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US-Präsident besucht das WEF Davos – Trumps gemütlichste Bühne

Legende: Video Fokus: Trumps zweiter WEF-Besuch abspielen. Laufzeit 03:43 Minuten.
Aus 10vor10 vom 19.12.2018.

In fünf Wochen wird US-Präsident Donald Trump wieder Platz nehmen auf der Bühne des WEF in Davos. Klar ist: Am Weltwirtschaftsforum ist es für Trump sehr viel gemütlicher als in Washington, wo die FBI-Ermittlungen dem Präsidenten praktisch täglich näher kommen. Doch was führt Trump ausserdem nach Davos? Drei Gründe:

1. Rampenlicht

Dass Donald Trump wieder in die Schweiz kommt, ist für Martin Naville keine Überraschung. Für den Direktor der schweizerisch-amerikanischen Handelskammer ist klar: Trump kann mit einem erneuten Davos-Besuch nur gewinnen: «Davos ist in diesen drei Tagen das Zentrum der Welt, Trump steht gerne im Zentrum der Welt – the big show – und darum fühlt er sich sehr zuhause hier. Er kann in Davos sehr viele Gespräche führen, wofür er sonst die ganze Welt bereisen müsste.» Trump geniesst in in der Schweiz die volle Aufmerksamkeit. Er braucht die Bühne für seine Politik.

Legende: Video Naville: «Trump kann in Davos sehr viele Gespräche führen» abspielen. Laufzeit 00:18 Minuten.
Aus 10vor10 vom 19.12.2018.

2. Direkte Gespräche

Trump trifft in Davos die wichtigen Staats- und Regierungschefs, führt bilaterale Gespräche im Akkord. «Im Hinterkopf hat er seine vielen Baustellen. Er hat ja vieles aufgerissen, Iran, Russland, China usw.», sagt Naville. In Davos könne er mit den anderen Hauptspielern direkt diskutieren, ohne Medien und ohne Tweets. Seine Position anbringen und auch hören, was die andere Seite wolle. «Es ist für ihn wichtig, dass dort direkte Kommunikation herrscht, da kann er seine Themen vorantreiben.»

Auffällig: Donald Trump nimmt eine bedeutend grössere Delegation mit als letztes Jahr. Neben Finanzminister Steven Mnuchin, auch Handelsminister Ross und Aussenminister Mike Pompeo. Aber auch Tochter Ivanka und Schwiegersohn Jared Kushner sind mit von der Partie.

Das sei kein Zufall, sagt USA-Korrespondent Peter Düggeli: «Der entscheidende Unterschied aussenpolitisch ist, dass er Jared Kushner mitnimmt. Dieser ist beauftragt, einen Friedensplan für den Mittleren Osten zu kreieren. Damit ist er bisher noch gar nicht weit gekommen. Das WEF ist immer auch ein Anlass, wo man verschiedene Politiker trifft, auch aus dem Mittleren Osten. Ich kann mir vorstellen, dass er da sicher einen Schritt weiter kommen will in der Angelegenheit.»

Legende: Video Düggeli: «Trump bringt Kushner mit» abspielen. Laufzeit 00:22 Minuten.
Aus 10vor10 vom 19.12.2018.

3. Marketing

Am Schluss will Trump in Davos aber auch wieder Werbung machen. Für die USA und deren Wirtschaft. Genau wie er letztes Jahr betonte: «Viele Leute kommen wieder zurück in die USA, wir haben grosse Investitionen, heute ist ein grossartiger Tag für unser Land.»

«Wirtschaft bedeutet auf der einen Seite, Aufträge für die Firmen einzuholen», sagt Düggeli. Trump wolle erreichen, dass möglichst viele Firmen in den USA investieren. Er wolle zeigen, dass die USA ein gutes Land seien.

«Ein anderer Punkt wird oft unterschätzt. Trump ist fokussiert wie ein Laser auf die Aktienkurse», sagt Düggeli weiter. «Die Aktienkurse waren relativ lange gut während seiner Amtszeit, nun sind sie ein bisschen gefallen. Da will er Optimismus verbreiten, auch für amerikanische Firmen, dass wieder in Aktien investiert wird.»

Legende: Video Trump: «Ein grossartiger Tag für unser Land» abspielen. Laufzeit 00:18 Minuten.
Aus 10vor10 vom 19.12.2018.

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