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Legende: Audio Staatlicher Rüstungskonzern in der Dauerkritik abspielen. Laufzeit 30:00 Minuten.
Aus Samstagsrundschau vom 05.01.2019.
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Vorwurf zu hoher Rechnungen Ruag lässt sich nun doch in die Bücher schauen

  • Der bundeseigene Rüstungsbetrieb Ruag steht wieder in den Schlagzeilen.
  • Der Vorwurf: Über Jahre hinweg solle die Ruag dem Verteidigungsdepartement überhöhte Rechnungen gestellt haben.
  • In der «Samstagsrundschau» von Radio SRF hat Ruag-Chef Urs Breitmeier die Vorwürfe erneut zurückgewiesen.

«Das sind Verträge, die mit der Armasuisse verhandelt werden. Sie können davon ausgehen, dass da Experten auf unserer Gegenseite sind.» Die Verträge würden intensiv ausgehandelt, bei grossen Geschäften zum Teil über Monate hinweg. «Diese Einkäufer wissen, welches die Marktpreise sind.»

Die Vorwürfe gegen die Ruag

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Mitte Dezember haben die Zeitungen «Ostschweiz am Sonntag» und «Zentralschweiz am Sonntag» unter Berufung auf Beteiligte und aufgrund von Unterlagen festgestellt, dass die Ruag dem Verteidigungsdepartement über Jahre zu hohe Rechnungen in der Höhe von dutzenden Millionen Franken gestellt haben soll.

Die Zeitungen schrieben, dass die Marge in den Einheiten, die sich mit Unterhalt, Reparatur und Kampfwertsteigerung der Jets sowie der Armeehelikopter befassen, 30 oder 35 Prozent betragen haben soll. Das sei viel mehr als die vom Bund maximal erlaubten 8 bis 10 Prozent.

Offene Bücher für die Finanzkontrolle

Dass die Ruag einen Gewinn von bis zu 35 Prozent angestrebt habe – wie verschiedene Medien vor Weihnachten berichteten – auch dagegen wehrt sich Breitmeier vehement: «Wir hatten nie 35 Prozent Gewinn am Ende des Jahres.» Er wisse auch nicht davon, dass man jemals hätte höhere Gewinne erzielen wollen.

Wir haben mit der Finanzkontrolle Kontakt aufgenommen, und sie wird im ersten Halbjahr den Flugzeugbereich überprüfen.
Autor: Urs BreitmeierRuag-Chef

Die Ruag gehört dem Bund. Es geht also um Millionen Franken an Steuergeldern, die allenfalls zu viel bezahlt worden sind. Lang biss die Eidgenössische Finanzkontrolle bei der Ruag auf Granit und erhielt nicht den gewünschten Einblick in die Zahlen.

Das soll sich nun ändern, verspricht Breitmeier: «Wir haben mit der Finanzkontrolle Kontakt aufgenommen, und sie wird im ersten Halbjahr den Flugzeugbereich überprüfen.» Und sie werde insbesondere überprüfen, ob die Gewinnvereinbarung mit der Armasuisse eingehalten worden sei.

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16 Kommentare

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  • Kommentar von martin blättler  (bruggegumper)
    So So,die lassen sich nun in die Karten blicken?Der Inhaber eines Betriebes,hier der Bund,damit der Steuerzahler,muss nicht bitten,er hat ungefragt das Recht und die Pflicht,jederzeit die Bücher und Geschäftsunterlagen zu prüfen.Glauben diese
    Angestellten der Steuerzahler eigentlich,über dem Gesetz zu stehen,um krumme Geschäfte vertuschen zu können?Weg mit solchen Typen und Typinnen ohne
    goldenen Fallschirm.
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    1. Antwort von Daniel Schmidlin  (Queren life)
      Es ist alles falsch, was Sie hier schreiben, denn der Bund ist nur Aktionär. Der Verwaltungsrat ist das oberste Gremium bei der RUAG.
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  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Wer sich für verantwortungslose, egoistische "Blutgeschäfte" mittels "Kriegsmaterial-Exporten" (egal wohin) einsetzt, dem ist alles zuzutrauen und damit nicht zu trauen!
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  • Kommentar von Dani Lindenmann  (Dani Lindenmann)
    Bin leider nur Ingenieur/MBA und kein Buchhalter
    Da kauft ein Staatsbetrieb mit Steuergeld Material bei einem anderen Staatsbetrieb. Wenn dessen bezahlte Preise viel zu hoch sind, macht er mehr Gewinn der wieder an den Eigner (Staat) zurückfliesst. Unter dem Strich zahlt der Steuerzahler immer gleich viel. Zu mindestens solange kein güstigeres Angebot von Drittanbietern berücksichtigt wird. Ich lasse mich gern eines Besseren belehren, ist allerdings aufwändiger als nur "nolike" zu drücken ;-)
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    1. Antwort von Marco Mazza  (Mysenf)
      Wenn es sich, um eine so einfache Milchbüchlein-Rechnung handelt, wie Sie es darstellen, warum muss dann Herr Breitmeier, zuerst, ein Geheimnis daraus machen? Für mich, riecht das ganz nach, „Soi Häfeli, Soi Deckeli“!
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    2. Antwort von Martin Tanner  (mikado5034)
      So ungefähr, aber eben nicht ganz. In jedem Rechnungsbetrag hat es nebst den Kosten auch den Bruttogewinn eingerechnet. In diesem sind auch Kosten von dritter Stelle (möglicherweise andere Geschäftszweige - sog. Quersubventionierung, siehe Post) enthalten und auch die Löhne der Angestellten und des Kaders. Wäre besagter Bruttogewinn höher gewesen, als vereinbart, könnten sich einige Leute unrechtmässig bereichern haben, weil ihr Geschäftszweig mehr Gewinn machte.
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    3. Antwort von martin blättler  (bruggegumper)
      Sie vergessen die Tantiemen,legal oder illegal.Ein künstlich aufgeblasenes Geschäft wirft mehr ab,ausser für den Besitzer,hier der Bund.
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    4. Antwort von Dani Lindenmann  (Dani Lindenmann)
      Danke für alle betriebswirtschaftlichen, organisatorischen und rechtlichen Erläuterungen. Bin mit allem Einverstanden :-)

      Ich hab da leider vergessen meinen Kommentar mit dem üblichen (Sarkasmus off) zu kennzeichnen...
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