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Umkämpft und heiss diskutiert Wer, wo, wieviel? Die wichtigsten Fakten zur Sozialhilfe

Die Sozialhilfe im Kanton Bern wird nicht gekürzt. Das Thema ist damit allerdings nicht vom Tisch: Auch in anderen Kantonen werden Kürzungen diskutiert. Fünf Fragen und Antworten zur Sozialhilfe.

Legende: Video Aus dem Archiv: Sozialhilfe unter Druck abspielen. Laufzeit 52:23 Minuten.
Aus DOK vom 10.01.2019.

Wie viele Menschen beziehen Sozialhilfe?

2017 waren in der Schweiz rund 280'000 Personen auf die Sozialhilfe angewiesen. Das sind rund 3.3 Prozent der Bevölkerung. Zwar ist die Zahl der Sozialhilfebezüger in den vergangenen Jahren gestiegen, durch das gleichzeitige Wachstum der Bevölkerung ist die Sozialhilfequote allerdings relativ stabil geblieben – sie bewegte sich in den vergangenen zehn Jahren stets zwischen 2.9 und 3.3 Prozent.

Wo leben besonders viele Sozialhilfebezüger?

Schlüsselt man die Sozialhilfe nach Kantonen auf, so zeigen sich teilweise grosse Unterschiede. Besonders hoch ist die Sozialhilfequote in Kantonen mit städtischen Zentren wie Neuenburg (7.5 Prozent), Basel-Stadt (6.3 Prozent) oder Genf (5.9 Prozent). Deutlich unter dem schweizweiten Durchschnitt von 3.3 Prozent liegen eher ländliche Kantone wie Nidwalden (0.9 Prozent), Appenzell Innerrhoden (1.0 Prozent) oder Obwalden (1.2 Prozent). Hier beziehen gemessen an der Wohnbevölkerung weniger Menschen Sozialhilfe.

Was lässt sich über das Alter sagen?

Knapp ein Drittel der Sozialhilfebezüger sind Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren – die meisten wohnen noch bei ihren Eltern. Sie sind mit einer Sozialhilfequote von 5.3 Prozent überdurchschnittlich stark von der Sozialhilfe abhängig. Ein anderes Bild zeigt sich bei der älteren Generation: Personen zwischen 56 und 64 Jahren haben ein kleineres Risiko, von der Sozialhilfe abhängig zu werden (2.9 Prozent). Im Rentenalter sind sie gar nur noch in Ausnahmefällen auf finanzielle Mittel aus der Sozialhilfe angewiesen.

Welche Rolle spielt der Zivilstand und die Nationalität?

Weniger gute Aussichten haben Geschiedene und ledige Personen: 5.6 Prozent aller geschiedenen Personen in der Schweiz beziehen Sozialhilfe. Auffällig dabei: Die Sozialhilfequote bei Verheirateten liegt mit 1.9 Prozent wesentlich tiefer. Deutliche Unterschiede gibt es auch zwischen Schweizern und Ausländern: Die Sozialhilfequote der ausländischen Bevölkerung liegt mit 6.3 Prozent deutlich über derjenigen der Schweizer Bevölkerung (2.3 Prozent).

Wie viel kostet die Sozialhilfe?

2017 flossen rund 2.6 Milliarden Franken in die Sozialhilfe. Die Ausgaben für die Sozialhilfe sind seit 2005 – damals waren es 1.7 Milliarden – gestiegen. Gründe für den Kostenanstieg sind unter anderem das Bevölkerungswachstum, die Zunahme von Einpersonenhaushalten und Alleinerziehenden.

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25 Kommentare

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  • Kommentar von Werner Christmann  (chrischi1)
    An der Sozialhilfe sollte nicht generell herumgeschraubt werden. Wenn man jedoch nachrechnet was eine Flüchtlingsfamilie mit 5 Kindern monatlich bezieht stellen sich schon Fragen. Schon mal überlegt, wieviel eine einfache, arbeitende Schweizer Famlilie monatlich zur Verfügung hat?
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  • Kommentar von Eva Werle  (Eva Werle)
    wenn sich arbeit im vergleich zur sozialhilfe wieder lohnen soll, dann muss nicht die sozialhilfe unter das existenzminimum gedrückt werden, sondern es müssen löhne gezahlt werden, die über der sozialhilfe liegen. sonst fördern wir den billiglohnsektor und die verantwortung der arbeitgeber wird mehr und mehr dem steuerzahler zugeschoben: was der arbeitgeber nicht an lohn zahlt, muss die öffentliche hand, sprich der steuerzahler, draufzahlen.
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  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Sicherheit für alle BürgerInnen: eine gesamtschweizerische "Grundversicherung"!
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