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Studie des Unispitals Zürich E-Bike-Boom führt zu Zunahme von Schädel-Hirn-Traumata

  • E-Bike-Fahrerinnen und -Fahrer tragen doppelt so oft einen Helm wie Velofahrende – trotzdem erleiden sie bei Unfällen häufiger schwere Kopfverletzungen. 
  • Dies zeigt eine Studie des Universitätsspitals Zürich, basierend auf den Daten von rund 1800 Patientinnen und Patienten.
  • Zudem sind laut dieser Auswertung verunfallte E-Bike-Fahrer im Durchschnitt deutlich älter als verunfallte Velofahrer.
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Aus dem Archiv: E-Bike Modelle im Test
Aus Kassensturz vom 04.05.2021.
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Sie sind beliebt: Velos, die mit einem Motor ausgerüstet sind. Je mehr E-Bikes auf den Strassen unterwegs waren, desto mehr haben sich in den letzten Jahren allerdings auch die Unfälle damit gehäuft.

Die Auswertung des Universitätsspitals Zürich zeigt nun: E-Bike-Unfallopfer waren mit durchschnittlich 56 Jahren deutlich älter als die Velofahrer mit rund 42 Jahren. Und obwohl die E-Biker mit 73 Prozent fast doppelt so oft einen Helm trugen wie die Velofahrer (38 Prozent) wiesen sie öfter Anzeichen eines mittelschweren Schädel-Hirn-Traumas auf. Auch Beckenverletzungen seien doppelt so häufig vorgekommen wie bei Velofahrern.

Stationäre Behandlungen analysiert

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Das Universitätsspital Zürich hat für seine Untersuchung die Verletzungen von E-Bike-Unfallopfern genauer angeschaut, die zwischen 2009 und 2018 stationär behandelt wurden. Dabei handelte sich um verunfallte Velofahrerinnen und Velofahrer, E-Bike-Fahrer und Motorradfahrer.

Die Verletzungsmuster der verunfallten E-Biker sind laut der Studie eher mit denjenigen der Velofahrer, als denjenigen der Motorradfahrer zu vergleichen. Grund dafür dürfte die deutlich höhere Geschwindigkeit der Motorräder sein.

Die Studienautoren betonen angesichts der Ergebnisse, wie wichtig ein Kopfschutz sei. Zudem empfehlen sie vor allem älteren und untrainierten Personen, an E-Bike-Kursen teilzunehmen.

SRF 4 News, 12.08.2021, 13:00 Uhr;

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109 Kommentare

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  • Kommentar von Jörg Dieter  (jorgd)
    Die Schweiz braucht neue Strassen und breitere Strassen. Leider sind Diskussionen über Verkehrsunfälle unproduktiv, indem sich Fahrer, Radfahrer und Fußgänger gegenseitig die Schuld geben und versuchen, 3 Eier in 2 Eierplätzen zu legen.
  • Kommentar von Marco Lauper  (Vision)
    Ich fahre selber ein 45 km Stromer ST2. Besitze kein Auto mehr. Im Strassenverkehr muss ich sagen, ärgern mich viele Velofahrer, die sich kaum an die Regeln halten. Bei rot über die Ampel, halten die als Kavaliersdelikt. Aber auch die Autofahrer scheren sich meist nicht um die velospur an der rechten Seite. Wird ignoriert, weil, mein Auto braucht Platz. Darum fahre ich immer mit bremsbeteitschaft und selten mit 45 km/h. Gegen ein Auto habe ich keine Chance.
  • Kommentar von Monika Mitulla  (momi)
    Ich war heute morgen auf verschiedenen Spazierwegen unterwegs - und bin mehrmals von Velos beinahe angefahren worden. M.E. gehören Velos mit ihren heute viel zu hohen Geschwindigkeiten auf die Strasse und nicht auf Fussgängerwege oder gar durch das Walddickicht - aus Respekt vor Mensch und Tier.
    1. Antwort von Walter Matzler  (wmatz)
      Das ist ja das leidige. Es gibt Biker die keine Rücksicht auf Fussgänger nehmen. Aber das sind nicht alle. Wenn ich auf Fussgänger treffe fahre ich langsam, halte wo nötig an und mache Platz. Habe ich kürzlich auch gemacht und bin dennoch von einem Fussgänger angeschrieben worden. Es gibt eben auch unsägliche Fussgänger.