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Die Freiburger CVP verlangt eine Nachzählung – kann sie das?
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 11.11.2019.
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Zählchaos in Freiburg Freiburger CVP verlangt Nachzählung

Für die Partei des abgewählten Ständerats Beat Vonlanthen stellt sich die Frage, ob die Wahl gültig ist.

Auf die Resultate musste man im Kanton Freiburg am Sonntag lange warten. Wegen technischer Probleme war erst kurz nach 21 Uhr klar, dass der bisherige Ständerat Beat Vonlanthen (CVP) abgewählt worden war. Die 31-jährige Johanna Gapany (FDP) machte das Rennen – mit 158 Stimmen Vorsprung. Nun verlangt die Freiburger CVP wie angekündigt eine Nachzählung der Stimmen.

Es stelle sich die Frage nach der Gültigkeit der Wahl, schreibt die CVP in einer Mitteilung vom Montag. Der CVP gehe es nicht darum, ihren Kandidaten durchzudrücken, sagte Markus Bapst, Co-Präsident der Freiburger CVP, der Nachrichtenagentur Keystone-sda. «Aber wir wollen, dass sich die Staatskanzlei erklärt.»

Auf Goodwill der Staatskanzlei angewiesen

Die Freiburger CVP verlangt die Nachzählung, kann dies aber nur als Wunsch formulieren. Die Staatskanzlei muss der Aufforderung nicht nachkommen. Erst am Donnerstag will der CVP-Parteivorstand über einen allfälligen Rekurs beraten. Wird dieser eingereicht, dann nimmt die Angelegenheit den juristischen Weg und erst dann würde rechtlich über eine Nachzählung entschieden.

Gut 1000 oder gut 100 Stimmen Unterschied?

Am Sonntagnachmittag stockte die Auszählung wegen fehlerhaft übermittelter Resultate. Zuerst war von gut 1000 Stimmen Vorsprung von FDP-Kandidatin Johanna Gapany die Rede. Dann hiess es, die Resultate seien falsch. Die Staatskanzlei sprach von «technischen Problemen».

Video
Staatskanzlerin Gagnaux erklärt die Situation in Freiburg
Aus News-Clip vom 10.11.2019.
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Beim Zusammentragen der Stimmen setzte der Kanton Freiburg auf eine externe Firma. Das System dieser Firma verursachte die Probleme. Kurz nach 18 Uhr gab die Staatskanzlei bekannt, die letzten Resultate würden manuell übermittelt.

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25 Kommentare

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  • Kommentar von Niklaus Vogler  (Niklaus Vogler)
    Im Kanton Luzern wurde in einer Gesetzesabstimmung, das Resultat etwa dreimal korrigiert. Der damalige verantwortliche Regierungsrat sagte dazu folgendes: Zählen hätte man ja in der Schule gelernt. Es seien verschiedene Male Stimmzettelbündel der falschen Seite zugeordnet worden.
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  • Kommentar von Janusz Kaltenbacher  (anti_sozialist)
    Ich glaube nicht mehr so ganz an saubere Wahlen. Vor allem nicht wenn externe Firmen bei der Stimmenauszählung die Resultate liefern. Wir sollten daher nicht die Wahlen in anderen Ländern kritisieren oder OSZE-Wahlbeobachter stellen, wenn wir selber bei der Stimmenauszählung derartige Pannen haben ( übrigens nicht zum ersten mal) und bei der letzten Jura-Abstimmung geschummelt wurde.
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  • Kommentar von hans rohner  (hänsi)
    Als Bürger und Steuerzahler sollte ich eigentlich volles Vertrauen in die Wahlbehörde haben können. Ich gehe davon aus, dass bereits bei einer ersten Abstimmung alles so geregelt ist, dass es keine Fehler geben kann.Wenn das so ist, erübrigen sich Nachzählungen, wenn nicht werden je länger je mehr Nachzählungen verlangt werden die vom Steuerzahler berappt werden müssen. Ein Fussballspiel das 1:0 ausgeht wird ja auch nicht wiederholt!
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    1. Antwort von Sancho Brochella  (warum?)
      StimmenzählerIn ist kein Beruf. Es werden immer wieder Leute gesucht, welche sich bereit erklären am Sonntag die Couverts zu verarbeiten. Sie können sich an Ihrem Wohnort informieren. Soweit ich weiss, stellen i.d.R. die Parteien Personen fürs Wahlbüro.
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