Zum Inhalt springen

Header

Audio
Junge Radfahrer auf dem Trottoir - eine Debatte
Aus HeuteMorgen vom 25.01.2019.
abspielen. Laufzeit 02:41 Minuten.
Inhalt

Umfrage Trottoir-Radeln Kinder weg von der Strasse – aber nicht auf das Trottoir

Kinder bis 12 mit dem Velo auf dem Trottoir. Unsere Leser sagen, was sie davon halten. Man kann davon einiges lernen.

Zwischen Velo und Auto verläuft die erbitterte Frontlinie unseres Mobilitätsverständnisses. Auf der einen Seite – populistisch gesprochen – grüne Weltverbesserer im Anarchie-Modus. Auf der anderen Seite Bequemlichkeitsbürger mit Göpeln, die an Wochenendhäuschen auf Rädern erinnern. Die Fussgänger balancieren dazwischen.

Entsprechend kontrovers wird der bundesrätliche Vorschlag in den Kommentarspalten von SRF News diskutiert. Was zunächst auffällt, ist eine gewisse Diskrepanz zwischen den Ergebnissen unserer Umfrage und den Wortmeldungen unserer Kommentatoren.

Es ist doch besser, wenn Kinder auf dem Trottoir fahren und ab und zu passiert eine Lappalie anstatt, dass ein Kind von einem LKW überfahren wird, oder?
Autor: Beren

In der nicht repräsentativen Umfrage (1886 Stimmen um 17 Uhr) begrüssen 78 Prozent der Teilnehmenden auf Trottoirs Velo fahrende Kinder. 54 Prozent möchten das aber nur «für kleine Kinder» verwirklicht sehen.

22 Prozent sind strikt gegen alles was ausser Rollstühlen auf Gehsteigen fährt. Ganz anders in den Kommentarspalten.

8-Jährige haben schlicht nichts im Strassenverkehr zu suchen, weder auf dem Trottoir noch auf der Strasse.
Autor: chrischi1

Fast 70 Prozent der Diskussionsteilnehmer in der Kommentarspalte des Artikels verwehren sich gegen die Idee des Bundesrats. Nur ein Drittel der Disputanten sehen Kinder lieber auf dem Trottoir als auf der Strasse.

Für ein uneingeschränktes Kinderfahrrecht sind indes die allerwenigsten. Dabei sind die Argumente beider Seiten von Gewicht.

Keine Symptombehandlung

Bei allen Differenzen um den Königsweg der Strassennutzung, in einem scheinen sich viele einig zu sein: Die Kinder in unserem dichten Verkehr erfordern besondere Vorsichts-Massnahmen. Sei es mehr Zeit mit ihnen, mehr Erziehung, Rücksicht und Respekt, oder seien es «gute Konzepte für den Langsamverkehr», wie es Nutzerin Biennoise fordert.

Ein solches scheint das bundesrätliche Vorhaben – zumindest für die Autoren der Kommentarspalte – nicht zu sein. Die Idee, Kindern auf Rädern den Gehweg zu überlassen, ist für viele eher eine Verlagerung denn eine Lösung des Problems zu sein.

Schliessen

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

26 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von M. Roe  (M. Roe)
    Ich denke, dass die Kinder erst ab einem gewissen Alter mit dem Fahrrad zur Schule fahren sollen, wenn es auf der Strasse zu gefährlich ist.An den meisten Orten ist das eigentlich kein Problem, weil es Velofahrstreifen gibt.Es gibt aber viele Trottoirs die kaum von Fussgängern benutzt werden, +deshalb von Fahrrädern benutzt werden sollten.Natürlich muss auf dem Trottoir immer auf den Fussgänger Rücksicht genommen werden. Wenn wir es nicht fertig bringen, das den Kindern beizubringen: Vélo ab 18!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Andreas Diethelm  (Okapi)
    Die von Ihnen festgestellte Diskrepanz besteht nicht: Sie dürfen die JA-Stimmen nicht kumulieren, denn das Kriterium Alter ist der springende Punkt. Mehr als doppelt so viele akzeptieren Kleinkinder beim Spiel auf dem Trottoir, wie den BR-Vorschlag befürworten, oder gar keine spielenden Kinder auf dem Trottoir wünschen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Vera Kehrli  (Vera Kehrli)
    Es gibt nur eine vernünftige und gerechte Lösung: Trottoirs für Fussgänger, Strassen für Velos, Autos haben in den Städten nichts mehr verloren.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen