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Legende: Audio Was bringt ein Ozeanium in Basel? abspielen. Laufzeit 02:28 Minuten.
02:28 min, aus SRF 4 News aktuell vom 21.01.2019.
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Umstrittenes Ozeanium Schutzprojekt oder Besuchermagnet?

Meerwesen in der Binnenstadt Basel beobachten: Das Referendum gegen das Projekt ist zustande gekommen.

Der Widerstand gegen das geplante Ozeanium im Basler Zoo kommt von Umweltverbänden und den Basler Grünen. In kürzester Zeit sammelten sie mehr als doppelt so viele Unterschriften für ein Referendum, als nötig gewesen wären. Thomas Grossenbacher, Politiker der Grünen, sagt, er sei selber erstaunt, wie viele Leute das Referendum unterschrieben hätten. «Es wurde auch von weniger politischen Menschen unterstützt. Private erklärten sich aktiv bereit, auf die Strasse zu gehen und Unterschriften zu sammeln.»

«Tiere über den ganzen Globus transportieren»

Der grosse Widerstand überrascht, weil der Basler Zoo mit über einer Million Besucher pro Jahr beliebt ist. Die Gegner des Grossaquariums scheinen aber einen Nerv getroffen zu haben. «Wir treten nicht gegen den Zoo an, sondern gegen das Projekt, das der Zoo mit dem Ozeanium vorschlägt. Wir sind gegen die Idee, dass Tiere über den ganzen Globus nach Basel transportiert und ausgestellt werden sollen unter dem Label, dass man Tiere schützen wolle.» Das Ozeanium verursache Tierleid und schwäche das Ökosystem, monieren die Gegner.

Zoo will Botschaft vermitteln

«Stimmt nicht», widerspricht der Direktor des Zoos Olivier Pagan. Im Gegenteil, das Grossaquarium leiste einen Beitrag zum Schutz der Meere. «Wir möchten mit dem Ozeanium erreichen, dass durch die Begeisterung für das lebendige Tier die Besucherinnen und Besucher zum Nachdenken angeregt werden.» Es gehe darum, die Botschaft, Sorge zu diesem Ökosystem zu tragen, an die Leute bringen können.

Voraussichtlich im Mai stimmt die Basler Bevölkerung über das Ozeanium ab. Der Zoodirektor erwartet einen emotionalen Abstimmungskampf. «Wir werden ihn als wissenschaftlich geführte Institution mit sachlichen Argumenten stützen.» Der Zoo beschäftige etliche Tierpflegerinnen und Tierpfleger, die auf die Haltung von Fischen und Meeresorganismen spezialisiert seien. «Sie werden den Zoo Basel sachlich vertreten können.»

Der Direktor hofft, dass die Zuneigung der Baslerinnen und Basler zum Zoo grösser ist als die Bedenken gegenüber dem Ozeanium.

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32 Kommentare

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  • Kommentar von Erich Christen  (che1)
    Kein Wildtier, weder Unterwasser noch Überwasser, kann Artgerecht gehalten werden. Darunter gehören auch Nutztiere. Dieses Projekt dient der Unterhaltung von Menschen. Der Zoodirektor ist ein Unternehmer wie jeder andere Unternehmer auch und ist an Standortentwicklung interessiert. Verantwortlich für Löhne und Angestellte. Zoos und andere Tieraussteller sowie die Filmindustrie sorgen dafür das der Mensch haben will und dorthin will was er sieht. Beispiel, Galapagos, Finding Nemo etc, etc.
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  • Kommentar von Peter Amthauer  (Peter.A)
    Frage:
    Warum gräbt man das Ozeanium nicht ein?
    Spart wertvolle Grünfläche.
    MfG
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  • Kommentar von Christian Mueller  (Christian Mueller)
    Wie viele der Kommentierenden essen privat wohl Meeresfische? Da sollte man den Hebel zuerst ansetzen.
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    1. Antwort von Peter Isler  (SchweizerQualität)
      Warum jede Menge Leute bei so vielen Entscheidungen immer das "entweder oder" betonen - wohlgemerkt immer mit dem Zusatz "zuerst das eine" wird sich mir immer entziehen. Man kann keine Fische essen und gegen das Ozeanium sein. Gleichzeitig. Man kann kein Auto besitzen und nicht fliegen. Man kann Praktiken kritisieren und an sich selbst arbeiten.
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