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In kleinen Schritten zur Normalität
Aus Tagesschau vom 09.03.2021.
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Taskforce setzt auf Impfstoff BAG: Fallzahlen wieder leicht steigend – Entwicklung ungewiss

  • Die Schweiz hat bisher 1.3 Millionen Impfdosen erhalten und bereits mehr als 950'000 Dosen verabreicht.
  • Bis Ende Juni sollen alle Impfwilligen die zwei nötigen Dosen bekommen haben. Das bekräftigte das BAG an einer Medienkonferenz.
  • Die benötigten Impfdosen sollen im zweiten Quartal geliefert werden.

Die Entwicklung der Coronavirus-Pandemie in der Schweiz bleibt weiterhin ungewiss. Die Ansteckungszahlen und die Inzidenz gingen nicht mehr zurück, sondern eher wieder leicht hinauf, sagte Virginie Masserey, Leiterin Sektion Infektionskontrolle beim Bundesamt für Gesundheit (BAG).

Gleichzeitig nähmen die neuen Varianten, die ansteckender sind, weiterhin zu. Die Entwicklung verlangsame sich zwar leicht, aber mittlerweile könnten über 70 Prozent der gemeldeten Fälle einer der ansteckenderen Varianten zugeordnet werden.

Massentest und Abwasseranalyse

Weitere Entspannung sollen die unentgeltlichen Schnell- und Massentests bringen. Die Abwasser-Analyse könne zudem wichtige Hinweise zur Entwicklung der Pandemie liefern, sagen Experten der Eawag. Seit Februar 2020 untersuchten Forscherteams der eidgenössischen Wasserforschungs-Anstalt Eawag und der ETH Lausanne in zwei Kläranlagen Abwasser auf Corona-Viren. Nun präsentiert Christoph Ort neue Daten.

«Wir haben am Anfang der ersten Welle sofort angefangen, Proben zu sammeln. Bereits in Proben vom 28. und 29. Februar aus dem Tessin konnten wir Corona nachweisen.» Die gezielte Abwasserüberwachung könnte so als kostengünstiges Frühwarnsystem zur Entwicklung der Pandemie dienen.

Die Rückverfolgung der Infizierten sei derzeit auf Kurs, sagte Rudolf Hauri, Präsident der Vereinigung der Kantonsärztinnen und Kantonsärzte. Der Zuger Kantonsarzt rief dazu auf, dass die Bevölkerung die Schutzmassnahmen wie Abstandhalten, Maskentragen und Handhygiene weiterhin einhalte. Schliesslich wollen man, dass sich alles gut entwickle.

Grösste Hoffnung Impfung

Für eine Normalisierung seien die Impfungen «der absolut entscheidende Faktor», betonte Martin Ackermann, Leiter der wissenschaftlichen Corona-Taskforce des Bundes. Wenn alle impfwilligen Personen das Vakzin erhalten hätten, bedeute das eine grosse Entlastung für alle. Das Virus werde damit zwar nicht verschwinden. Aber das Ziel sei es, dass Sars-Cov-2 keine Bedrohung für die Gesellschaft mehr darstelle.

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Ackermann, Covid-19 Taskforce: «Impfung als grosse Erleichterung»
Aus News-Clip vom 09.03.2021.
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Bis dahin müsse man vorsichtig bleiben. Denn die meisten Leute seien noch nicht immun und die Zahl der Infektionen könne rasch wieder ansteigen. Und ein Jo-Jo-Effekt mit weiteren Schliessungen wäre sehr belastend für die Bürgerinnen und Bürger, so Ackermann. Er erwarte deshalb keinen einzelnen grossen Schritt in eine normale Welt, sondern eine schrittweise Normalisierung.

Was die Zukunft und das Coronavirus angeht, so glaubt Ackermann, «dass ich viel öfters eine Maske tragen werde, als ich das früher gemacht habe». Aber dieses Opfer – zum Beispiel während der kalten Saison im öffentlichen Verkehr – werde er gerne in Kauf nehmen, um ein Wiederaufflammen der Epidemie zu verhindern.

