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Schweiz «Viele Muslime wollen einen Islam, der in die Schweiz passt»

Umstrittene Koran-Verteilaktionen, Hassprediger, Handschlag-Verweigerer: Immer wieder kommt der Islam negativ in die Schlagzeilen. Jetzt fordert Regierungsrätin Jacqueline Fehr einen neuen Ansatz: Sie will muslimische Gemeinschaften als Verein anerkennen.

Legende: Video Jacqueline Fehr an der Rundschau-Theke abspielen. Laufzeit 10:16 Minuten.
Aus Rundschau vom 16.11.2016.

«Wir haben das Problem vom Islamismus unter Kontrolle», ist die Zürcher Regierungsrätin Jacqueline Fehr (SP) überzeugt. Aber es brauche Bemühungen, damit dies so bleibe.

Mit einer Drei-Säulen-Politik will sie dafür sorgen, dass muslimische Vereine den gleichen Status erhalten wie beispielsweise der katholische Verein in Zürich. «Da geht es um finanzielle Transparenz, da geht es um die Schweizerische Rechtsordnung, da geht es darum, dass in diesem Verein die demokratischen Rechte gewahrt sind, also auch die Gleichstellung von Frau und Mann», erklärt Fehr an der «Rundschau»-Theke.

Kontrolle und Unabhängigkeit

Damit hätte der Staat mehr Kontrollmöglichkeiten. Und man gebe der Gemeinschaft die Möglichkeit, sich unabhängiger von Einflüssen aus dem Ausland zu machen. «Und das ist auch ein grosses Bedürfnis von sehr vielen Muslimen in der Schweiz, dass sie eine Struktur bekommen in diesem Land, die nach diesem Recht organisiert ist und den Islam entwickeln können, der zu diesem Land passt.»

Es geht darum, dass in diesem Verein die demokratischen Rechte gewahrt sind.
Autor: Jacqueline Fehr

Prävention, Repression, Deradikalisierung: Dies sind die Eckpfeiler von Fehrs Programm gegen einen radikalen Islamismus. Dazu gehört auch eine Kontrolle der Imame, die in der Schweiz predigen: «Es ist nötig, dass wir zumindest in einer Art Abschlussausbildung einen Zulassungskurs anbieten», so Fehr.

So will sie dafür sorgen, dass in der Schweiz die Regeln des Jahres 2016 gelten, nicht jene von 500 nach Christus. «Wir fordern die zivilisatorischen Entwicklungen ein, die auch wir gegen die Kirche erringen mussten, die die Aufklärung uns gebracht hat – auch von der islamischen Bevölkerung.»

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55 Kommentare

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  • Kommentar von Cherubina Müller (Fabrikarbeiterin)
    Katholische Nachrichten am 14.11.2016: Unerkannt in Flüchtlingsheimen.....und der aus Eritrea stammenden 39-jährigen christlichen Übersetzerin statt. Sie spricht fließend Arabisch und arbeitete bereits in mehreren Flüchtlingsheimen als Übersetzerin.....Unter anderem besucht sie den Koranunterricht verschiedener Moscheen: „Dort wird purer Hass gegen Andersgläubige gepredigt. Die Kinder bekommen es hier in Deutschland von klein auf beigebracht.“ Ähnlich sei es in den Flüchtlingsheimen; Frau Fehr ?
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    1. Antwort von Dölf Meier (Meier Dölf)
      So ist es, tippen sie im Google: töten im angeblich friedlichen Koran Und sie werden blaue Wunder erleben.
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  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    Islam geht nicht mit christlicher Welt.Warum wollen sie denn überhaupt noch diesen Glauben behalten. Wenn es einen angepassten Islam geben würde, wäre der so absurd abgeändert, dass es nichts mehr mit dem Islam zu tun hätte. Begreift das doch endlich! Es ist klar, dass Menschen aus Kriegsgebieten im Moment alle tun, um nicht jetzt zurück in ihre Länder zu gehen.Wenn sich die Westmächte endlich dort zurück ziehen werden, wird auch der Friede wieder einziehen.Dann können die Moslems wieder zurück.
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  • Kommentar von Werner Blatter (blatti)
    Glaube wurde von Menschen gemacht darum ist glauben etwa gleich Krank wie die Menschheit, würden wir es Wissen müssten wir nicht glauben..... Solange dann noch jeder glaubt meiner ist besser, wird das nie was!
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