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Legende: Audio Angriff auf Caroni: Sonderegger will ins Stöckli. abspielen. Laufzeit 02:31 Minuten.
Aus Regionaljournal Ostschweiz vom 29.08.2019.
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Überraschende Kandidatur Ständerat Andrea Caroni wird doch noch herausgefordert

Nichts hat darauf hingedeutet, dass sich der einzige Ausserrhoder Ständerat, Andrea Caroni, am 20. Oktober einer Kampfwahl stellen muss. Der FDP-Politiker schien unbestritten. Jetzt taucht überraschend doch noch ein Gegenkandidat auf: der 43-jährige Reto Sonderegger aus Herisau.

Sonderegger sitzt seit vier Jahren im Herisauer Gemeindeparlament, ist dort Mitglied der Finanzkommission und seit dem vergangenen Jahr Vizepräsident der SVP.

SVP gerät in Erklärungsnot

Allerdings: Der Entwicklungsingenieur startet ohne die Unterstützung seiner Partei in die Wahlen – im Gegenteil. SVP-Präsident Annick Volger reagiert eher genervt auf die überraschende Kandidatur Sondereggers. Denn seine Partei gerät in Erklärungsnot. Die SVP hatte bereits beschlossen, Andrea Caroni zu unterstützen. Und dies obschon die FDP im Nationalratswahlkampf den SVP-Sitz von David Zuberbühler angreift.

Die SVP wollte nicht mit gleicher Münze heimzahlen und verzichtete auf eine Retourkutsche. Ständerat Andrea Caroni geniesst das Vertrauen der SVP. Deshalb versuchte die Parteileitung, Sonderegger die Kandidatur auszureden – ohne Erfolg.

Ich fühle mich durch Andrea Caroni nicht vertreten.
Autor: Reto SondereggerStänderatskandidat

Dieser tritt an, weil er sich von Andrea Caroni im Ständerat nicht vertreten fühle. Eine andere Meinung habe er beispielsweise in der Europapolitik, sagt er auf Anfrage. Er habe abgewartet, ob sich jemand als Gegenkandidat aufstellen lasse, das sei aber nicht erfolgt, deshalb greift er nun an. «Ich will eine Auswahl ermöglichen», so Sonderegger.

Sonderegger rechnet sich reelle Wahlchancen aus

Im Vergleich zu Andrea Caroni ist er allerdings ein eher unbeschriebenes Blatt. Trotzdem rechnet er sich reelle Wahlchancen aus. Und Sonderegger geht auch davon aus, dass er die eine oder andere Stimme aus dem SVP-Lager erhält – auch ohne offizielle Unterstützung der Partei.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Nunzio DiResta  (Nunzio)
    Wieder einmal präsentiert sich die SVP als unzuverlässiger Partner um sich dann im Parlament darüber zu wundern, warum sie keine findet. Demokratie heisst auch, sich an gemachte Zusagen zu halten, aber davon scheint die SVP nicht all zuviel zu halten, wenn ein kurzfristiger Vorteil - oder Medien Präsenz - dabei herausspringt.
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  • Kommentar von James Klausner  (Harder11)
    Wenn die Wahlstatuten das so zulassen, ist das in Ordnung. Ich finde es immer besser, wenn ein Kandidat sich im Wahlkampf profiliert und seine Fähigkeiten erweisen muss, anstatt durch eine Parteiabsprache ins Amt getragen wird. Möge der Bessere gewinnen, auch wenn ich für die SVP nicht die geringste Sympathie erübrigen kann.
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  • Kommentar von M. Kaiser  (Klarsicht)
    Ich finde dies keine ehrliche Politik von der SVP wenn sie diesen immer schön lächelnden FDP Mann unterstützt, anstatt einen eigenen klugen Mann. Ich wünsche Herrn Sonderegger besten Erfolg und die Stimmen aller Jener, die nicht gewillt sind immer diese FDP - Profiteure zu portieren.
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