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Kabotage: Strafuntersuchung gegen Schweizer Transportfirma
Aus HeuteMorgen vom 14.03.2019.
abspielen. Laufzeit 01:35 Minuten.
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Tricks der Transportfirmen Nur Einzelfälle werden aufgedeckt

  • Die Zollverwaltung hat eine Strafuntersuchung gegen eine Schweizer Transportfirma eröffnet.
  • Diese habe vier ausländische Firmen damit beauftragt, insgesamt über 1500 verbotene Inlandtransporte in der Schweiz durchzuführen, lautet der Verdacht.
  • Dieser Fall dürfte allerdings bloss die Spitze des Eisbergs sein.

Rund zwei Inlandtransporte pro Tag habe das beschuldigte Schweizer Unternehmen mit unverzollten Lastwagen ausländischer Firmen durchgeführt – dies über zwei Jahre hinweg, teilt die Zollverwaltung mit.

Inlandtransporte durch ausländische Transporteure – sogenannte Kabotage – sind verboten. «Es sind Einzelfälle, die aufgedeckt werden», sagt Adrian Amstutz, Präsident des Nutzfahrzeugverbandes Astag. «Aber der ganz grosse Haufen illegaler Transporte in diesem Land wird im Moment weitergeführt – und dem muss Einhalt geboten werden.»

Der ganz grosse Haufen illegaler Transporte in diesem Land wird im Moment weitergeführt – und dem muss Einhalt geboten werden.
Autor: Adrian AmstutzPräsident Astag

Mit solchem Verhalten verschafften sich Firmen unfaire Wettbewerbsvorteile. Korrekt arbeitende Transporteure hätten das Nachsehen, sagt SVP-Nationalrat Amstutz. Er fordert die Oberzolldirektion und die kantonalen Polizeikorps auf, mehr Kontrollen durchzuführen.

Astag-Präsident Adrian Amstutz
Legende: Amstutz fordert strikte Kontrollen. Keystone

Problem der Nachweisbarkeit

In diesem Punkt ist er sich einig mit David Piras, dem Generalsekretär des Chauffeurverbandes «Les Routiers Suisses». Auch Piras sagt, dass das Problem grösser sei, als es einzelne aufgedeckte Fälle vermuten liessen: «Wir hören regelmässig von Chauffeuren, die irgendwo in der Schweiz aufladen – an der Rampe nebenan lädt ein Ausländer auch eine Fuhre für die Schweiz.»

Nur sei es schwierig, diese Fälle nachzuweisen. Piras hofft, dass die aktuelle Strafuntersuchung abschreckend wirkt. Die betroffene Transportfirma muss mehr als 200'000 Franken Abgaben nachbezahlen. Einer angeklagten Person drohe eine empfindliche Busse, wie die Zollverwaltung mitteilt.

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20 Kommentare

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  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Auch da, müssten "gesamtschweizerische" Regeln und Gesetze erlassen werden, damit es keine "Schlupflöcher" dank "Kantönligeist-Systemen" mehr geben könnte!! STOP weiterer "Übelbekämpfungs-Massnahmen"!!
    1. Antwort von Charles Dupond  (Egalite)
      Der Zoll und seine Verwaltung ist seit 1848 ein Monopol des Bundes. Die Polizei der Kantone hat lediglich den Zollorganen Schutz zu geben und im Amt festgestellte einschlaegige Straftaten der Zollverwaltung zu melden....
    2. Antwort von Jean-Philippe Ducrey  (Jean-Philippe Ducrey)
      Grenzwache/Zoll ist Sache des Bundes. "Gesamtschweizerischer" geht es im Fall nicht.
  • Kommentar von B Näf  (uluru)
    Das muss doch ganz einfach über die Buchhaltung erkennbar sein. Eine saubere AHV oder MwSt Revision bringt das zutage, nicht?
  • Kommentar von Jean-Philippe Ducrey  (Jean-Philippe Ducrey)
    Technisch ist es kein Problem die Route von LKW und Ladung festzuhalten und binnen Sekunden auszuwerten, ob alles seine Richtigkeit hat. Wenn wie im Artikel erwähnt, gezielt mit ausländischen Speditionen gearbeitet wird, ist das klar zu unterbinden. Aber man auch viele LKW-Fahrten sparen, wenn man einem meist halbleeren Ausländer auf seinem Rückweg noch kurz eine innerschweizerische Fracht mitgibt, die eh auf derselben Route liegt. Ist nicht nur wirtschaftlicher, sondern auch umweltfreundlicher.
    1. Antwort von Charles Dupond  (Egalite)
      Hat der Zoll auch nix dagegen, wenn der dafuer gebrauchte Karren vorher verzollt wird....