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Verkauf von Hanf Nationalrat will Studien zu Cannabis erlauben

  • Der Nationalrat spricht sich für eine Lockerung im Umgang mit Cannabis aus.
  • Mit einer knappen Mehrheit hat die grosse Kammer entsprechenden Vorstössen zugestimmt.
  • Vertreter der CVP und der SVP lehnten diese allerdings ab.
Hanfpflanze.
Legende: Keystone

Der Nationalrat wünscht gesetzliche Grundlagen, um Studien zum legalen Verkauf von Cannabis zu erstellen. Gleich vier identische Vorstösse verlangten, einen Experimentierartikel im Betäubungsmittelgesetz zu schaffen. Damit sollen Versuche zur regulierten Abgabe von Cannabis möglich sein.

Liberalisierung des Cannabiskonsums?

Befürworter und Initianten wie FDP-Nationalrätin Regine Sauter versprechen sich davon wertvolle Impulse, um die Probleme im Umgang mit Cannabis zu bewältigen. Der Entscheid für die Vorstösse fällt allerdings knapp aus: Nationalräte der SVP und CVP sprechen sich gegen die Vorlage aus. Damit werde die Liberalisierung des Cannabiskonsums durch die Hintertür eingeführt, erklärt SVP-Nationalrätin Verena Herzog.

Hintergrund der Vorstösse ist der Wunsch der Universität Bern, einen wissenschaftlichen Versuch durchzuführen. Dabei soll herausgefunden werden, wie sich ein kontrollierter Zugang zu Cannabis auf die Gesundheit der Konsumenten und auf die Drogenszene auswirkt. Das Bundesamt für Gesundheit hatte die Bewilligung für diese Studie allerdings abgelehnt. Dies mit der Begründung, dass die gesetzliche Grundlage dafür fehle.

Cannabis als Medikament für chronisch Kranke

Die gesetzliche Grundlage soll nach dem Willen des National- und auch des Bundesrats nun geschaffen werden. Der Nationalrat spricht sich auch für die ärztliche Abgabe von Cannabis als Medikament an chronisch Kranke aus. Cannabis könne Schmerzen, Übelkeit, Krämpfe oder Schwindel der Betroffenen lindern, wenn sonst keine Medikamente mehr wirkten.

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30 Kommentare

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  • Kommentar von Anita Rusterholz (Anita Rusterholz)
    Das jahrelange hadern um die Legalisierung von Cannabis ist für mich absolut unverständlich. Doch aufgepasst: Chemiekonzerne wie Bayer, Monsanto und Scotts Miracle-Gro arbeiten fieberhaft an der Patentierung dieser Naturheilpflanze. Wenn sie Erfolg haben, wird sich die Landschaft des legalen Krauts für immer zugunsten von Unternehmensmonopolen und Qualitätskontrollimperien verändern, was die Vielfalt in dieser florierenden Geldpflanze zerstören wird. -Eine wichtige Pflanze auch für Bio-Bauern.
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  • Kommentar von Roman Kellermeister (rkellermeister)
    In jeder Session wird das seit Jahren ohne Fortschritte diskutiert - jetzt will man Studien zulassen!? Die Kommentare, welche hier immer wieder mit harten Drogen oder auch Bier vergleichen, sollen mal beim Thema bleiben. Cannabis wäre richtig angewendet eine Heilpflanze und wirksamer als viele von der Pharma produzierte und durch swissmedic zugelassene Medikamente. die mächtige Pharma wollen aber wohl keine Zulassung. Zimt war auch mal verboten - weil billige Konkurrenz zur Pharma-Produkten.
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  • Kommentar von Jürg Hälg (Oldie66)
    Ich hatte 30 Jahre lang Schmerzen an der Bauchspeicheldrüse. Habe grosse Mengen Opiate geschluckt (gesetzeskonform und von Ärzten verschrieben) bis ich Haluzinationen gröberen Ausmasses bekam. Aber die Schmerzen sind geblieben.Seit Anfang 2017 habe ich (vom BAG genehmigt und vom Arzt verschrieben und abgegebenen) ein Canabis-Produkt. Halluzination weg; Schmerzen weg. Habe wieder ein Leben!!! Noch Fragen.???
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    1. Antwort von Rolf Künzi (Unbestimmt)
      ganau in der Pflanze steckt Heilkraft und zwar nicht wenig. Kenn einige solche Beschreibungen.
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    2. Antwort von Rolf Künzi (Unbestimmt)
      ganau in der Pflanze steckt Heilkraft und zwar nicht wenig. Kenn einige solche Beschreibungen.
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    3. Antwort von Charles Dupond (Egalite)
      Es ist ein Skandal, dass Canabismedikamente nicht wie alle anderen Medikamente gegen aerztliches Rezept ohne weiter buerokratische Schickanen abgegeben wird. Das ist jedoch kein Grund, Cannabis an jeden, der eine Ersatzdroge fuer die Unterdrueckung seiner natuerlichen Grundbeduerfnisse braucht, auch abzugeben. Schliesslich werden auch (adere) Medikamente nur bei einer entsprechenden medizinischen Indikation verschrieben....
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