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Viele gefälschte Präparate Über 3000 illegal importierte Arzneimittel abgefangen

  • Die Zollverwaltung hat im vergangenen Jahr 3203 Sendungen mit illegalen Arzneimitteln abgefangen.
  • Das ist dreimal so viel wie 2017. Grund für den Anstieg ist ein vereinfachtes Verfahren.
  • Am häufigsten fingen die Zöllner Potenzmittel ab.
Legende: Video Aus dem Archiv: Das Geschäft mit gefälschten Medikamenten abspielen. Laufzeit 02:29 Minuten.
Aus Tagesschau vom 09.06.2016.

Abhängig machende Arzneien wie Schlaf- und Beruhigungsmittel sowie Psychopharmaka folgten auf der Rangliste, wie das Schweizerische Heilmittelinstitut Swissmedic mitteilte. Getestet wurde das 2018 entwickelte vereinfachte Verfahren an den Potenzmitteln. Dadurch erklärt sich deren hohe Zahl bei den abgefangenen Sendungen.

2019 wird das neue Verfahren bei weiteren Wirkstoffen angemeldet. Damit setzen die Behörden den politischen Willen um, den grenzüberschreitenden Onlinehandel mit illegalen Heilmitteln effizienter zu bekämpfen.

Problematische Xanax-Importe

Die Gefahren dieser im Internet angepriesenen Mittel seien nicht zu unterschätzen, warnt Swissmedic. Besorgniserregend seien die Importe von Xanax aus illegalen Quellen über das Internet oder das Darknet. Xanax findet vermehrt in der Partyszene Verwendung.

Der in dem angstlösenden Mittel enthaltene Wirkstoff gehört zu den Benzodiazepinen. Diese unterstehen dem Betäubungsmittelgesetz, weil sie schnell abhängig machen. Die Einnahme über längere Zeit bedarf ärztlicher Aufsicht.

Eindringliche Warnung

Der Zoll beschlagnahmte 2018 in Zusammenarbeit mit Swissmedic 15 illegale Sendungen von Xanax aus Kambodscha, Ungarn und anderen Ländern. Gemäss Angaben des Originalherstellers sind 95 Prozent der illegal gehandelten Xanax-Präparate gefälscht.

Schweizer Labors analysierten gemäss Swissmedic Xanax aus der Partyszene. Sie fanden falsche Inhaltsstoffe wie Antiallergika und Psychopharmaka anstelle des Originalwirkstoffs. Swissmedic warnt eindringlich davor, Xanax und andere ähnliche Medikamente im Internet zu bestellen.

Legaler Vertrieb sicher

Arzneimittel aus dem legalen Vertrieb in der Schweiz sind nach wie vor sicher, wie Swissmedic schreibt. Die einwandfreie Qualität wird laufend überwacht. Fälschungen von Medikamenten in Schweizer Aufmachung sind noch nie aufgetaucht.

Wie bei Xanax ist auch bei anderen Medikamenten aus dem Internet die Gefahr sehr gross, dass nicht «drin ist, was draufsteht». Die Einnahme von gefälschten Medikamenten schlechter Qualität ist ein grosses Gesundheitsrisiko, wie Swissmedic unterstreicht.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Heinz Schlumpf (Henry69)
    Ein wilder Kampf der Pharma-Lobby und seinen Helfern beim BAG. Ich hatte bis jetzt absolut keine Probleme, jegliche Medikamente aus dem Ausland zu 'Importieren'. Und stellt euch vor, ich lebe noch, wie Tausende anderer, die die Angstmacherei der Pharmavertreter im BAG und Parlament nicht beachten. Laut deren Aussagen müssten ja Tausende von Leuten jede Woche tot in den Strassen herumliegen. Ich habe auf jeden Fall keine gesehen. Und Sie?
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    1. Antwort von U. Salzmann (pfefferusalz)
      Einmal geht‘s schief und sie erleiden einen massiven gesundheitlichen Schaden. Vielleicht schauen sie noch das Video bevor sie sich weiter äussern.
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  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Wo viel Geld zu machen ist, da ist auch die Habgier gross = Gesundheits-Wesen - Medikamente! Unterstützend für illegale Medikamenten-Einfuhren = das Verhalten der Zuständigen vom Bundesamt für Gesundheit, welche seit Jahren die - teilweise sehr - unverschämte, überrissene Preis-Politik der skrupellosen Pharma-Lobby unterstützt = Lobbyismus -Vetternwirtschaft = Volksausbeutung! Die effektiven Aufgaben der Zuständigen beim BAG, welche von den Volks-Steuergeldern entlöhnt werden....
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  • Kommentar von Konrad Pfister (Konrad Pfister)
    Nicht gerade viel, 3000 Sendungen in einem Jahr, ganze 15 Sendungen von Xanax! Was ist denn das „vereinfachte Verfahren“, ein Staatsgeheimnis?
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