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Studenten leiden zunehmend unter Stress
Aus Tagesschau vom 15.12.2019.
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Stress im Studium Universitäten wollen gestressten Studierenden helfen

Stress, mentale Erschöpfung, persönliche Probleme – die Zahl der Studierenden, die psychologische Hilfe in Anspruch nehmen, steigt in der ganzen Schweiz. Universitäten, wie etwa diejenige in Lausanne, mobilisieren sich, um den Studenten zu helfen.

Prüfungsangst, finanzielle oder persönliche Schwierigkeiten – im letzten Jahr litten an der Uni Lausanne mehr als die Hälfte der Studenten unter akademischem Stress und zu hohem Arbeitsaufwand. 44 Prozent fühlten sich ängstlich und demotiviert. Die Uni Lausanne führt schon länger Umfragen bei den Studenten durch mit dem Ziel, besser zu kommunizieren und zu reagieren.

«Während der gesamten Untersuchung haben wir Psychologen auf Abruf. Wenn jemand schon während der Umfrage Hilfe braucht, können wir sofort jemanden aufbieten. Jährlich haben wir zwischen 15 und 30 solcher Fälle», sagt Aitor Gosende, Mediensprecher Beratungs- und Karrieredienste, Universität Lausanne.

Es geht oft um die Selbstverantwortung

Die Zahl der Studierenden, die psychologische Hilfe brauchen, steigt. 20 Prozent mehr Fälle von 2017 auf 2018 verzeichneten etwa die Universität Zürich und die ETH Zürich. Auch in Basel, Genf und Freiburg war ein Aufwärtstrend zu beobachten.

Rita Raemy, Psychologin Studierendenberatung der Universität Freiburg, sieht die Lösung in jedem selbst: «Es geht oft um die Selbstverantwortung. Und oft auch um ein Überdenken der eigenen Arbeitsweise, da der Stress häufig von einem selbst ausgeht und nicht von den Dozierenden.»

Die Anforderungen an sich selbst seien oftmals grösser als die Arbeitsbelastung an sich. Psychische Erschöpfung – eine ständige Herausforderung für die Universitäten.

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16 Kommentare

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  • Kommentar von Josephk Ernstk  (Joseph ernst)
    Gestresste Studenten. Vielleicht hat das auch damit zu tun, dass heute jede und jeder studieren muss. Ob nun bei allen die Fähigkeiten vorhanden sind ist zweifelhaft. Wir haben einen grossen Mangel an Arbeitskräften im handwerklichen Bereich. Ein Handwerk zu erlernen ist jedoch für viele zu wenig achtbar !
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  • Kommentar von C.M. Klein  (C.M.Klein)
    Das Problem ist teils vom System verursacht. 30 Ects in je 3 Monaten Studiendauet heisst übersetzt 900 Stunden. Häufig sind dann die Prüfungen gleich Ende Semester angesetzt. Wer rechnen kann wird schnell feststellen,das 70-80 Wochenstunden daraus resultieren. Merkwürdig, dass es bei dieser minimalsten Arbeitsbelastung Studierende gibt,die sich gestresst fühlen.
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    1. Antwort von antigone kunz  (antigonekunz)
      Die Kunst ist es ja Studis möglichst mit Nebensächlichkeiten wie eben befliessen Punkte zu sammeln bei der Stange zu halten, so dass sie weder Zeit noch Energie aufbringen können zu hinterfragen, wie bescheurt das Studium geworden ist? Auch sich zu fragen, warum und für wen sie studieren? Wem da zugedient wird? Was denn das Ziel ist? Zeit dieses System zu hinterfragen und wenn nötig zu widersetzen, liebe Studis. Ein Studium sollte bereichern und Horizonte öffnen.
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    2. Antwort von R. Berger  (RB.)
      @kunz: klar kann man das alles hinterfragen. Nützt nur halt nichts, wenn man den Abschluss aufgrund fehlender ETCS-Punkte dann nicht bekommt.
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    3. Antwort von antigone kunz  (antigonekunz)
      Wer nicht will hat viele gute Gründe, warum es nicht geht, Frau Berger. Ein Studienabschluss, um dann auf dem Arbeitsmarkt, dieser grossen Fiktion, bis in das stolze Jugendalter von 40 einen Praktikumsjob, jählirch erneuerbar, zu ergattern? Dafür zu studieren ist Zeitverschwendung. Es gab mal eine Zeit, da wurde Bildung hinterfragt, da wurden neue Modelle ausprobiert .... Ich bin eh dafür, dass sich eine starke Form der Éducation populaire zum Tragen kommt ...
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  • Kommentar von antigone kunz  (antigonekunz)
    1) Keine Handys und Laptops in den Vorlesungen. Wer das nicht kann oder will soll zuhause den Podcast runterladen.
    2) Keine Punktesammlerei. Dies kann man beim Grossverteiler machen um einen 5CHF Gutschein zu erhalten
    3) Hochschulen und Bildung muss gratis sein. Sponsoren sollen sonst schauen, wo sie ihre akkumulierten Gelder gewinnbringend unterbringen.
    5) Im Sinne des Salaire à vie. Jede/r erhält ab 18.LJ einen Lohn/Stufe 1.
    Denn alle tragen zum Wert und Wohlstand einer Gesellschaft bei.
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