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Suche nach Atommüll-Endlager Nagra nach Ende der Bohrungen in Trüllikon zufrieden

  • Die Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra) hat in Trüllikon (ZH) eine Bohrung in eine Tiefe von 1300 Metern abgeschlossen.
  • Alle geplanten Tests im Bohrloch hätten durchgeführt werden können, teilte die Nagra mit.
  • Erste Ergebnisse seien positiv ausgefallen.
Video
Aus dem Archiv: Einblick in die Bohrarbeiten
Aus Schweiz aktuell vom 09.07.2019.
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Die Gesteinsproben werden nun in verschiedenen Laboren ausgewertet. Besonders im Fokus steht das Wirtgestein Opalinuston, in dem das Tiefenlager dereinst gebaut wird. Mit den Bohrungen untersucht die Nagra unter anderem die Dicke, die Dichtigkeit und die Zusammensetzung des Opalinustons.

«Es gab in Trüllikon keine Überraschungen – die Resultate passen ins Bild», sagte ein Nagra-Sprecher. Der Opalinuston sei über 100 Meter dick, sehr dicht und eigne sich daher als Wirtgestein für ein Tiefenlager.

Drei Regionen

Mit den Tiefbohrungen will die Nagra herausfinden, welche der drei Regionen Jura Ost, Nördlich Lägern und Zürich Nordost am besten für den Bau eines geologischen Tiefenlagers geeignet ist.

In Zürich Nordost findet eine weitere Bohrung in Marthalen statt. In Nördlich Lägern zog die Nagra Gesuche für Bohrungen in Glattfelden und Weiach zurück, will aber in Stadel einen weiteren Versuch starten. In der Region Jura Ost wurde mit dem Bau eines Bohrplatzes in Bözberg begonnen. Insgesamt hatte die Nagra 23 Gesuche für Tiefbohrungen in den drei Standortregionen eingereicht.

Lange Suche

Die 1972 gegründete Nagra sucht seit Jahrzehnten nach einem Endlager für radioaktive Abfälle. Gegen ein 1987 gestartetes Projekt in Wellenberg (NW) sprach sich mehrfach die Stimmbevölkerung des Kantons aus. 2015 fiel der Standort aus der ersten Auswahl heraus.

SRF 4 News, 20.4.2020, 14:30;

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15 Kommentare

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  • Kommentar von Wilfred Scheidegger  (Ville Frayde)
    ...die radioaktiven CH-Fässer zB. im Aermelkanal 1960/70 lassen rostig Grüssen und jetzt noch einen unmöglichen Super GAU ...bliebet gsund!
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  • Kommentar von Urs Dupont  (udupont)
    Warum sucht man überhaupt noch, wenn dann mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit jede technisch problemlose Lösung auf der lokalpolitischen Ebene abgeschossen wird und man lieber auf Jahrzehnte hinaus mit dem viel gefährlicheren ZwiLa leben will?
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    1. Antwort von Reto Camenisch  (Horatio)
      Wo ist eine Problemlösung in Sicht?
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    2. Antwort von Urs Dupont  (udupont)
      Wo liegt das Problem? Dass in 100'000 Jahren etwas Radioaktivität entweichen "könnte"? So wie es sein "könnte",dass in 100 Jahren der Meeresspiegel 2m höher ist als heute oder dass in den nächsten Jahren ein grosser Meteorit die Erde auslöschen "könnte"? Alles richtig, aber warum beschäftigen wir uns nicht primär mit den Katastrophen, die jedes Jahr tatsächlich eintreffen (z.B. gegen 1 Mio. Verkehrstote),die jährlichen Virenwellen oder dass wir uns innert 100 Jahren in CH und weltweit verdoppeln
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    3. Antwort von Samuel Müller  (Samuel Müller)
      Die „jährlichen Virenwellen“ als regelmässige Katastrophe zu bezeichnen scheint mir jetzt doch nicht sehr realistisch. Zudem sind sie gegen alles haben aber auch keine besseren Vorschläge Herr Dupont. Sehr modern.
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  • Kommentar von Samuel Müller  (Samuel Müller)
    ... und warum genau muss man das Zeug in einem der schönsten und am dichtesten besiedelten Gebieten der Erde vergraben? Ich bin sicher die Russen haben in der Taiga oder Tundra ein Lager das null bewohnt und 100x weniger heikel ist und nähmen es mit Handkuss für einen Bruchteil des Betrages was bei uns nur schon die Suche gekostet hat. Die Sicherheit könnte man vor Ort kontrollieren zum garantieren.
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    1. Antwort von Patrice Gfeller  (Lex_zh)
      Der Untergrund ist nicht dicht besiedelt. Sie machen einen Denkfehler. Ihrer (Un)logik folgend, könnte man genau so fragen, warum man Häuser in diesen schönsten Gebieten baut sowie Firmen ansiedelt (sind ja durchaus Inversiv in der Landschaft).
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    2. Antwort von Urs Dupont  (udupont)
      ... ganz einfach, weil ein Tiefenlager sich weniger störend und weniger umweltzerstörend auswirken wird als eine neue Strasse oder ein neues Einfamilienhausquartier.
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    3. Antwort von Samuel Müller  (Samuel Müller)
      Sie meinen diese strahlenden Einfamilienhäuser und Strassen Herr Dupont? Netter Vergleich. Und ich dachte das Zeug sei lebensfeindlich für die nächsten paar Millionen Jahre und jedes Lager, egal wo, niemals 100% sicher. So was aber auch. Wir haben in der Schweiz weiss Gott schon genug vergraben und für Milliarden wieder ausgebuddelt.
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