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Unfall im Gotthardtunnel «Der Chauffeur hatte keine Chance»

Legende: Video Augenzeuge Driss El Ghnymy zum Unfall im Gotthardtunnel abspielen. Laufzeit 01:22 Minuten.
Aus News-Clip vom 13.12.2017.
  • Driss El Ghnymy fuhr mit seinem Lieferwagen vor dem LKW, der am Mittwoch frontal mit einem Auto kollidierte.
  • Im Rückspiegel beobachtete El Ghnymy, wie das Auto im Gotthardtunnel von der Spur abkam und auf die Gegenfahrbahn geriet.
  • Beim Unfall starben zwei Personen. Die tödlich Verunglückten sassen am Steuer der beiden Fahrzeuge.

«Ich muss immer an den Chauffeur denken», sagt El Ghnymy zu SRF, nachdem er bei der Bereitschafts- und Verkehrspolizei den Unfallhergang beschrieben hat. Im Rückspiegel habe er gesehen, wie das schwarze Auto seine Spur verliess und frontal mit dem LKW zusammengeprallt sei. Der LKW sei daraufhin in die Mauer geprallt. «Ich habe sofort gedacht, das ist eine grosse Katastrophe. Der Lastwagenfahrer ist tot. Er hat keine Chance», schildert der Augenzeuge seine Gedanken.

Er müsse nun die ganze Zeit an den 78-jährigen Mann denken, der am Steuer des Lastwagens sass, so El Ghnymy, der selbst Chauffeur ist. «Er hat sich korrekt verhalten, ihn trifft keine Schuld.» Dass der Mann aus Obwalden so sein Leben verloren habe, sei absurd.

Nur wenige Sekunden vor dem Zusammenprall sei das Auto nur knapp an ihm vorbeigeschrammt. Es sei immer weiter nach links gefahren, bis es ganz auf der Gegenfahrbahn war. Dann kam es zum Unfall. Die beiden Fahrer hätten keine Chance gehabt.

Er selbst sei auch Stunden nach dem tragischen Vorfall noch immer geschockt. «Ich sehe das Ganze immer vor mir», so El Ghnymy am Mittwochabend.

Legende: Video «Ich muss immer an den Chauffeur denken» (franz.) abspielen. Laufzeit 02:47 Minuten.
Aus News-Clip vom 13.12.2017.
Legende: Gotthard Strassentunnel Gotthard Strassentunnel

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11 Kommentare

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  • Kommentar von Klaus Waldeck (kdwbz)
    Es gibt in der CH-Strassengeschichte eine ganze Reihe von Beispielen (z.B. Rheintal, Cadenazzo TI ...) bei den die Strassen erst duch den Einbau von Mittel-Leitplanken entschärft werden konnten. Möglicherweise wäre es sinnvoll etwas derartiges auch für den Gotthardtunnel vorzusehen (z.B. einen Gehstreifen entfernen um die notwendige Breite zu bekommen) Wenn dadurch bis zur Fertigstellung der 2.Röhre Menschenleben gerettet werden können lohnt es sich allemal.
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  • Kommentar von Christophe Bühler ((Bühli))
    @ Christophe Lorenz: Seit Jahren steht die 2te Röhre unausgebaut im Berg herum. Verantwortungslos wurde der Ausbau hinausgezögert. Zivilcourage wäre, die Fortschrittsverhinderer finanziell zur Verantwortung zu ziehen, anstatt die Ansprüche auf alle Versicherungsleitster abzuwälzen. Da haben Sie philosophisch gesehen recht.
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  • Kommentar von Daniel Schiebler (davsch3)
    Die CH-Strassen sind gefährlicher als in Deutschland, Frankreich etc. Und sehr viele verantwortungslose Fahrer (Übermüdung-SMSle, Telefonieren etc.). Wird Zeit kommen die Überwachungskameras, für Autos, Vorreiter Volvo.
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    1. Antwort von Albert Planta (Plal)
      Wenn ich an den Montblanc-Tunnel denke steht die Schweiz nicht so sehr im Abseits, zumal die zweite Röhre ja gebaut wird.
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    2. Antwort von S. Meier (SM)
      und was, wenn der PKW-Fahrer Panik bekommen hat? Es wird nähmlich sehr warm im Tunnel und der eine oder andere bekommt da schon ein ungutes Gefühl beim Fahren. Es muss nicht zwingend SMSle, Telefonieren oder Übermüdung gewesen sein.
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