Zum Inhalt springen

Header

Audio
Keine Preiserhöhung für ÖV-Tickets
Aus Rendez-vous vom 24.06.2020.
abspielen. Laufzeit 02:37 Minuten.
Inhalt

Trotz Einbussen wegen Corona ÖV-Billette werden nicht teurer

  • Keine Erhöhungen: die Preise im öffentlichen Verkehr bleiben 2021 auf dem bisherigen Niveau.
  • Dies trotz erwartetem Umsatzrückgang von 25 bis 30 Prozent wegen der Corona-Pandemie.
  • Darüber informierte die Alliance SwissPass an einer Medienkonferenz.

In den vergangenen drei Monaten hätten die Transportunternehmen und Tarifverbunde fast zwei Drittel ihrer Umsätze eingebüsst, so die Alliance SwissPass. Der Verkauf von Einzelbilletten sei zeitweise fast komplett eingebrochen.

Auch jetzt liege er noch 60 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Für das Jahr 2020 rechnet die Branche mit einem Rückgang der Gesamteinnahmen von 25 bis 30 Prozent. Trotzdem hat sich die Branche dazu entschlossen, die Preise für 2021 nicht zu erhöhen.

Monats-GA neu ohne Halbtax

Zudem wird es neu möglich sein, ein Generalabonnement für einen Monat zu kaufen, ohne ein Halbtax zu besitzen. Das ist eine der Massnahmen, welche Kunden wieder zurück zum öffentlichen Verkehr bringen soll. Alle Kundinnen und Kunden im 26. Lebensjahr erhalten neu 500 Franken Rabatt auf ein GA beim Übergang vom GA Junior zum GA Erwachsene. Das rabattierte GA für Studierende von 25 bis 30 Jahren entfällt im Gegenzug. Zudem können Kinder unter sechs Jahren jetzt immer gratis fahren, auch wenn sie ohne Begleitung unterwegs sind.

Neu: Entschädigung bei Verspätungen

Textbox aufklappenTextbox zuklappen

Eine wichtige Neuerung im öffentlichen Verkehr ist die Erweiterung der Rechte von Reisenden bei Verspätungen ab Januar 2021. Dies entschied der Bundesrat am 13. Mai 2020 mit der Verabschiedung des Verordnungspakets zur Organisation der Bahninfrastruktur (OBI).

Reisende haben künftig einen Anspruch auf Entschädigung bei Verspätungen von über einer Stunde am Reiseziel. Beträgt die Verspätung über eine Stunde, erhalten Reisende mit Einzel- und Streckenbilletten 25 Prozent des Fahrpreises zurück. Beträgt sie über zwei Stunden, werden 50 Prozent entschädigt.

Auch Abonnementsinhaberinnen und -inhaber werden bei Verspätungen entschädigt. Der Betrag richtet sich dabei am Tageswert des Abos aus. Während eines Abonnementsjahres respektive -monats werden maximal 10 Prozent des Abonnementswerts entschädigt. Mit der Abwicklung der Entschädigungsanträge wurde die SBB auf Mandatsbasis beauftragt.

Rendez-vous vom 24.6.2020;

