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Vier Wochen haben keine Chance Nationalratskommission will zwei Wochen Vaterschaftsurlaub

  • Die Bildungskommission des Nationalrats (WBK) lehnt die Initiative für einen vierwöchigen Vaterschaftsurlaub ab.
  • Zugestimmt hat sie aber dem indirekten Gegenvorschlag, der zwei Wochen Vaterschaftsurlaub verlangt.
Legende: Video Aus dem Archiv: Andrea Caroni – Vater gegen Vaterschaftsurlaub abspielen. Laufzeit 02:57 Minuten.
Aus Rundschau vom 26.06.2019.

Väter sollen gemäss dem indirekten Gegenvorschlag innerhalb von sechs Monaten ab Geburt des Kindes zwei Wochen bezahlten Urlaub nehmen können. Der Urlaub würde wie der Mutterschaftsurlaub über das Erwerbsersatzgesetz finanziert. Die geschätzten Kosten belaufen sich auf rund 224 Millionen Franken.

Der Ständerat hatte dieser Gesetzesänderung in der Sommersession zugestimmt. Nach Angaben der Parlamentsdienste folgte ihm die Nationalratskommission mit 15 zu 10 Stimmen. Eine Minderheit möchte nicht auf die Vorlage eintreten.

Auch Elternzeit fällt durch

Mit 16 zu 9 Stimmen durchgefallen ist das Konzept eines Elternurlaubs. Mehrere Minderheiten wollen ein solches jedoch dem Nationalrat vorlegen. Verlangt werden je 14 Wochen für die Mutter und den anderen Elternteil, ein Elternurlaub von 38 Wochen oder ein Elternurlaub von 52 Wochen.

Die Initiative «Für einen vernünftigen Vaterschaftsurlaub – zum Nutzen der ganzen Familie», welche vier Wochen Vaterschaftsurlaub fordert, lehnte die Kommission mit 13 zu 10 Stimmen bei einer Enthaltung ab. Die Kosten eines vierwöchigen Vaterschaftsurlaubs werden auf rund 420 Millionen Franken pro Jahr geschätzt.

Auch Finanzkommission für Gegenvorschlag

In einem Mitbericht von Anfang Juli hatte sich auch die nationalrätliche Finanzkommission für den indirekten Gegenentwurf ausgesprochen. Ihrer Meinung nach handelt es sich um einen sinnvollen Kompromiss, der auch aus finanzieller Sicht vertretbar ist. Die Kosten seien im Vergleich zum Nutzen gering.

Initiative und Gegenvorschlag werden in der Herbstsession vom Nationalrat beraten.

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12 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Bolliger  (jolanda)
    "Der Staat muss - der Staat soll!" Dieser Hauptpunkt in den links/grünen Parteien hat uns schon manche "versalzene Suppe eingebrockt" (Zitat von Oliver in den Filmen "Dick und Doof"). Nein, der Staat muss nicht mehr tun, als er bis jetzt tat! Kinder kriegen sei (und sollte) eine Privatangelegenheit jedes Ehepaars sein und bleiben. Wenn das so weitergeht, hat Herr Brauchli in seinen beiden Kommentaren (10:28 und 10:33 h) völlig Recht!
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  • Kommentar von Florian Kleffel  (Hell Flodo)
    Frei aufteilbare Elternzeit, bitte. Alles andere wird in der Arbeitswelt die Diskriminierung von Müttern und Frauen, die es werden können, weiter bestehen lassen. Muss der Arbeitgeber mit einem Ausfall beider Geschlechter gleichermassen rechnen, fällt ein Grund weg, den männlichen Bewerber zu bevorzugen. Diese Form von Vaterschaftsurlaub wäre nicht nur deshalb auch ein Geschenk an die Frauen.
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  • Kommentar von Marco Lee  (Marco Lee)
    Man sollte entscheiden dürfen, wie man den Erwerbsersatz bezieht. Entweder man nimmt die 21 Wochen RS und 18 Wochen WK, oder wählt 4 Wochen pro Kind. Problem gelöst. Billiger und schlauer wäre es auch noch.
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    1. Antwort von Jürg Brauchli  (Rondra)
      Da befinden Sie sich aber mit der Meinung, was billiger und schlauer wäre, in ziemlicher Minderheit. Gut so!
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    2. Antwort von T. Meyer  (Kloober)
      Über das "schlauer" wird nie Einigkeit herrschen, dass es billiger wäre, ist aber offensichtlich und nicht ernsthaft bestreitbar.
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