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Totgeburt mit juristischen Konsequenzen
Aus 10 vor 10 vom 17.09.2014.
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Schweiz Totgeburt mit juristischen Konsequenzen

Die Schweizer Militärjustiz hat eine Voruntersuchung gegen einen Angehörigen der Grenzwache eingeleitet. Hintergrund ist der Fall einer Frau aus Syrien, die bei der Rückführung nach Italien eine Totgeburt erlitten hatte.

Die Rückführung einer schwangeren Frau am 4. Juli dieses Jahres wird nun zum Fall für die Militärjustiz. Die 22-jährige Syrerin war zusammen mit 35 weiteren Flüchtlingen mit dem Zug von Mailand nach Paris unterwegs.

Die Gruppe wurde in Frankreich aufgegriffen. Schweizer Grenzwächter sollten sie von Vallorbe (VD) über Domodossola nach Italien bringen. Bei der Ankunft in Italien erlitt die junge Frau eine Totgeburt. Die Frau wirft mehreren Schweizer Grenzwächtern vor, sie hätten ihr nicht geholfen.

Langwierig Verfahrensdauer

Die vorläufige Beweisaufnahme sei mittlerweile abgeschlossen, teilt die Militärjustiz mit. Aufgrund der Ergebnisse sei nun eine Voruntersuchung gegen einen der insgesamt 15 an der Rückführung beteiligten Angehörigen des Grenzwachtkorps angeordnet worden. Zudem hätten Angehörige der Opferfamilie eine gerichtliche Beurteilung des Falls verlangt.

Die Voruntersuchung werde von einem militärischen Untersuchungsrichter geführt. Das Verfahren werde mehrere Monate dauern, schreibt die Militärjustiz. Für den Beschuldigten gelte die Unschuldsvermutung. Bis zum Abschluss des Verfahrens würden keine weiteren Angaben zum Fall gemacht.

Die Syrerin und ihre Familie habe in der Zwischenzeit in Italien Asyl erhalten.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von R.Feusi , Zürich
    Wenn ein ungeborenes Kind bei einer Asyl-Rückführung stirbt, weckt das starke Emotionen. Gleichzeitig werden Tag für Tag ungeborene Kinder in unserem Land abgetrieben. Hier schweigen aber praktisch alle. Sind wir alle Heuchler?
    1. Antwort von Agnes Sommer , Dübendorf
      Nein, es handelt sich um 2 verschiedene Dinge.
  • Kommentar von S. Sugano , Therwil
    Der Gipfel der Frechheit... Unsere Grenzwaechter sollen nurn Hinhalten? So nicht. Per sofort keine Rueckfuehrungen mehr ueber die Schwiez, oder anderst formuliert. Niemanden mehr Reinlassen, fertig mit Lustig. So nicht...
    1. Antwort von Markus Schneider , Dübendorf
      Ja, echtmal, Gesetze sollen nur für andere gelten! So nicht! Fertig mit lustig!
    2. Antwort von S. Sugano , Therwil
      @Markus Schneider aus Dübendorf: Das haben Sie Falsch verstanden, JEDES Land sollte ihre Grenzen richtig kontrollieren und niemand mehr Reinlassen ohne entsprechende Abklaerungen, somit wird Global Einhalt dieser Fluechtlingswellen geboten. Leider sind die meisten nur Wirtschaftsfluechtlinge und keine Richtigen Fluechtlingen die wirklich Hilfe benoetigen.
    3. Antwort von Markus Schneider , Dübendorf
      Ich habe schon richtig verstanden - angeblich haben die Grenzwächter obwohl die Frau blutete und um Hilfe bat sie ignoriert, was gegen das Gesetz verstösst. Deine Forderung, dass sie jetzt nicht belangt werden, impliziert also dass ihr Gesetzesverstoss nicht untersucht werden soll. Und bei Syriern von "nicht richtigen Flüchtlingen" zu sprechen hat auch etwas sehr schräges.
  • Kommentar von Adrian Flükiger , Bern
    Sicher richtig, dass der Fall nun von einem Untersuchungsrichter weiter abgeklärt und nicht einfach bereits auf der ersten Stufe "abgwedelet" wird. Besser noch, wenn sich effektiv ein Gericht abschliessend damit auseinandersetzen muss und dem GWK zumindest klare Ablaufvorgaben für die Zukunft erteilt werden. Dass das mit dem Asyl geklappt hat, ist gut so.
    1. Antwort von B. Küng , Biel
      Wetten dass diese Untersuchung im Sande verlaufen wird?