Zum Inhalt springen

Header

Navigation

Legende: Audio Simons Doppelkandidatur: nur politisches Kalkül? abspielen. Laufzeit 02:16 Minuten.
02:16 min, aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 30.01.2019.
Inhalt

Ständeratswahlen Kanton Bern Die BDP fliegt wohl nicht aus dem Stöckli

BDP-Ständerat Werner Luginbühl tritt nicht mehr zu den Wahlen an. Regierungsrätin Beatrice Simon wird es wohl richten.

Die bernische Finanzdirektorin Beatrice Simon geht als Favoritin ins Rennen um einen der beiden Berner Ständeratssitze. Das Aushängeschild der kantonalen BDP ist bei den Wählerinnen und Wählern beliebt. Sie erzielte bei den kantonalen Wahlen 2014 und 2018 das beste Resultat. Mit Simon ist für die BDP das Risiko klein, ihren schweizweit einzigen Ständeratssitz zu verlieren, der bisher von Werner Luginbühl belegt wurde.

Noch nicht genug vom Politisieren im Ständerat hat der Bieler Hans Stöckli (SP). Seit Ende 2011 vertritt Hans Stöckli den Kanton Bern im Ständerat. Der bald 67-Jährige möchte eine dritte Amtszeit anhängen. Wird Hans Stöckli wiedergewählt, winkt ihm 2020 das Ständeratspräsidium. Eine verlockende Aussicht für Stöckli.

Schluss mit lustig wegen «Lex Moser»

Personen-Box aufklappenPersonen-Box zuklappen

Die Hürde für Kandidatinnen und Kandidaten überhaupt gewählt zu werden, ist seit Anfang Jahr höher. Der Kanton Bern hat für den zweiten Wahlgang bei Majorzwahlen eine Drei-Prozent-Hürde eingebaut.

Mit dieser Hürde soll verhindert werden, dass chancenlose Aussenseiter einen zweiten Wahlgang erzwingen können. Grundsätzlich wird dadurch das Recht, an den Wahlen teilzunehmen, nicht beschnitten. Für Aussenseiter steht der erste Wahlgang immer noch offen.

Mit dieser Hürde reagierte der Kanton Bern auf die Erfahrungen bei den Ständeratswahlen 2015. Der Bieler Bruno Moser erzwang einen zweiten Wahlgang, obwohl er im ersten Wahlgang bloss 4000 Stimmen erzielte. Zum Vergleich: Die beiden bisherigen Ständeräte erzielten damals rund 150'000 Stimmen.

Stöcklis Rechnung könnte aber auch nicht aufgehen: Er bekommt aus dem eigenen Lager Konkurrenz. Die Grünen stellen mit Regula Rytz ihre prominente nationale Präsidentin für die Ständeratswahlen auf. Weil SP und Grüne den Ständeratswahlkampf traditionell gemeinsam bestreiten, sind Stöckli und Rytz gleichermassen Freund und Feind.

Rückenwind für Rytz?

Für die Wahl von Hans Stöckli spricht der Bisherigen-Bonus sowie seine reiche politische Erfahrung. Regula Rytz könnte ihm unter anderem auch gefährlich werden, weil die Wahlen im Herbst ganz im Zeichen der Frauen stehen. Mit «Helvetia ruft!» wurde eine eigene Frauen-Wahl-Kampagne lanciert, um den Frauenanteil im Ständerat und im Nationalrat zu erhöhen. Rytz könnte nicht nur vom Frauenbonus profitieren, sondern als Präsidentin der Grünen auch davon, dass Umweltthemen bei den Wahlen 2019 eine wichtige Rolle spielen.

Gegen Simon, Stöckli und Rytz werden die anderen Kandidierenden einen schweren Stand haben. Allen voran FDP-Nationalrätin Christa Markwalder, aber auch Werner Salzmann, Nationalrat und Präsident der bernischen SVP. Noch schwerer werden es die Nationalrätinnen Kathrin Bertschy (GLP) und Marianne Streiff (EVP) haben.

Bei der Anzahl und der Qualität der Kandidatinnen und Kandidaten ist ein zweiter Wahlgang wahrscheinlich.

Schliessen

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?