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Strengere Regeln Corona-Task-Force empfiehlt dringliche Massnahmen

  • Die Task Force des Bundes im Kampf gegen das Coronavirus sieht flächendeckende Massnahmen zur Reduktion von Kontakten als notwendig an.
  • Auch ein umgehender Ausbau der kantonalen Test- und Tracing-Kapazitäten sei nötig.
  • Zudem müssten Isolations- und Quarantäne-Regelungen konsequent umgesetzt werden.
  • Besonders wichtig seien auch Anstrengungen zur Identifizierung von Clustern und Infektionsquellen.
  • Grund ist die auch in der Schweiz neu erkannte, wahrscheinlich ansteckendere Coronavirus-Variante VOC-202012/01.
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Archiv: Martin Ackermann: «Ähnliche Massnahmen wie beim Lockdown»
Aus News-Clip vom 15.12.2020.
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Laut dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) ist die neue Coronavirus-Variante VOC-202012/01 bereits in zwei Proben aus der Schweiz nachgewiesen worden. Derzeit werde analysiert, ob und wie weit dieses Virus in der Schweiz schon verbreitet sei, schreibt die Task Force des Bundes gegen das Coronavirus in einer Stellungnahme.

Nachforschungen verschiedener Gesundheitsbehörden wiesen darauf hin, dass sich VOC-202012/01 schnell ausbreite und wahrscheinlich ansteckender sei als andere Varianten von Sars-Cov-2. Es gebe derzeit keine Hinweise darauf, dass die neue Virusvariante schwerere Erkrankungen hervorrufe. Die bestehenden Impfstoffe würden auch bei der neuen Virusvariante wirken.

Neues Risiken durch neue Virusvariante

Die neue Virusvariante stelle für die Schweiz daher ein weiteres Risiko dar, weil seine Ausbreitung es schwieriger machen würde, die Epidemie in der Schweiz zu kontrollieren.

Die Task-Force hatte bereits Mitte Dezember kommuniziert, dass strenge, flächendeckende Massnahmen angezeigt wären. Die neue Virusvariante erhöhe diese Dringlichkeit zusätzlich, betonen die Wissenschaftler.

Um eine Ausbreitung der neuen Virus-Variante in der Schweiz zu verlangsamen, sind aus der Sicht der Task-Force flächendeckende Massnahmen zur Kontaktreduktion notwendig.

Zudem sollten die kantonalen Test- und Tracing-Kapazitäten ausgebaut werden. Isolations- und Quarantäne-Regelungen müssten konsequent umgesetzt werden. Wichtig seien auch Anstrengungen zur Identifizierung von Clustern und Infektionsquellen.

Bisherige Massnahmen wirken weiterhin

Alle bekannten Massnahmen würden auch gegen die neue Virusvariante wirken, schreibt die Task-Force in ihrem Communiqué. Die Schweiz befinde sich seit Wochen in einer epidemiologischen Risikosituation mit sehr hohen Zahlen an Infektionen und Todesfällen, einer steten Zunahme in mehreren Regionen und einem Gesundheitssystem, das unter ausserordentlich grosser Belastung stehe.

Die kommenden Tage und Wochen hätten zusätzliche Risikofaktoren mit den Festtagen und dem Wintertourismus mit einer Zunahme an Kontakten und der Mobilität sowie mögliche weitere Temperaturrückgänge.

Video
Tanja Stadler im Interview über die Corona-Mutation
Aus News-Clip vom 22.12.2020.
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SRF 4 News, 25.12.2020, 16:00 Uhr;

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292 Kommentare

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  • Kommentar von Jan Rimmo  (GianR)
    Die Eindämmung der Virus-Verbreitung ist das Wichtigste! Die beste und schlagkräftigste Feuerwehr ist nutzlos, wenn nicht alle besorgt sind, ihr Haus vor Feuer zu bewahren oder sogar selber ihre Wohnung anzünden ("Herdenimmunität")! Hier noch die Übersetzung für alle: Wenn zuviele an Covid erkranken, nutzt die beste Spitalinfrastruktur und das beste und zahlreichste Spitalpersonal nichts!
    Es ist ganz einfach zu begreifen...
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    1. Antwort von Ursula Rheinganz  (UrsulaR)
      Stimmt, und das eigentliche Ziel aller Massnahmen muss sein, die infektionen gegen O/100000 zu bringen.
      Das MUSS das Ziel sein. Dass es unwahrscheinlich ist, das Ziel zu erreichen, ist nicht von Interesse.
      Die Zieldefinition definiert die erforderlchen Massnahmen und die notwendigen Unterstützungsleistungen der Gemeinschaft.
      Wir sind uns hoffentlich im Klaren darüber, dass wir auch mit den Impfungen noch mindestens 12 Monate von der "Herdenimmunität" entfernt sind.
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  • Kommentar von Günter Rieker  (guedi)
    Lt. SRF gibt es in CH 140'000 Kinder die in Armut aufwachsen, das heisst mindestens 300'000 Menschen die in Armut leben. Und wir verschleudern Milliarden mit Covid-Massnahmen, zum Schaden der Wirtschaft und der Einkommensgrundlage dieser Menschen. Alternativ könnte man alle Restriktionen sofort abschaffen, aber die Risikogruppen gemäss ihren (nicht denjenigen des BAG) Anforderungen unterstützen. Also den Rest der Schweiz aus der aufgezwungenen Geiselhaft entlassen.
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    1. Antwort von Patrick Dörrer  (P.D)
      Genau!!! Nur wer er-hört auf die noch klar-denkende Minderheit? Sicher nicht die Pharma und andere Profiteure oder BR und BAG usw.
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    2. Antwort von David Naegeli  (Dedun23)
      Sind sie betroffen von dieser ach so schlimmen Geiselhaft? Müssen sie eine Maske tragen und sie dütfen aich nicht mehr treffen?

      Arbeiten sie im Gastrobereich? Oder im Gesundheitswesen?

      Mussten sie über Weihnachten arbeiten?

      Haben wir nicht alle das gleiche Ziel und zwar die Ansteckungen so klein wie möglich zu halten, das es uns allen wieder besser geht.

      Und das Ziel erreichen wir nun mal mit strengen Massnahmen und Kredithilfen und Erwerbsersatz!
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  • Kommentar von Marc Schlatter  (Marc Rafael)
    Warum wird so viel Gewicht auf Eindämmung gelegt? Sicher aus der nicht unberechtigten Hoffnung in die Impfung. Die WHO hat kürzlich eigens ihren FAQ-Eintrag ,What is herd immunity?' angepasst:

    "‘Herd immunity’, also known as ‘population immunity’, is a concept used for vaccination, in which a population can be protected from a certain virus if a threshold of vaccination is reached.

    Herd immunity is achieved by protecting people from a virus, not by exposing them to it.

    15.10.2020"
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    1. Antwort von Marc Schlatter  (Marc Rafael)
      Ursprünglich hat der Text gelautet:

      "Herd immunity is the indirect protection from an infectious disease that happens when a population is immune either through vaccination or immunity developed through previous infection. [...] The threshold for establishing herd immunity for COVID-19 is not yet clear."

      Soll diese sonderbare Anpassung nur die Empfehlung unterstreichen, sich auch nach überstandener Infektion impfen zu lassen? Will man strategischen Alternativen begegnen? WHO knows!
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