SRF 4 News, 08.03.2021, 15:30 Uhr;

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35 Kommentare

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  • Kommentar von max werner  (maxwer)
    Irre was hier abgeht. Ich darf mich also nicht selber testen in der Schweiz? Sogar im langsamen Deutschland gibts Testkits bei Aldi, Lidl, alles von Behörden geprüft, erlaubt.
    Nächsten muss ich wohl das BAG um Erlaubnis fragen ob ich Fieber messen darf? Diese Blindflieger gehörten abgesetzt.
  • Kommentar von Daniel Bucher  (DE)
    Anfang Februar hat die TF noch vor einer dritten Welle gewarnt. Die sollte jetzt schon massiv über die Schweiz geschwappt sein. Die Fallzahlen stagnieren weiter auf tiefem Niveau. In Italien und Frankreich sind die Fallzahlen deutlich höher, gleiches gilt für die Westschweiz. Dort sind die Menschen auch viel kritischer gegenüber den Massnahmen der TF. Kann es sein, dass die Zahlen dort höher sind, weil sich die Bürger nicht an die elementaren Vorschriften wie Distanz und Hygiene halten?
    1. Antwort von Nora Zollberger  (norzo)
      @Bucher: Zitat "...auf tiefem Niveau..."? Wir sind bei etwa 75% von der Spitze des letzten Frühlings, dem Beginn unseres strengen Lockdowns. Letztes Jahr haben wir den Lockdown beendet, als das Niveau auf einem Zehntel von heute lag. Schon beeindruckend, wie schnell und stark sich die Wahrnehmungen verschieben und von der Realität loslösen, je nachdem was wir Menschen uns "gewohnt" sind oder erlebt haben.
    2. Antwort von Thomas Schneebeli  (Thomas Schneebeli)
      Nora Zollberger,

      " Wir sind bei etwa 75% von der Spitze des letzten Frühlings, dem Beginn unseres strengen Lockdowns.... bei Spitalauslastung...."

      Falls die Spitäler weniger als 70% ausgelastet sind, stehen sie schnell auf der Liste für Schliessungen als nicht rentabel.
      Also, was geht hier ab...?
      Links und rechts kein Grund für Angstmache bezüglich Spitäler.
      Man spricht ja bereits über weitere Schliessungen.
      Distanz, Hygiene, Impfung für die Impfwilligen und das war es.
    3. Antwort von Nora Zollberger  (norzo)
      @Schneebeli 12:07: Ach ja stimmt, die Spitäler müssen zuerst voll sein, bevor wir etwas unternehmen. Vernünftig. Wir brauchen keine Panik bevor Panik eintritt. Also warten wir doch bis dann.
    4. Antwort von Astrid Meier  (Swissmiss)
      Frau Zollberger, wir haben keine Ahnung, wie hoch die Infektionszahlen im letzten Frühjahr waren. Damals wurde nur getestet, wer so schwer erkrankt war, dass eine Hospitalisierung zur Diskussion stand, oder wer Symptome hatte, und im Gesundheitswesen arbeitete. Also lassen sich die Zahlen vom letzten Jahr nicht vergleichen mit jetzt, wo Massentests an Symptomlosen stattfinden, und jedermann, der zweimal hustet sich gratis testen lassen kann. Man sollte nicht Äpfel und Kartoffeln vergleichen...
  • Kommentar von Oriet Patrick  (Patrick Oriet)
    Ich lasse mich von biontech Pfizer impfen ich glaube die Normalität kommt zurück das für viele die arbeitslos sind wieder arbeiten können darum sollte der Bund tempo geben um all zu impfen .....
    1. Antwort von Lukas Gubser  (Mastplast)
      Israel zeigt dass es nicht so sein wird. Höchste Impfquote Weltweit und jetzt Lockdown nr.4.
    2. Antwort von Alex Volkart  (Lex18)
      Es ist der Irrglaube Einiger das wenn man geimpft ist alles wieder normal wird. Eine Impfung senkt das Risiko einer Ansteckung und eines schweren Verlaufs der Krankheit, es ist aber kein 100prozentiger Schutz. Das heisst dass man für sich und andere weiterhin die Massnahmen einhalten muss.
    3. Antwort von Hermann Roth  (Dr. Wissenschaftler)
      @Gubser ein grosser Teil der Bevölkerung ist auch in Israel noch nicht (vollständig) geimpft. Wenn dann der Premierminister Sachen sagt wie «Wir werden für einige Zeit eine Maske tragen müssen. Aber wir haben es (die Pandemie) hinter uns», ist es kein Wunder, dass die Zahlen unter den noch nicht Geimpften wieder ansteigen. Aber immerhin: "Am Freitag waren von rund 105'000 Tests auf das Coronavirus nur 3000 positiv, was etwa drei Prozent sind". Von 3% können wir aktuell nur träumen.