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Die Älteren wollen keine Rentenaltererhöhung
Aus Tagesschau vom 07.10.2019.
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Umfrage zum Rentenalter Länger arbeiten? Nein, danke!

  • Eine repräsentative Umfrage zur Erhöhung des Rentenalters zeigt, dass das Thema in der Bevölkerung auf wenig Zustimmung stösst.
  • Auch das Parlament, das in Kürze neu gewählt wird, wird sich damit befassen müssen.

Ganz egal, ob das Rentenalter in einer nächsten AHV-Revision in Schritten angehoben oder an die Lebenserwartung angepasst würde: An der Urne wird es jeder Vorschlag schwer haben.

Denn die Altersgruppe der 50 bis 70-Jährigen lehnt jedes Modell ab, das sie zum länger Arbeiten verknurren würde. Das hat das Beratungsunternehmen Deloitte in einer repräsentativen Umfrage herausgefunden. Weil diese Altersgruppe aber 36 Prozent der Stimmberechtigen ausmacht und sich überdurchschnittlich an Abstimmungen beteiligt, sind sie eine wichtige Wählergruppe.

«Findung einer Lösung schwierig»

Deloitte-Chefökonom Michael Grampp kommentiert das Resultat der Umfrage so: «Frauen im Alter ab 50 lehnen mehrheitlich eine Rentenaltererhöhung für Frauen ab, Männer im Alter ab 50 lehnen genauso eine Rentenaltererhöhung nur für Männer ab. Zusammengefasst lässt sich sagen: Sobald eine Reform einen selbst betrifft, will Mann beziehungsweise Frau davon nichts mehr wissen. Und genau das macht eine Lösung für diese grosse Herausforderung auch so schwierig.»

Angst vor Arbeitslosigkeit im Alter

Zudem verknüpften die Jahrgänge der 50+ die Frage des Rentenalters mit der Angst vor Arbeitslosigkeit im Alter, sagt Grampp.

Zwar zeigten die Statistiken, dass ältere Arbeitnehmer heute gleich häufig arbeiteten wie jüngere Arbeitnehmer: «Aber Tatsache ist natürlich, dass, wenn ich mal einen Job verloren habe, dauert es wesentlich länger, bis ich wieder einen neuen finde. Und die Gefahr der Aussteuerung droht auch. » Das sei sicherlich ein wichtiges Argument für viele, jegliches Konzept abzulehnen.

Heftigere Ablehnung bei Frauen als bei Männern

Dass Frauen über 50 die Erhöhung des Rentenalters heftiger ablehnen als Männer, führt Grampp darauf zurück, dass sich Frauen über 50 am Arbeitsmarkt nach wie vor benachteiligt fühlen und dass ihre Haushalt- und Familienarbeit kaum je richtig entschädigt wurde.

Deswegen sagt die deutliche Mehrheit der 50+ Frauen: Länger arbeiten? Nein danke.

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137 Kommentare

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  • Kommentar von Bruno Schelker  (4435Lord)
    Bei dieser Umfrage kann ich weder Ja Noch nein stimmen.
    Wenn ein/e Mann oder Frau früher oder später in Rente gehen will, das sollte möglich sein.
    Die AHV Rente sollte entsprechend angepasst werden.
    Bruno
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  • Kommentar von Judith Köppel  (Judith70)
    Länger arbeiten will kaum einer - es sei denn, er sei selbständig. Also rauf mit der Mehrwertsteuer und rauf mit den Abzügen in der 1. und 2. Säule. Lieber über die Jahre etwas schmaler durchs Leben, als dann eine never ending story.
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    1. Antwort von Daniele Röthenmund  (Daniele Röthenmund)
      Klar noch so ein toller Vorschlag, die MWST rauf die Unsozialste Steuer erhöhen. Klar wer es hat kann gut so sprechen!
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    2. Antwort von Urs Imboden  (Uimboden)
      Warum muss alles der Staat richten, Frau Köppel? Jeder kann ja auch eigenverantwortlich sparen, um sich dann zu pensionieren, wann er will. Nun denke ich, dass arbeiten grundsätzlich auch sinnvoll und sinngebend ist (sprechen Sie mal mit Arbeitslosen). Die Pensionierung ist nicht das Lebensziel und auch keine "never ending story".
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  • Kommentar von Leonhard Müller  (Pardon)
    Weshalb wird nicht endlich eine repräsentative Umfrage gemacht, die alle möglichen Alternativen zur Auswahl stellt:
    - länger arbeiten
    - höhere Beiträge
    - Rentenkürzungen
    und zwar mit sich entsprechenden Angaben über das Ausmass? Das Ergebnis wäre für die Politik eine Steilvorlage für eine konsensfähige Lösung.
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