Zum Inhalt springen

Header

Navigation

Legende: Video Angestellte haben weniger Geld in der Tasche abspielen. Laufzeit 00:52 Minuten.
Aus Tagesschau vom 30.04.2019.
Inhalt

Vergleich mit 2017 Schweizer Angestellte haben weniger Geld im Portemonnaie

  • Schweizer Angestellte hatten im Jahr 2018 unter dem Strich weniger Geld zur Verfügung als noch 2017.
  • Die Löhne stiegen auf dem Papier im Schnitt um 0.5 Prozent.
  • Aufgrund der Teuerung konnte man sich damit jedoch weniger kaufen.

Die Anpassung der Löhne an die Teuerung bei den Lohnverhandlungen spielt eine wichtige Rolle, doch verschätzten sich letztes Jahr die Ökonomen. Während der Lohnrunde Ende 2017 wurde die Inflation noch auf 0.2 Prozent geschätzt, doch belief sie sich schliesslich auf 0.9 Prozent, sodass die um die Preiserhöhungen korrigierten Reallöhne um 0.4 Prozent sanken. Das zeigen die neuen Zahlen des Bundesamts für Statistik (BFS).

Die Reallöhne seien bereits das zweite Jahr in Folge zurückgegangen, schrieb das BFS. 2017 war die Kaufkraft der Löhne um 0.1 Prozent gesunken. Davor allerdings hatten die Arbeitnehmenden in der Schweiz profitiert: Über die letzten fünf Jahre hinweg betrachtet sind die Löhne laut BFS durchschnittlich um 0.6 Prozent gestiegen.

Grosse Unterschiede nach Branchen

Im letzten Jahr mussten vor allem die in der Industrie tätigen Personen ihren Gürtel enger schnallen. Denn im Industriesektor erhöhten sich die Nominallöhne mit 0.3 Prozent noch schwächer als in der Gesamtwirtschaft.

Innerhalb des Sektors habe es allerdings grosse Unterschiede gegeben, hielt das BFS fest. So hatten Mitarbeitende in der Chemie- und Pharmabranche auf dem Papier 1.7 Prozent mehr Geld im Sack, während in der Holz-, Papier- und Druckindustrie die Nominallöhne um 0.4 Prozent zurückgingen.

Im Dienstleistungssektor zogen die Löhne um 0.5 Prozent an. In den Finanzdienstleistungen gab es Lohnerhöhungen von 1.5 Prozent, im Medien- und Telekommunikationsbereich sowie bei Informationstechnologie und -dienstleistungen je 1.4 Prozent.

Einbussen für Freiberufler

Auf der anderen Seite mussten die freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen sowie die Post-, Kurier- und Expressdienste Lohneinbussen von je 0.1 Prozent verkraften.

Bei den wichtigsten Gesamtarbeitsverträgen (GAV), denen fast eine halbe Million Arbeitnehmende angeschlossen sind, wurde für 2018 kollektivvertraglich eine Nominallohnerhöhung von 0.3 Prozent vereinbart.

Entwicklung der Nominallöhne nach Wirtschaftszweig 2018 im Vergleich zu 2017
Schliessen

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

75 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Alex Schneider  (Alex Schneider)
    Die Löhne bleiben hinter dem Wachstum der Produktivität zurück!
    In den Industrieländern stieg die Produktivität in den letzten 40 Jahren schneller als die Löhne. Der Anteil des Kapitals am Bruttoinlandprodukt hat zugenommen, jener der Arbeit ist zurückgegangen. Der Dialog über ein neues Gleichgewicht wurde verdrängt durch die Suche nach wirtschaftlicher Wettbewerbsfähigkeit in einer globalisierten Welt.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Olaf Schulenburg  (freier Schweizer)
    Die längsten Arbeitszeiten auf dem Kontinent, am wenigsten Ferien und Feiertage, fortlaufende Kürzungen in der Pensionsabsicherung, explodierende KKPrämien, die höchsten Güterpreise, die grösste Lohnschere, Auflösung des Versichertenschutzes, aber Milliardengeschenke an nationale und internationale Konzerne, 10 % Lohnerhöhung der Chefetage, keine Dividendensteuer. Die Liste lässt sich endlos fortsetzen, Wann merken die Schweizer endlich, dass sie mit der SVP ihren eigenen Schlächter wählen?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Andi Solenthaler  (Solifant)
    N.Schmid
    Da haben sie Recht...aber wenns mit 3 bis 5Prozent weniger Geld eng wird, leben sie definitiv über ihren Verhältnissen...
    Ablehnen den Kommentar ablehnen