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Bundesratswahl: Überraschungen bleiben wohl aus
Aus HeuteMorgen vom 11.12.2019.
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Vor den Bundesratswahlen Ein wenig Kalkül – und das Gerücht vom Sprengkandidaten

In der Nacht vor den Bundesratswahlen trifft man sich in der Bellevue-Bar. Den Grünen blieben letzte Absprachen – und die Hoffnung.

Die Nacht über Bern ist sternenklar. Im weihnachtlich geschmückten Bellevue will Ständerätin Maya Graf Überzeugungsarbeit für eine grüne Bundesrätin Regula Rytz leisten. «Wir werden sicher noch mit einigen Kolleginnen und Kollegen sprechen», sagt Graf. Denn es wäre «wichtig und gut», hätte man künftig eine grüne Bundesrätin, fügt sie an, «weil die kommenden Herausforderungen alles von uns abverlangen».

Die Grüne Partei darf mit Stimmen der SP und Teilen der Grünliberalen rechnen. Für eine Wahl bräuchte sie jedoch zusätzliche Stimmen der Mitte. CVP-Präsident Gerhard Pfister allerdings will sich erst am Wahltag wieder äussern, weitere Mitglieder der Mitte-Fraktion gehen. Absprachen? Nein.

Hier ist sicherlich nicht der Ort für Geheimabsprachen.
Autor: Franz GrüterNationalrat SVP/LU

«Hier ist sicherlich nicht der Ort für Geheimabsprachen», schmunzelt der Luzerner SVP-Nationalrat Franz Grüter. «Es war schon viel spannender, und man spürt natürlich, dass man eigentlich keine bestehenden Bundesräte abwählen will. Von daher verläuft dieser Abend völlig ruhig.»

Ein grünliberaler Sprengkandidat?

Die FDP zittert nicht um den Bundesrats-Sitz von Ignazio Cassis, den die Grünen angreifen. Gemunkelt wird aber, dass es eine Sprengkandidatur geben werde – Jürg Grossen, GLP-Präsident. Der Berner FDP-Nationalrat Christian Wasserfallen ist kurz angebunden: «Dazu sage ich nichts.» Alles bleibe beim Alten, schiebt er nach.

GLP-Präsident Jürg Grossen hinter einem Blumenstrauss
Legende: Wird am Ende Jürg Grossen als Sprengkandidat aus dem Hut gezaubert? Keystone

Wenig erfreut über ein solches Störmanöver zeigt sich die Zürcher SP-Nationalrätin Min Li Marti: «Ich finde es ein bisschen ein staatspolitisches Armutszeugnis der Grünliberalen.» Eine solche Wahl wäre schlicht nicht zu begründen, sagt sie.

Zwar kann die GLP im Gegensatz zu den Grünen wohl die Stimmen der Mitte und Sympathiestimmen rechts der Mitte gewinnen. Doch nur so, dass sie die FDP-Bundesrats-Mitglieder nicht gefährden. Deshalb dürfte die Wahl so klar ausfallen wie die Nacht über Bern.

Bundesratswahlen auf SRF

SRF überträgt die Bundesratswahlen vom 11. Dezember live ab 7.30 Uhr auf SRF1, auf srf.ch oder auf der SRF NewsApp.

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Blick auf die Bundesratswahlen
Aus Tagesschau vom 10.12.2019.
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5 Kommentare

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  • Kommentar von Kari Raeschter  (K. Raeschter)
    Wenn ein Bundesrat geopfert werden müsste für Frau Rytz, dann allerhöchstens Frau Sommaruga von der SP. Einerseits wäre Bern wieder vertreten und SP und Grüne hätten je einen Sitz, was genügt. Zudem müssen die Grünen sich zuerst einmal bestätigen im NR und SR. Die SVP musste damals auch mehrere Legislatur-Perioden warten, bis sie endlich einen zweiten BR-Sitz bekommen hat. Aber Frau Rytz ist aus meiner Sicht keine Bundesrats-Kandidatin, da gäbe bessere. Ausser Herr Glättli, der geht sowie nicht.
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  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Würde sich der aktuelle Bundesrat, gemeinsam, effektiv um die dringend notwendige Verbesserung betreffend - der bewussten Vergiftung durch gesundheitsschädigende Chemie seit Jahren -Ökosystem - Umwelt (Erde, Wasser) und die Anpassung/Verbesserungsmassnahmen betreffend Klimawandel, kümmern, gäbe es keine Diskussionen betreffend Auswechslung eines Bundesrates!
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  • Kommentar von Beat R. von Wartburg  (Beat R. von Wartburg)
    Also eines ist sicher: Wenn es irgend welche Sprengkandidaten oder Geheimabsprachen gäbe, hier könnte man das sicher nicht erfahren.
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    1. Antwort von M. Keller  (mkel)
      Irgendwie muss man die Wahl ja etwas spannend machen, wenn sonst schon alles klar ist. Also erfindet man da und dort ein Gerücht. Angeblich überlege sich Roger Köppel, den Sitz von Sommaruga anzugreifen ;)
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    2. Antwort von Francis Waeber  (Francis Waeber)
      @M. Keller - das hoffe ich doch sehr - und hoffentlich wird er gewählt. Das wäre das Ende dieses Konkordanz Schwindels und die SP würde - mit 25 Jahren Verspätung - im "Jungbrunnen" Opposition baden. Ich sehe sonst keine Möglichkeit wie die SP langjährige verlorene Stammwähler wie mich zurück gewinnen will/kann.... ;-))
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