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

21 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Francis Waeber  (Francis Waeber)
    Eine wie auch immer geartete und begründete Erhöhung von OeV-Preisen ist bzw. wäre auf sämtlichen Ebenen kontraproduktiv und ein völlig falsches Signal. Runter mit den Ticket- und Abo Preisen!...;-))
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Thomas Leu  (tleu)
      @ Francis Waeber: Dann müssten ja konsequenterweise die ÖV-Preise gegen Null gehen. Als Konsequenz würde man dann endgültig keinen Sitzplatz mehr ergattern und die ÖV-Reisen stehend absolvieren. Gerade für ältere Leute könnte das ein Problem sein.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von marc rist  (mcrist)
      @FW: Genau, runter mit den Preisen und im Gegenzug rauf mit den Subventionen! Idealerweise bis ins Unendliche. OMG!
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Severin Stoop  (Severin)
    Ich studiere Vollzeit und Arbeite an den Wochenenden teilweise als Koch.
    Ich weiss nicht wie ich das teurere Ga bezahlen soll.
    Meine Eltern können mich nicht Unterstützen .
    Ich kann nicht bei Ihnen wohnen weil ich im Wallis studiere, deshalb habe ich ein Zimmer. An den Wochenenden gehe ich in Basel arbeiten und Schlafe bei meinen Eltern.
    Das Geld reicht jetzt schon fasst nicht wie soll ich mir das leisten können?
    Auf den Schlaf verzichten und da auch noch Arbeiten?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Thomas Leu  (tleu)
      @ Severin Stoop: Sie könnten Teilzeit studieren, damit Sie Ihr Arbeitspensum erhöhen können. Vielleicht könnten Sie auch einen Studienkredit aufnehmen. Zu meiner Zeit konnte man noch nicht zwischen Vollzeit- und Teilzeit-Studium wählen. Ich war einfach "Werkstudent" und verdiente mir auch alles selber, wie Sie. Das war auch ziemlich anstrengend und verlängerte das Studium.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Fabian Engeler  (Fabian Engeler)
      @tleu
      Das mit dem Teilzeit Studium ist so eine Sache. Denn es gibt noch viele Studiengänge, die nur ein Vollzeitstudium anbieten.
      Betreffend Studien-Kredit, bzw. auch kantonale Darlehen oder gar Stipendien wären da bestimmt eine Option. Ist zwar (gerade bei Stipendien) verhältnismässig eine ungeheure Papierschlacht, aber das kann sich durchaus lohnen.
      Aber ganz so einfach ist es eben nicht. Finde es zudem schwachsinnig, dass gerade das GA für Studierende wegfällt.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    3. Antwort von Francis Waeber  (Francis Waeber)
      Selbstverständlich Herr Leu. Wozu ein Problem lösen, wenn Mann/Frau stattdessen neu schaffen können.... ;-))
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    4. Antwort von Francis Waeber  (Francis Waeber)
      Sorry, ich meinte natürlich .... NEUE (Probleme) schaffen können. Freudscher Verschreiber.... ;-))
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von christoph steiger  (christoph steiger)
    Ich halte es für abwegig, dass der staat auf kosten der allgemeinheit die individuelle mobililtät seiner bürger subventioniert. Mobilität ist kein grundrecht. Es sollte das modell des mobility-pricings gelten, die kosten stehen in direktem verhältnis zur beanspruchten leistung. Die preisverzerrung durch subventionen schafft fehlanreize. Der ÖV war in den vergangenen 30 jahren der haupttreiber der zersiedelung.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Andy Gasser  (agasser)
      @Steiger: Tätsächlich ist es gerade anders herum. Der ÖV folgte in den letzen 30 Jahren einer steigenden Nachfrage nach Mobilität. Für diese ist der ÖV nicht verantwortlich, sondern verusch diese zu Decken. Grund für die gesteigerte Nachfrage nach Mobilität sind die Arbeitgeber, welche Zentralisieren und von ihren Mitarbeiter eine höhere "Flexibilität" erwarten. Daher ist günstige Mobilität einfach zwingend, damit die Bevölkerung ihre Existent sichern kann.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Ueli Lang  (Wochenaufenthalter)
      Sie sprechen eine unangenehme Tatsache an! Wobei die Strasse natürlich auch das ihrige dazu beigetragen hat.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    3. Antwort von christoph steiger  (christoph steiger)
      @gasser: Mein erfahrung ist eine ganz andere. Ich wohne noch in der stadt, in kurzer distanz zu meinem arbeitsort aber die meisten meiner bekannten sind mit kind und kegel ins grüne gezogen und da gibt es etliche gegenden, die nur mit der (subventionierten) s-bahn innert nützlicher frist erreichbar sind. Ich kann mich auch noch bestens erinnern, wie die immobilienpreise z.B. im zürcher oberland mit der erschliessung durch die s-bahn explodiert sind und ein bauboom eingesetzt hat.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen