Zum Inhalt springen

Header

Audio
Viele Absagen: Skiferien für einmal auch spontan möglich
Aus Espresso vom 12.02.2021.
abspielen. Laufzeit 03:06 Minuten.
Inhalt

Viele Absagen Skiferien für einmal auch spontan möglich

Noch nie wurden Skiferien so kurzfristig gebucht, wie in diesem Winter. Und es gibt noch immer freie Wohnungen.

Normalerweise gilt bei Ski- und Winterferien: Der frühe Vogel fängt den Wurm. Denn: «Normalerweise ist es ab Mitte Dezember schwierig, für den Februar noch Wohnungen zu finden», sagt Dani Koller, CEO des Ferienwohnungsvermittlers e-domizil im SRF-Konsumentenmagazin «Espresso». Nicht so in diesem Winter. Wer spontan doch noch in die Berge will, hat gute Chancen, noch ein Haus oder eine Wohnung zu finden.

Viele haben mit der Buchung zugewartet

Der Grund: Viele Leute haben zugewartet. «Bei uns buchen die Kunden aktuell sehr kurzfristig», sagt Bianca Gähweiler, Sprecherin des Anbieters Interhome. Und kurzfristig heisst, schon für den nächsten Tag oder maximal zwei Wochen im Voraus. Das habe man in diesem Ausmass noch gar nie erlebt. Auch e-domizil-Chef Dani Koller bestätigt das. Deshalb haben in diesem Winter auch Kurzentschlossene noch gute Chancen, eine Bleibe in den Bergen zu finden.

Aber nicht nur die Kurzfristigkeit führt dazu, dass noch immer Ferienwohnungen und -Häuser verfügbar sind. «Einerseits kommt es wegen der Fünf-Personen-Regel wieder zu freien Wohnungen», sagt Koller. Andererseits gebe es auch viele Absagen aufgrund von Quarantäne oder Krankheit. Diese Wohnungen sind daher plötzlich wieder verfügbar. Auch das sei sehr aussergewöhnlich für diese Saison.

Kleinere Regionen profitieren

Auch Hotelzimmer seien immer noch verfügbar, schreibt der Branchenverband Hotellerie Suisse. Je nach Anspruch und Budget könne man auch kurzfristig noch etwas finden. In Bezug auf die Auslastung machen die Hotels und Interhome die gleichen Erfahrungen: Die Gäste aus der Schweiz können den Ausfall aus dem Ausland nicht kompensieren. Die Beherbergungszahlen von den Wintermonaten fehlen zwar noch. Die Regionen Graubünden und Wallis gehen aber nach eigenen Umfragen von einem Rückgang der Auslastung von 40 Prozent aus für die Sportferien, verglichen mit 2020.

Anders bei e-domizil. Chef Dani Koller sagt, man erlebe seit dem Lockdown im Frühling 2020 einen regelrechten Boom. «Wir verzeichnen für die Wintermonate von November bis März bei den Buchungszahlen ein Plus von 50 Prozent». Profitieren würden dabei vor allem kleinere Regionen und Gemeinden. Als Grund vermutet Koller, dass viele Leute einen Tapetenwechsel suchen und nicht unbedingt für den Wintersport in die Ferien fahren.

Espresso, 12.02.2021, 08:13 Uhr

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

4 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Angela Doppelhofer  (AnDoHo)
    Jeden Tag an die frische Luft! Und wenn es obenraus noch viel Sonne hat!(Vitamin D produktion) dann ist das im Winter ein gutes Training fürs Immunsystem..
    Ich gönne jeder/em die Sonnenstunden in der kalten oft im Unterland grauen und Nebelbedeckten Zeit!
    Wir werden heute draussen am See am Feuer kochen! Das ist spannend und hält warm!
  • Kommentar von Andreas Müller  (Hugh Everett)
    Man kann ja auch mal auf die Skiferien verzichten. Ist erstens nicht schwer und zweitens erst noch gratis.
    1. Antwort von Karin Schmid  (Karin Schmid)
      Klar kann man, muss man aber nicht!
      Viele haben seit einem Jahr auf alle Ferien und fast alle Freizeitvergnügen verzichtet.
      Da tut ein Tapetenwechsel dem Gemüt und der Gesundheit gut! Diese Leute sind dann vermutlich gestärkt, um denn weiteren Lockdown mental besser durchzustehen.
    2. Antwort von Rolf Huber  (RolfHuber)
      Wir hatten herrliche Skiferien. Weniger Leute als sonst, aber perfekter Schnee und überall gut gelaunte Leute. Das macht Freude und ist sicher sinnvoller und gesünder, als sich zuhause einzuschliessen.