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Legende: Audio «Gott verdammt, du sollst den Wein kaufen!» abspielen. Laufzeit 03:21 Minuten.
Aus Espresso vom 25.02.2019.
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Telefon-Betrug «Gott verdammt, du sollst den Wein kaufen!»

Das Wichtigste in Kürze

  • Neue Masche in Sachen Telefon-Betrug: Mit französischem Akzent meldet sich ein angeblicher Verkäufer und teilt mit, dass die bestellten Bordeaux-Weine leider nicht geliefert werden können. Ob man sich denn nicht an das nette Verkaufsgespräch vor der Haustür erinnere?
  • Als eine «Espresso»-Hörerin kritisch nachfragte, wurde sie aufs Übelste beschimpft.
  • Fachstellen raten, sich am Telefon nie auf Verkaufsgespräche einzulassen und auch gegenüber scheinbar bekannten Nummern skeptisch zu sein.

Gauner finden immer wieder einen Weg, um Leute übers Ohr zu hauen. Die neueste Masche sieht so aus: Mit französischem Akzent meldet sich ein angeblicher Verkäufer und teilt mit, dass die bestellten Bordeaux-Weine leider nicht geliefert werden können. Wegen des heissen Sommers 2018 herrsche Knappheit.

Hartnäckigkeit nervt den Anrufer

Erlebt hat das eine «Espresso»-Hörerin aus dem Raum Zürich. Sie schildert das Gespräch folgendermassen: Der Mann habe sich als Thomas Lacroix vorgestellt. Da sie sich nicht an eine Wein-Bestellung habe erinnern können, habe sie nachgefragt, von welcher Firma der Mann anrufe. Ob sie sich denn nicht an das nette Verkaufsgespräch vor der Haustür erinnere, habe er geantwortet. Man habe doch «eine so wunderbare Unterhaltung» gehabt und sie habe bei ihm exquisite Weine bestellt.

Die Frau blieb hartnäckig und wollte wissen, was genau sie bestellt haben soll. Der Mann am anderen Ende der Leitung verwies erneut auf das angebliche Gespräch vom vergangenen Jahr und wollte wissen, ob sie denn nun die bestellten 24 Flaschen wolle.

Als sie dann sagte, dass sie von keiner Wein-Bestellung wisse und den Mann fragte, wann genau der Vertreter bei ihr gewesen sein soll, wechselte der Ton abrupt auf die unterste Gürtellinie: «Gott verdammt nochmal, du blöde Hure, du sollst den Wein kaufen!»

Bleiben Sie kritisch

Die «Espresso»-Redaktion hat mehrfach versucht, auf die Nummer anzurufen, von der die Frau angerufen wurde. Es läutete ins Leere.

Auch wenn die Masche durchschaubar ist: In der Alltagshektik ist man allenfalls überrumpelt. Die Frau sagt, der Anrufer habe alle Fragen so gestellt, dass Sie mit Ja oder Nein hätte antworten müssen. So hat man unter Umständen sehr schnell eine Wein-Bestellung am Hals, die man gar nicht will. Lassen Sie sich also nicht verunsichern, sondern fragen Sie kritisch nach. Es ist auch nicht unhöflich, in einem solchen Fall einfach aufzulegen.

Auf Anfrage sagen das Bundesamt für Polizei, die Schweizerische Kriminalprävention wie auch die Kantonspolizei Zürich, sie hätten von dieser Masche in dieser Form noch nie gehört. Sie reihe sich aber bestens ein in gängige Betrugsversuche via Telefon.

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