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Beatrice Simon zu den Gründen ihres Rückzugs
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 22.10.2019.
abspielen. Laufzeit 01:08 Minuten.
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Ohne einstige Favoritin Beatrice Simon (BDP) ist nicht mehr im Rennen

Beatrice Simon will nicht mehr in den Ständerat und auch nicht in den Nationalrat. Sie will Finanzdirektorin bleiben.

Was sich bereits am Sonntagabend abzeichnete, ist jetzt Gewissheit: BDP-Ständeratskandidatin Beatrice Simon nimmt sich aus dem Rennen um einen der beiden Ständeratssitze. Mit rund 82'283 Stimmen landete sie im ersten Wahlgang nur auf Platz vier – hinter Hans Stöckli (SP) mit 122'263 Stimmen, Regula Rytz (Grüne) 119'960 Stimmen und Werner Salzmann (SVP) mit 119'630 Stimmen.

Ich hätte nie gedacht, dass die BDP im Bundeshaus die Fraktionsgrösse verliert.
Autor: Beatrice SimonRegierungsrätin Kanton Bern

Weil sie sich auf ihr Amt als Finanzdirektorin des Kantons Bern konzentrieren will, nimmt sie auch die Wahl in den Nationalrat nicht an. «Die BDP hat im Bundeshaus die Fraktionsgrösse verloren, das hätte ich nie gedacht. Das ist eine neue Ausgangslage», sagt Simon im Gespräch mit von Radio SRF.

Keine Ersatzwahl

Somit entfällt auf Kantonsebene eine Ersatzwahl in die Kantonsregierung. Diese wurde von den bürgerlichen Parteien, allen voran SVP und FDP, gefürchtet. Denn dabei hätte das Risiko bestanden, die bürgerliche Mehrheit in der Kantonsregierung zu verlieren.

Die BDP Kanton Bern schreibt: «Nach intensiven Diskussionen und aufgrund einer Analyse der aktuellen politischen Lage hat die BDP entschieden, dass eine stabile bürgerliche Regierungsmehrheit im Kanton Bern von übergeordneter Bedeutung ist.»

Angesichts des links-grünen Resultats sei mit unberechenbaren Regierungsratswahlen zu rechnen, so die BDP weiter.

Heinz Siegenthaler rutscht nach

Portrait Werner Salzmann
Legende:Keystone

Da Beatrice Simon auf ihren Sitz im Nationalrat verzichtet, rutscht Heinz Siegenthaler nach. Siegenthaler wurde noch nie direkt gewählt. 2014 rutschte er für die zurücktretende Ursula Haller nach, 2017 übernahm er den Sitz von Urs Gasche.

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Fabian Sefolosha  (Fabian Sefolosha)
    Dass die BDP die Fraktionsstärke verliert und es schwer haben wird, den Regierungsratssitz zu verteidigen, wurde bereits vor den Wahlen gemeinhin angenommen. Das hätte sie sich schon überlegen müssen, bevor sie ihren Wählern erzählt, dass sie das Nationalratsamt "selbstverständlich" annehmen würde. Ohne das trojanische Zugpferd Simon hätte die BDP keine zwei Sitze geholt. Die letzten verbliebenen Wähler derart zum Narren zu halten, dürfte der endgültige Todesstoss für die BDP gewesen sein.
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  • Kommentar von Werner Gerber  (Emmentaler1)
    beatrice simon ist eine hervorragende, kompetente finanzdirektorin des kantons bern. aber ich glaube, das sie im vornherein wusste, im jetzigen amt verbleiben zu wollen. und hätte somit eine kandidatur konsequent abschlagen müssen. ausser, sie wurde von der bdb dazu genötigt. trotzdem
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  • Kommentar von Helmut Meier  (Helmu)
    Rutscht nun Heinz Siegentaler nach ?
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    1. Antwort von Francis Waeber  (Francis Waeber)
      Nein. Frau Rytz wird ihr Rückzugsversprechen, aus verständlichen Gründen brechen, und hinter Hans Stöckli als zweite gewählt werden. Was dieses Vorgehen über die Grünen als Bündnispartner aussagt ist eine andere Frage....;-))
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    2. Antwort von Fabian Sefolosha  (Fabian Sefolosha)
      Ja, Siegenthaler rutscht zum dritten Mal nach und belegt den Sitz, den man ohne Simons Kandidatur niemals geholt hätte.
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