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Weniger Straftaten in der Schweiz
Aus Tagesschau vom 24.03.2014.
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Schweiz Straftaten in der Schweiz nehmen ab

Im letzten Jahr wurden in der Schweiz 725‘687 Straftaten verzeichnet. Was nach viel klingt, ist weniger als noch ein Jahr zuvor. So haben etwa Diebstähle erstmals seit drei Jahren abgenommen.

Die vom Bundesamt für Statistik (BFS) jährlich vorgelegte polizeiliche Kriminalstatistik zeigt: 2013 wurden mit 725‘687 Fällen rund 3 Prozent weniger Straftaten registriert als noch ein Jahr zuvor. Das Niveau ist ist aber immer noch gut 10 Prozent höher als 2010.

Bei der eindeutigen Mehrheit der Straftaten im letzten Jahr (79 Prozent) wurde gegen das Strafgesetzbuch verstossen, gefolgt von Verstössen gegen das Betäubungsmittelgesetz (13 Prozent), das Ausländergesetz (6 Prozent) und weitere Gesetze.

Mehr Erpressung, weniger Diebstähle

Obschon die Zahl der Verstösse gegen das Strafgesetzbuch im Vergleich hoch ist, wurde in diesem Bereich ein Rückgang der Fälle um 6 Prozent verzeichnet. Rund drei Viertel der Verstösse gegen das Strafgesetzbuch waren Vermögensdelikte wie Diebstahl, Einbruchdiebstahl und Raub. Die Zahl der Diebstähle nahm jedoch merklich ab (-8 Prozent). Mehr Anzeigen registrierte die Polizei in diesem Bereich lediglich wegen Betrugs und Erpressung.

Im kantonalen Vergleich zeigt sich, dass insbesondere Kantone mit grossen Städten vermehrt Delikte gegen das Strafgesetz registriert haben: Es sind dies vor allem die Kantone Waadt, Genf, Bern, Zürich und Basel-Stadt. Die Delikte konzentrieren sich denn auch zumeist auf die Ballungszentren.

Weniger Gewaltstraftaten

Auch die Zahl der Gewaltstraftaten nahm im Jahr 2013 im Vorjahresvergleich ab (-2 Prozent auf 45'584). Am stärksten war der Rückgang bei Raub (-11 Prozent) und Beteiligung an Angriffen (-20 Prozent). Begangene und versuchte Tötungsdelikte gab es total 210. Dies ist ein minimaler Rückgang im Vorjahresvergleich.

Einen Anstieg gab es bei den Sexualdelikten – insbesondere bei Pornographie (+68 Prozent) oder sexuellen Handlungen mit Kindern (+11 Prozent).

Mehr Drogendelikte begangen

13 Prozent der von der Polizei bearbeiteten Straftaten waren Verstösse gegen das Betäubungsmittelgesetz. Hier registrierten die Behörden einen Anstieg um 5 Prozent auf 97'289 Fälle. Bei knapp der Hälfte davon ging es um den Betäubungsmittelkonsum, gefolgt vom Betäubungsmittelbesitz. Am häufigsten wurden Cannabisprodukte konsumiert mit einem Anteil von mehr als zwei Dritteln.

Bei 6 Prozent der Delikte wurde gegen das Ausländergesetz verstossen. Hier gab es einen Anstieg um 14 Prozent, was gemäss BFS auf die zunehmende illegale Einreise und den unrechtmässigen Aufenthalt in der Schweiz zurückzuführen ist.

Weniger Minderjährige angezeigt

Einer Straftat beschuldigt wurden 81'236 Personen – darunter 16'160 junge Erwachsene (18- bis 25-Jährige) und 9106 Minderjährige. Der rückläufige Trend bei den minderjährigen Beschuldigten setzte sich fort (-6,7 Prozent). Aber auch bei den jungen Erwachsenen gab es einen Rückgang im Vorjahresvergleich (-6,8 Prozent). Hingegen wurden mehr Erwachsene mutmasslich kriminell als 2012 (+2,6 Prozent).

Hoher Anteil von Kriminaltouristen

Drei Viertel der Menschen, die mutmasslich gegen das Strafgesetz verstiessen, haben in der Schweiz einen Wohnsitz. Gut 60 Prozent davon waren Schweizerinnen und Schweizer (-1,8 Prozent). Knapp 40 Prozent waren Ausländer (+1,4 Prozent). 5,6 Prozent der StGB-Straftaten wurden mutmasslich von Asylbewerbern begangen (-knapp 23 Prozent), ein Fünftel der Angezeigten waren Ausländer ohne Wohnsitz in der Schweiz (+8,7 Prozent).

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13 Kommentare

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  • Kommentar von W. Pip , ZH
    Natürlich werden die Straftaten prozentual weniger, wenn jährlich die Bevölkerung wächst! Ohne dass sich die Straftaten in absoluten Zahlen verändern. Das ist ein manipulativer Artikel und ist Propaganda wie in der früheren Sowjetunion!
  • Kommentar von Maria Keller , Dättikon
    Trotz allen Leuten die anscheinend nicht verstehen, wie Statistik funktioniert: Hurra, die Welt wird schöner!
  • Kommentar von B. Kerzenmacher , Frauenfeld
    "Die Jugendkriminalität nimmt laut der jüngsten Kriminalstatistik ab" Durchaus möglich! Ob das allerdings die Opfer von Straftaten auch so sehen, sei dahingestellt. Insbesondere wenn den Opfern von Gewaltstraftätern noch mitten ins Gesicht gespuckt wird wie im Fall "Carlos".