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Buchung von Ferienwohnungen: Die Crux mit der Gruppengrösse
Aus Tagesschau vom 06.02.2021.
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Corona-Massnahmen Die Fünf-Personen-Regel sorgt in den Skigebieten für Ärger

Wer eine Ferienwohnung für mehr als fünf Personen gebucht hat, kann die Sportferien nicht wie geplant verbringen.

Die sogenannte Fünf-Personen-Regel macht dieses Jahr vielen, die für die Sportferien eine Wohnung gemietet haben, einen Strich durch die Rechnung. Im privaten Rahmen dürfen sich seit Mitte Januar nur noch maximal fünf Personen treffen – Kinder inklusive.

Diese Regel war noch nicht absehbar, als die Lehrerin Andrea Bösiger und ihre Freundinnen eine Ferienwohnung für die Sportferien gebucht haben. Nun bleibt aber eines der Zimmer leer: «Wir waren sieben Personen – und der Vermieter sagte uns, wir müssten auf fünf reduzieren. Zwei Kolleginnen haben sich dann entschieden, dass sie zu Hause bleiben.»

Bei Fixpreis gibt es kein Geld zurück

Die Firma e-Domizil ist eine der grössten Ferienwohnungs-Plattformen in der Schweiz. Chef Daniel Koller sagt, dass sie über 1000 Personen angeschrieben hätten, die für mehr als fünf Personen gebucht hätten. Viele hätten jemanden zu Hause gelassen. Er sagt: «Ob es das Geld zurückgibt, hängt davon ab, ob das Haus einen Fixpreis hat oder ob die Preise personenabhängig sind. Wenn sie personenabhängig sind, dann gibt es selbstverständlich eine Reduktion.»

Auch die Stiftung für Konsumentenschutz SKS kennt das Problem mit der Fünf-Personen-Regel. Geschäftsführerin Sara Stalder rät, auf alle Fälle das Gespräch mit dem Vermieter zu suchen. Und: «Eine Reiseversicherung bringt etwas – und dann sollte man auch genau schauen, was im Vertrag steht.»

Die Polizei setzt auf Eigenverantwortung

Lehrerin Andrea Bösiger hatte Glück im Unglück: Ihre Gruppe hat eine kleine Reduktion zugesprochen erhalten. Klar ist: Die Regel sorgt in den Skigebieten für viel Diskussionsstoff.

SRF-Korrespondent Urs Schnellmann in Flumserberg (SG) sagt: «Die Daten der Wohnungs-Reservationen mit mehr als fünf Personen bleiben bei der Buchungs-Plattform und werden nicht an die Behörden weitergegeben. Auch die Polizei setzt auf Eigenverantwortung.» Generelle Kontrollen in Chalets seien nicht geplant, sagte die Kantonspolizei auf Anfrage von SRF News.

Tagesschau, 6.2.2021, 19:30 Uhr;

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82 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Zuber  (Hä nuuh)
    Mir hängt die Diskussion mit der Schifahrerei dermassen aus dem Hals heraus.
    Nicht mal ein paar Schuhe kann man kaufen.
    Ja ich will die anprobieren, nicht den Zalandoo Dreck aus China.
    Aber die Geldsäcke und und die "ich will Spass Egoisten" haben in unserer Kultur offensichtlich Vorfahrt.
  • Kommentar von Markus Hunziker  (MH1)
    Reisen ist ein Pandemietreiber. Das ist nun hinlänglich bekannt. Oder wo waren die Hotspots in der Schweiz? Verbier, Wengen, St. Moritz, Arosa! Da kann man getrost auch mal zu Hause bleiben! Der zweite Pandemietreiber sind die Schulen. Deshalb sollten doch gerade Lehrer nicht in den Skiurlaub...
    1. Antwort von Stefan Huwiler  (huwist)
      Da stimmt einfach nicht. Hotspots sind nicht die Orte, die in den Medien kommen, sondern dort wo sich die meisten anstecken.
      Es gibt täglich rund 1700 Neuinfizierte, davon sind 5-10 Schüler, die riesig aufgemacht in den Medien kommen. Mit Wengen, Arosa etc. ist das Verhältnis nicht viel besser.
  • Kommentar von Daniel Flückiger  (Daniel Flückiger)
    Ja, die 5-Personen-Regel ist eine echte Einschränkung, besonders für Familien mit Kindern. Wieso die Skigebiete hier nun eine Extra-Spalte dazu erhalten, ist mir jedoch schleierhaft. Die sind ohnehin schon privilegiert, dürfen sie offen halten. Aber statt mal Merci sagen, findet sich immer ein Haar in der Jammer-Suppe.