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Schweiz Subventionen für grosse statt kleine Wasserkraftwerke

Auch die grossen Wasserkraftwerke sollen in den Genuss von Subventionen kommen. Die zuständige Kommission des Nationalrates will ihnen neu einen Teil der Investitionen vergüten. Die kleinen Kraftwerke dürften dabei künftig leer ausgehen.

Das Grosswasserkraftwerk Linth-Limmern im Glarnerland.
Legende: Das Wasserkraftwerk Linth-Limmern im Glarnerland gehört zu den Grosskraftwerken, die gefördert werden sollen. Keystone

Im Rahmen der Energiestrategie 2050 sollen auch Grosswasserkraftwerke gefördert werden. Die Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie des Nationalrats (UREK) beantragt, die vom Bundesrat vorgeschlagene Obergrenze für Investitionsbeiträge aufzuheben.

Die Produktionskosten sind doppelt so hoch wie der Marktpreis. Und das gilt es zu korrigieren.
Autor: Hans KillerUREK-Präsident

Es sei sozusagen ein Geschenk an die Branche der Wasserkraftwerke, räumt UREK-Präsident Hans Killer ein. Es sei aber notwendig. «Investitionen in die Wasserkraft rechnen sich heute bei Weitem nicht mehr, wenn man die europäischen Preissituationen in Betracht zieht. Die Produktionskosten sind vielleicht doppelt so hoch wie der Marktpreis. Und das gilt es teilweise zu korrigieren.»

600 Millionen Franken bis 2030

Korrigiert werden soll das mit rund 600 Millionen Franken während der nächsten 15 Jahre. Mit dem Fördergeld erhalten die Betreiber bis zu 40 Prozent ihrer Investitionen aus dem Topf für die Förderung der erneuerbaren Energien zurück. Die neuen Subventionen für die Grosskraftwerke bezahlen also die Stromkonsumenten.

FDP-Nationalrat und UREK-Mitglied Christian Wasserfallen tut sich schwer mit dem Entscheid: «Wir werden am Schluss nicht zufrieden sein. Ich glaube, jetzt hat jeder und jede gemerkt, dass die Energiestrategie nicht zum Nulltarif zu haben ist.»

Verbauung von Bergbächen verhindern

Von den neuen Subventionen dürften mehr als 10 Grosskraftwerke profitieren. Es gibt aber auch Verlierer: Die Kommission will die Subventionsgrenze für die kleinen Wasserkraftwerke anheben.

Die Kleinen gehen künftig also leer aus. So soll verhindert werden, dass jeder mittlere Bergbach für die Wasserkraft verbaut wird. Allerdings will eine Minderheit der Kommission, dass auch die kleinen Wasserkraftwerke weiterhin subventioniert werden.

23 Kommentare

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  • Kommentar von M.Reber, Matten
    Wenn man über Wasserkraft diskutiert sollten die verschiedenen Konzepte unterscheiden werden. Schweizerische Gross-WKW sind v.a. Pumpspeicheranlagen für die Nutzung von Spitzenstrom. Hier wird das Treibwasser mit einem schlechteren Wirkungsgrad heraufgepumpt (die Energiebilanz des Konzeptes ist negativ -> Perpetuum mobile). Kleinwasserkraft zu torpedieren ist eine völlig schwachsinnige Stossrichtung! Verwundert mich nicht, da die Vertreter dieser Grossanlagen in dieser Kommission sitzen!
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  • Kommentar von michael fischbacher, nidau
    Den Seinen gibt's der Herr im Schlaf! Die kleinen werden sicher bald auch zu den Grossen gehören, da sie von denselben Aufgekauft werden. Gehen die "kleinen" hier in der Schweiz nicht immer leer aus?
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  • Kommentar von M.Müller, Zürich
    Ja, Herr Wasserfallen, auch den Rückbau und die Endlagerungen für ihre heiss geliebten AKW's werden wir nicht zum 0 Tarif erhalten. Stromstärken und Solarstrom werden wir zum 0 Tarif erhalten!
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