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Überraschung im Tessin – Grüne Welle gestoppt
Aus Schweiz aktuell vom 17.11.2019.
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Neun neue Ständeräte Sensation im Tessin – sonst wenige Überraschungen

FDP und CVP verlieren im Tessin ihre Ständeratssitze. Für einmal konnten die Grünen nicht zulegen, sie sind aber die bisherigen Gewinner in der kleinen Kammer.

Noch fehlen vier Sitze in der kleinen Kammer: Am 24. November wird über die letzten Ständeratsmandate in den Kantonen Aargau, Basel-Landschaft und Schwyz entschieden. Klar ist bisher, dass die Grünen zu den Gewinnern im Ständerat gehören. Verliererin ist die SP. Bisher hat sie nur 9 ihrer 12 Sitze gesichert.

Politisches Erdbeben im Tessin

Der langjährige CVP-Ständerat Filippo Lombardi (CVP) ist abgewählt, und die FDP verliert den Sitz des zurückgetretenen Fabio Abate. Neue Ständeräte sind Marina Carobbio (SP) und Marco Chiesa (SVP).

Filippo Lombardi wird vom FDP-Präsidenten getröstet
Legende: Bittere Niederlage: Filippo Lombardi wird vom CVP-Kantonalpräsidenten Fiorenzo Dadò (rechts) getröstet. Keystone

Merlini hätte den Ständeratssitz des zurückgetretenen Fabio Abate verteidigen sollen. Die Tessiner FDP hat nach dieser Niederlage zum ersten Mal seit über hundert Jahren keinen Sitz mehr im Stöckli. Mit Marina Carobbio erobert erstmals eine Frau einen Ständeratssitz für das Tessin.

Keine grüne Überraschung in Zürich

Für einmal gibt es im Kanton Zürich keine grüne Sensation: Die Grüne Marionna Schlatter hat den Einzug in den Ständerat deutlich verpasst. Gewählt wurde der bisherige Ständerat Ruedi Noser (FDP).

Die Kriterien Frau und Grün reichten offenbar nicht aus. Bereits im ersten Wahlgang schaffte es der bisherige SP-Ständerat Daniel Jositsch. Das «bewährte Duo Jositsch-Noser», wie sich die beiden stets bezeichnen, bleibt somit weitere vier Jahre im Amt.

In Bern haben die Frauen das Nachsehen

Der Bisherige Hans Stöckli (SP) und der Neue Werner Salzmann (SVP) vertreten den Kanton Bern künftig im Ständerat. Regula Rytz (Grüne) musste sich mit dem dritten Rang bescheiden, Christa Markwalder (FDP) mit dem vierten. Beide bleiben damit im Nationalrat.

Die Stichwahl im Kanton Bern wurde zum Showdown der Machtblöcke. Das rot-grüne und das bürgerliche Lager schickten je ein Zweierticket ins Rennen und strebten so die ungeteilte Standesstimme an.

FDP verteidigt Sitz in Zug

Die Zuger FDP behält immerhin einen Sitz im Bundesparlament. Nach dem Verlust des Nationalratsmandats hat ihr Kandidat Matthias Michel im zweiten Wahlgang den Ständeratssitz verteidigt. Er distanzierte seinen Hauptgegner Heinz Tännler von der SVP deutlich.

Im ersten Wahlgang am 20. Oktober war bereits Ständerat Peter Hegglin von der CVP im Amt bestätigt worden.

Solothurner Duo bestätigt

Roberto Zanetti (SP) bleibt vier weitere Jahre Solothurner Ständerat. Wie schon 2015 schaffte er den Sprung ins Stöckli im zweiten Wahlgang souverän. Er distanzierte SVP-Herausforderer Christian Imark klar. Bereits im ersten Wahlgang war Ständeratssitz Pirmin Bischof (CVP) bestätigt worden.

Das Duo Bischof/Zanetti vertritt den Kanton Solothurn seit 2011 in der kleinen Kammer. Zanetti war schon 2010 als Ersatz für den verstorbenen Ernst Leuenberger (SP) in den Ständerat gewählt worden.

Rechtsteiner triumphiert in St. Gallen zum dritten Mal

Die bisherigen St. Galler Ständeräte Benedikt Würth (CVP) und Paul Rechsteiner (SP) verteidigen ihre beiden Sitze. Der Herausforderer, Roland Rino Büchel von der SVP, landete mit einem Abstand von gut 16'000 Stimmen auf dem dritten Platz.

Für den St. Galler Noch-Regierungsrat Benedikt Würth war es ein Start-Ziel-Sieg – der zweite hintereinander. Er setzte sich zuerst im Mai in der Ersatzwahl für Bundesrätin Karin Keller-Sutter im zweiten Wahlgang durch und schaffte es nun auch in der Erneuerungswahl. Für Paul Rechsteiner ist es der dritte Sieg in Folge, jeweils im zweiten Wahlgang.

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11 Kommentare

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  • Kommentar von Adrian Müller  (Adrian Müller)
    Und warum wurde die SVP so sensationell in den Ständerat gewählt? Weil es den Tessinern-innen an die Substanz geht. Hohe Arbeitslosenzahlen und kleiner Lohn - nur wegen der Personenfreizügigkeit und den Euroturbos.
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  • Kommentar von Lothar Drack  (samSok)
    Klar, ist schon länger her, dass zwischen den Tessiner Konservativen (heute PPD bzw. uf schwizertütsch CVP) und Liberalen (heute PLR bzw. FDP) Händel mit Waffen ausgetragen wurden, es Tote gab und „Bern“ letztlich eidgenössische Gesandte zum Schlichten ins Mendrisiotto schicken musste. Hier ändern sich die Dinge traditionell nur langsam. So blieben sich nicht nur die beiden Parteien, sondern ganze Familienstammbäume über Generationen spinnefeind. Diese verordnete Wahlallianz brachte nur Unruhe!
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  • Kommentar von Adrian Flükiger  (Ädu)
    Da fliegt die CVP aber ganz schön auf die Schnauze: vor einer Woche chübelte es in FR nun im Tessin.
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