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Unfallstatistik 2020 Die Zahl der tödlichen Verkehrsunfälle hat wieder zugenommen

  • Die Zahl der Verkehrstoten auf Schweizer Strassen hat im letzten Jahr wieder zugenommen.
  • Insgesamt starben dabei 227 Menschen, 40 mehr als im Vorjahr.
  • Die Zahl der Schwerverletzten liegt bei 3797, das ist eine Zunahme von 158 Personen.

Der langfristige Trend bei den Opferzahlen ist in der Schweiz über die letzten Jahre hinweg betrachtet jedoch sinkend, wie das Bundesamt für Strassen (Astra) in seiner am Donnerstag veröffentlichten Strassenverkehrsunfallstatistik mitteilte. Schwer verletzt wurden letztes Jahr bei Verkehrsunfällen 3797 Personen, im Vorjahr waren es 3639.

Unfallstatistik 2020 Quelle: Astra

Verkehrsmittel
Getötete
Schwerverletzte
Auto71 (+6)
611 (-95)
Motorrad52 (+22)
998 (+8)
Velo29 (+13)
934 (+132)
E-Bike15 (+4)
521 (+166)
Fussgänger
36 (-1)
408 (-116)

Aufgeschlüsselt nach der Art der verunfallten Verkehrsmittel kamen 2020 mit 71 die meisten Opfer als Insassinnen und Insassen eines Autos ums Leben. Das sind 6 mehr als im Vorjahr. Schwer verletzt wurden in Autos 611 Personen und damit 95 weniger. Von 11 auf 17 gestiegen ist die Zahl der Getöteten bei einem Unfall unter Alkoholeinfluss.

Motorrad-Boom wegen neuem Regime

Beim Motorradfahren starben 52 Menschen nach 30 im Vorjahr. Mit 39 starb der grösste Teil von ihnen ausserorts. Schwer verletzt wurden 998 Motorradfahrerinnen und -fahrer, 8 mehr als 2019.

Einen Einfluss auf die Entwicklung der Motorradunfälle hatte gemäss dem Astra eine Änderung im Fahrausweis-Regime. Seit 2021 ist es nicht mehr möglich, direkt mit einer schweren Maschine anzufangen. Deshalb lösten 2020 viele noch einen Lernfahrausweis nach altem Regime.

Pandemie fördert Velos

Mit dem Velo verunglückten 29 Personen tödlich, 13 mehr als im Vorjahr. Auffallend dabei war der Anstieg der innerorts Getöteten von 9 auf 19.

Auffallend war weiter die Zunahme bei den getöteten Velofahrenden ab dem Pensionsalter von 6 auf 14.

Beim E-Bike-Fahren stieg die Zahl der tödlich Verunglückten und schwer Verletzten wie in den Vorjahren weiter an. 15 Menschen wurden dabei getötet nach 11 im Vorjahr. Schwere Verletzungen erlitten mit 521 deutlich mehr Menschen als 2019 (355). Meist handelte es sich um Schleuder- oder Selbstunfälle.

Wegen der Pandemie stiegen viele Leute vermehrt auf ein Zweirad mit oder ohne Hilfsantrieb um, wie das Astra schrieb. Die so zurückgelegten Kilometer nahmen gemäss einer Mobilitätsstudie im Zusammenhang mit Covid-19 deutlich zu.

Bei den tödlich verunfallten Fussgängerinnen und Fussgängern sank die Zahl um ein Opfer auf 36. Fast die Hälfte davon starb auf einem Fussgängerstreifen. Schwer verletzt wurden 408 Personen nach 524 im Vorjahr.

SRF 4 News, 18.03.2021,12.30 Uhr;

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Katica Öri  (Katiöri)
    Dreistigkeit hoch 2 ist Mode! Meistens bei Elektro Velo Fahrern(innen), SUV‘s Fahrer(innen), Auto‘s mit mehr PS. Velo Fahrern(innen) holen sich fast immer ohne Rücksicht auf andere Verkehrs Teilnehmer ihre Vortritt, sie sind mit dieser Einstellung auch in den Wälder auch unterwegs. In der Innenstädte sollte SUV‘s verboten werden und viel mehr Autosteuer für PS starken Auto‘s.
  • Kommentar von bert galzer  (galzer)
    Hauptproblem Nr. 1 ist Unaufmerksamkeit. Warum? Weil staatliche Vorschriften z. B. immer mehr elektronische Helferlein fordern b. Auto, Mopeds, LKW's usw. Resultat: Die Leute verlassen sich immer mehr auf Assistenzssystem und verlernen das Fahren-vergessen, dass sie selbst immer wachsam sein müssen usw.
    Zudem werden die Tempi immer langsamer, mehr 80-100 km auf Autobahnen, weniger Tempi auf Land-Gemeindestrassen, was automatisch zu mehr Ablenkung führt, man schaut sich die Landschaft an...
  • Kommentar von Mike Steiner  (M. Steiner)
    Also tritt eigentlich alles ein, wovor man gewarnt hatte. Kann Bundesbern eigentlich auch etwas anderes als Chabis produzieren?