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Hochschulen sind gerüstet für den Fernunterricht
Aus HeuteMorgen vom 02.11.2020.
abspielen. Laufzeit 01:26 Minuten.
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Vorlesungen online ab heute Nur noch Fernunterricht: So sind die Unis gewappnet

  • Ab heute ist der Präsenzunterricht an Schweizer Hochschulen verboten: Vorlesungen und Seminare finden online statt.
  • Die Hochschulen fühlen sich gut vorbereitet auf den Fernunterricht, auch dank den Erfahrungen aus dem Frühlingssemester.
  • Vereinzelte Präsenzveranstaltungen – etwa die Ausbildung im Labor – bleiben weiterhin möglich.

Der grosse Vorteil an der jetzigen Situation sei, dass man aus der Situation im Frühlingssemester gelernt habe und nun gut auf digitalen Unterricht umsteigen könne, sagt Karin Hiltwein, Generalsekretärin und Leiterin des Corona-Krisenstabs der Fachhochschule Nordwestschweiz. Man sei bereit.

Nur noch wenige Veranstaltungen müssten vor Ort durchgeführt werden, sagt Hiltwein: «Es gibt Veranstaltungen, die in Kleingruppen oder Kleinseminaren durchgeführt werden.» In Labors oder im Musikunterricht etwa müssten Präsenzveranstaltungen weiterhin möglich sein. «Selbstverständlich unter Einhaltung aller Schutzmassnahmen.» Das heisst, Maskenpflicht und Abstand.

Student lernt zuhause
Legende: Vorlesung am Küchentisch: Auch für Schweizer Studierende ändert sich in Corona-Zeiten einiges. Keystone

Bei der Universität Bern heisst es auf Anfrage, man habe bereits in den letzten Wochen die Präsenzveranstaltungen reduziert. Man gehe davon aus, dass dies noch länger dauern könne, sagt der Vizedirektor Lehre der Universität Bern, Bruno Moretti.

Daher müsse man auch die Prüfungen anpassen. «Man muss kluge Prüfungen vorbereiten, die nicht auf banale Wissensabfragen eingestellt sind.» Denn zu Hause können die Studierenden auf noch mehr Hilfsmittel zurückgreifen.

Die Dozierenden geben sich grosse Mühe, das Unmögliche möglich zu machen.
Autor: Marc MeyerDirektor Studium und Lehre, Universität St. Gallen

Bei den angefragten Hochschulen ist man überzeugt, dass der Schulbetrieb – auch dank den Erfahrungen der ersten Welle – meist reibungslos laufen wird. So auch Marc Meyer, Direktor Studium und Lehre an der Universität St. Gallen: «Wir haben viel Erfahrung aus dem Frühjahrssemester und die Dozierenden waren sich bewusst, dass der Wechsel sehr rasch nötig werden könnte.»

«Komplikationen» möglich

Bei einzelnen Formaten könne es Komplikationen geben, weil diese nicht auf Fernunterricht ausgelegt seien, räumt Meyer ein. «Die Dozierenden geben sich aber grosse Mühe, das Unmögliche möglich zu machen.»

Der Fernunterricht ist für Meyer alternativlos. Es müsse gewährleistet werden, dass die Studierenden ihre Kurse regulär abschliessen und auch die Prüfungen ablegen könnten. Ob diese zum Semesterende wieder vor Ort durchgeführt werden können, sei noch nicht absehbar.

Heute Morgen vom 02.11.2020, 6 Uhr;

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Wiesner  (Peter P. Wiesner)
    Ob der Dozent/die Dozentin vor mir steht oder mich per Kamera anschaut macht keinen grossen Unterschied. Der Stress/Druck für unsere StudentenInnen fällt weg - sie können vom Elternhaus (resp. Wohnung) aus studieren. Gut so.
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  • Kommentar von Matt Frei  (sense against mainstream)
    KINDER sind die wahren "Superspreader" von Covid-19 zeigt die grösste bisher gemachte Studie der Princeton und John Hopkins Universität. Und was macht Genf und CH? SCHULEN sind Massenveranstaltungen, in den Familien findet die wesentliche Verbreitung weiter statt - KINDER selbst erkranken kaum, geben aber das Virus sehr einfach in die Gesellschaft weiter.
    Quellen:
    https://www.princeton.edu/news/2020/09/30/largest-covid-19-contact-tracing-study-date-finds-children-key-spread-evidence
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  • Kommentar von Marion Heller  (MHell)
    "die Unis sind gewappnet" - ja klar - aber denkt vielleicht jemand an die Erstsemster Studenten, die im Sommer nach mehreren Monaten online Unterricht eine Prüfung schreiben sollen und überhaupt nicht in den Prozess vor Ort und das Austauschen und Argumentieren von Wissen untereinander und mit den Dozenten gewohnt sind?
    Was für ein Verlust der Lebenserfahrung für diese Generation - zu welchem Preis???
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