Am Tag nach dem Brand wird das Ausmass der Zerstörung erst richtig sichtbar: ausgebrannte Autos, daneben die verkohlten Reste des komplett ausgebrannten Gebäudes. Die Aufräumarbeiten sind in vollem Gang, ein Kran hebt die verbrannten Holzbalken in eine Abfallmulde.
Polizei ermittelt wegen Brandstiftung
Wie es zum Brand kam, ist noch unklar. Die Polizei hat vier junge Männer festgenommen, wie sie am Dienstag mitteilte. Gegen sie werde nun wegen möglicher Brandstiftung ermittelt, die Polizei suche Zeugen. Allerdings gestalte sich die Suche nach Beweismitteln äusserst schwierig, da die Gefahr besteht, dass die Überreste des Gebäudes einstürzen können.
Dominic Rohner steht in den Trümmern seiner Firma. «Alles, was wir retten konnten, war eine kleine Vase.» Sein Geschäft für Industrie- und Tankanlagen sei mitten im Brandherd gewesen. Er müsse nun alles wieder beschaffen: Werkzeuge und Laboreinrichtung.
Abdullah Alemdar hatte hier den Showroom seiner Solaranlagen. Es sei ein mulmiges Gefühl, neben den verbrannten Überresten zu stehen. «Unser Geschäft ist dem Erdboden gleichgemacht, es ist nichts übrig.» Nun müsse er mit seinem Geschäft neue Räumlichkeiten suchen. «Es war eine super Nachbarschaft hier, es ist traurig, das zurückzulassen.»
Ein anderer Inhaber eines Kleinbetriebs berichtet von grosser Solidarität nach dem Unglück. «Auf Facebook haben sich viele Leute bei mir gemeldet – ich kann heute noch mehrere Immobilien anschauen», sagt Kevin Pletscher von der KP Folienwerkstatt. Trotzdem sei es hart, seine Firma so zu sehen: «Wir sind erst im Mai hier eingezogen.»
Keine Verletzten, doch Sachschaden ist gross
Gemeindepräsident Matthias Mundwiler hofft, dass die betroffenen Firmen möglichst bald einen neuen Standort finden. Seine Gemeinde wolle dabei helfen. Er erfuhr als einer der Ersten vom Brand. «Als ich hörte, dass es brennt, hatte ich kein gutes Gefühl. Immerhin ist niemand verletzt worden, da bin ich sehr froh.»
Der Brand hat auch Auswirkungen auf die Waldenburgerbahn der BLT, deren Gleise direkt neben dem Gewerbegebiet in Bubendorf verlaufen. Die hohe Hitze hat einen Fahrleitungsmast verbogen, weshalb die Züge voraussichtlich erst ab Donnerstag wieder auf der Strecke fahren können.
Reto Rotzler, Leiter Infrastruktur bei der BLT, ist erstaunt über das Ausmass des Brandes: «Ich bin seit zwanzig Jahren bei der BLT, aber ein Feuer so nah an den Gleisen – das habe ich noch nie erlebt.» Der finanzielle Schaden betrage wohl bis zu 100'000 Franken.