, wie aus der Statistik zu den Erwerbseinkommen des BFS, Link öffnet in einem neuen Fenster hervorgeht. Am wenigsten im Geldbeutel hatten hingegen angestellte Hilfsarbeitskräfte mit 32'700 Franken.

Gleiche Position – weniger Lohn

Dabei verdienten Männer insgesamt deutlich mehr als Frauen. So erhielten angestellte männliche Führungskräfte mit einem Pensum von über 90 Prozent 125'900 Franken, weibliche Führungskräfte mit demselben Pensum hingegen lediglich 96'000 Franken.

Immer mehr Väter passen ihr Arbeitspensum an

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Zwar senken noch immer nur wenige Väter ihr Arbeitspensum zugunsten der Kinderbetreuung, doch es werden immer mehr. Mittlerweile arbeiten laut Bundesamt für Statistik 14 Prozent der Väter von Vorschulkindern Teilzeit. Vor acht Jahren waren es erst 9 Prozent der Männer in derselben Situation.

In Paarhaushalten mit Kindern unter 18 Jahren beträgt die Erwerbsquote der Väter 98 Prozent unabhängig vom Alter der Kinder. Die Erwerbsquote der Mütter sinkt dagegen, je jünger die Kinder sind. Allein lebende Mütter müssen allerdings signifikant mehr Erwerbsarbeit leisten als Mütter in Paarhaushalten.

Mütter mit Partner passen ihr Erwerbsarbeitspensum dem Alter der Kinder an: Bei Kindern von 0 bis 3 Jahren beträgt ihre Erwerbsquote 76 Prozent, bei Kindern von 4 bis 12 Jahren 82 Prozent und bei Teenagern zwischen 13 und 17 Jahren 85 Prozent. Allein lebende Mütter von unter 3-Jährigen haben zwar dieselbe tiefe Erwerbsquote wie ihre verpartnerten Kolleginnen, sind die Kinder aber älter, steigen die Pensen der allein erziehenden Mütter auf rund 90 Prozent.

Dieses Bild zeigt sich über alle Hierarchiestufen und Berufsgruppen hinweg: Männer in einer Vollzeitbeschäftigung verdienten durchschnittlich 85'200 Franken, Frauen 71'500. In der Selbständigkeit ist der Lohn-Unterschied zwischen den Geschlechtern im Mittel sogar noch prekärer.

Frauen in der Teilzeitarbeit vorn

Es gibt wenige Ausnahmen: Wird lediglich die Teilzeitarbeit betrachtet, sind Frauen im vergangenen Jahr als angestellte Bürokraft, Verkäuferin, Maschinenbedienerin oder Hilfsarbeiterin auf ein höheres Medianeinkommen gekommen. Die Unterschiede sind aber vergleichsweise gering: Zum Beispiel verdiente eine in Teilzeit angestellte Bürokraft oder kaufmännische Angestellte im Mittel 40'300 Franken, während das männliche Pendant auf 38'800 Franken kam.

Das jährliche Einkommen ermittelt das BFS auf der Basis des von der befragten Person angegebenen Betrags. Der Stundenlohn wird auf einen Jahresbetrag umgerechnet. Berücksichtigt werden sowohl Schweizer als auch Ausländer, deren Wohnsitz ganzjährig in der Schweiz ist.

Der Medianlohn

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Der Medianlohn ist der mittlere Lohn in einer untersuchten Gruppe. Das heisst: Die Hälfte der Personen verdient mehr, die andere Hälfte weniger als den genannten Betrag. Im Gegensatz dazu berechnet sich der Durchschnittslohn aus der Gesamtlohnsumme (auf 100 Prozent-Pensen hochgerechnet) geteilt durch die Anzahl Köpfe.

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47 Kommentare

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  • Kommentar von Andreas Wiedler  (infonews)
    Wird hier wirklich Apfel mit Apfel verglichen oder auch Apfel mit Birne? Sind sämtliche Details in den Vergleichen (Männer / Frauen) identisch? Nur wenn dies mit JA beantwortet werden kann und nur dann, kann man schlicht und einfach sagen: "Männer, hört auf mit dem Blödsinn".
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  • Kommentar von Erich Singer  (liliput)
    Dieses Thema hatten wir doch zur Genüge beim Frauenstreik. Langsam wird`s etwas mühsam. AAAHH es ist ja bald saure Gurken Zeit Da muss dieses Thema warm gehalten werden!
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  • Kommentar von Rolf Meier  (r0lf)
    Es ist doch wirklich absolut niemand hier gegen Gleichberechtigung/Chancengleichheit. Es ist eine Frage der Auslegung. Statt eine sehr stark verallgemeinerte Statistik zu verwenden, fände ich es viel besser, zufällig 1000 Männer und 1000 Frauen zu ihrem Lohn und ihren Prioritäten zu befragen und sich dann ein Bild zu machen. Dann kann man u.U. bis zum Individuum abklären, warum etwaige Lohnunterschiede bestehen und sieht vielleicht auch, dass die Prioritäten bei Mann/Frau unterschiedlich sind.
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